Soziale Folgen von Klimaschutz im Verkehr

Untersuchung von MCC und Leibniz-Institut SAFE – Edenhofer: „Strategische Partnerschaft“

Eine neue, als besonders zukunftsträchtig ausgezeichnete Forschungskooperation soll dabei helfen, Klimaschutz im Verkehrssektor noch sozialverträglicher auszurichten. Das Projekt heißt „Stranded assets, financial constraints, and the distributional impacts of climate policy“ (gestrandete Vermögenswerte, finanzielle Engpässe und Verteilungswirkungen von Klimapolitik).  Die Projektidee gewann am 12.12.2022 im Wettbewerb Kooperative Exzellenz der Leibniz-Gemeinschaft und erhält ab 2023 Fördermittel für drei Jahre. Projektpartner sind das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE in Frankfurt am Main und das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Namibia

Ein Exportschlager?

Seit Oktober 2022 analysieren Forschende der Frankfurter Institutionen DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. und ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung mit welchen Mitteln in Namibia der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft gelingen kann und welche Möglichkeiten des Exports es nach Deutschland gibt. Im Rahmen einer Untersuchung, die in den nächsten zweieinhalb Jahren erarbeitet wird, analysieren die Projektpartner:innen Aspekte der Produktion, der Umwandlung und des Transports von grünem Wasserstoff in Namibia. Die Studie soll das Potenzial einer grünen Wasserstoffindustrie – einschließlich innovativer Meerwasserentsalzungstechnologien vor Ort – sowie Möglichkeiten des Wasserstoffexports nach Deutschland eruieren. weiterlesen…

Projekt OceanNETs: Alkalinisierung des Ozeans

Hilft chemische CO2-Bindung gegen Ozeanversauerung?

Wenn man Mineralien wie Silikat oder auch Kalk zerkleinert und verteilt, binden sie im Verwitterungsprozess CO2. Für die chemische Bindung von Kohlendioxid werden alkalische Substanzen, zum Beispiel Silikat oder Kalk direkt ins Oberflächenwasser des Ozeans eingeleitet. Die Mineralien können an Land in Minen abgebaut, per Schiff aufs Meer transportiert und dort im Wasser verteilt werden. Bei Anwendung dieser Methode etwa im Projekt Projekt OceanNETs könnte der Ozean nicht nur mehr CO2 aufnehmen, als positiver Nebeneffekt würde dies zugleich der Ozeanversauerung entgegenwirken – so das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Grundsätzlich gibt es weltweit ausreichend Mineralien, um damit alle CO2-Emissionen zu binden. Diese müssten abgebaut und zu einem feinen Pulver zermahlen oder chemisch aufbereitet werden, damit sie sich schnell im Wasser auflösen und mit dem CO2 reagieren. (Foto: 2010, Kongsfjord, Spitzbergen: Erster Mesokosmen-Einsatz in der Arktis, die am stärksten von Ozeanversauerung bedroht ist – © Signe Klavsen, GEOMAR) weiterlesen…

WWF-Hintergrundpapier Circular Economy im Gebäudesektor

Kreislaufwirtschaft zentraler Hebel

In Deutschland steht der Gebäudesektor vor großen Herausforderungen. Dem Gebäudesektor kommt mit seinem hohen Ressourceneinsatz, Flächenbedarf, Energieverbrauch und hohen Abfallmengen sowohl in der Herstellungs- und Bau- als auch in der Nutzungsphase eine bedeutende Rolle im Klima- und Ressourcenschutz sowie im Schutz unserer Ökosysteme zu – so ein WWF-Papier unter dem Titel „Gebäude in der Kreislaufwirtschaft“. Einerseits gibt es einen Bedarf an Wohnungen, der u. a. durch den Neubau von jährlich 400.000 Wohnungen gedeckt werden soll (aber in diesem Jahr nicht gedeckt werden kann). Zugleich muss der Gebäudebestand aus Gründen der Energieeinsparungen weitreichend saniert werden. weiterlesen…

DAC mit 70 Prozent weniger Energie als Climeworks

Repair Carbon will CO2 effizienter aus der Luft filtern

Das 2020 gegründete israelische Cleantech-Unternehmen RepAir Carbon hat nach eigenen Angaben eine Direct Air Capture-Technologie (DAC) entwickelt, die 70 Prozent weniger Energie verbraucht als die vergleichbare Climeworks-Lösung, schreibt Martin Jendrischik auf cleanthinking. Jetzt hätten die Israelis eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und wollten damit zunächst einen Prototyp bauen, der pro Jahr eine Tonne CO2 aus der Luft filtern soll. Anschließend solle die schnelle Skalierung gelingen, hoffen CEO Amir Shiner und sein Team. weiterlesen…

Kreuzfahrt mit 100 Prozent Biosprit

AIDA Cruises weitet Einsatz von Biokraftstoffen aus

Am 08.12.2022 wurde das Kreuzfahrtschiff AIDAprima im Hafen von Rotterdam (Niederlande) erstmals mit 100-prozentigem Biokraftstoff betankt. Damit setzt das Unternehmen, das nach eigenen Angaben bis 2050 klimaneutral fahren will, seine „erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem niederländischen Biokraftstoffpionier GoodFuels fort“. weiterlesen…

Investitionsumfeld entscheidend für Import von Wasserstoff und Synfuels

MENA-Fuels: Studie veröffentlicht wegweisende Ergebnisse für Nahen Osten und Nordafrika

Wo werden zukünftig grüner Strom und synthetische Kraftstoffe (Synfuels) produziert? Zu welchen Kosten können diese erzeugt werden? Und welcher Teil der Nachfrage kann heimisch erzeugt und wie viel muss importiert werden? Dies haben das Wuppertal Institut, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Institut für ZukunftsEnergie und Stoffstromsysteme (IZESgGmbH) innerhalb einer umfangreichen Studie am Beispiel des Nahen Ostens und Nordafrika untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass in dieser Region langfristig sehr große kostengünstige (Export-)Potenziale für grünen Strom, Wasserstoff und Synfuels bestehen. Die Berücksichtigung von Investitionsrisiken habe jedoch einen signifikanten Einfluss auf deren Kosten und damit auf die Wahl der potenziellen Exportländer, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung vom 07.12.2022. weiterlesen…

Elfmal Zukunft in Berlin

„…brauchen einen Mentalitätswechsel“

Keine geringere Forderung erhebt Thomas Loy am in Tagesspiegel Plus über „Berlins Mister Future“ Steffen Terberl, den „Mann aus Westfalen“, der Zukunftsorte der Stadt vernetzt und repräsentiert, in denen Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. Zukunft gibt es genau elf Mal in Berlin. Wobei die Idee der Zukunftsorte ist, dass sie unterwegs sind in ihre Zukunft, aber noch nicht angekommen. Also eher aufstrebende Nachwuchsorte, die das alte, seiner großen Vergangenheit nachtrauernde Berlin hinter sich lassen wollen. weiterlesen…

ARL-Kommentar zum „Wind-an-Land-Gesetz“

Stellungnahme zu den gesetzlichen Neuregelungen für die Windenergieplanung

Am 28.07.2022 ist das Gesetz zur Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus von Windenergieanlagen an Land („Wind-an-Land-Gesetz“) verkündet worden. Dessen Regelungen zur planerischen Ausweisung von Standorten für Windenergieanlagen verändern die Planungsverfahren grundsätzlich. Weil damit (auch über den engeren Anwendungsbereich hinaus) erhebliche Folgen für den Stellenwert der Raumordnung insgesamt verbunden sind, erreichen die Akademie für Raumentwicklungin der Leibniz-Gemeinschaft (ARL) aktuell zahlreiche Anfragen zum Wind-an-Land-Gesetz und den darin enthaltenen Änderungen bestehender Gesetze, insbesondere des Baugesetzbuchs. Einige am 07.12.2022 veröffentlichte Kommentare zu den umfangreichen Novellierungen, die zum Teil erst in den nächsten Jahren in vollem Umfang wirksam werden. weiterlesen…

Schon auf der frü­hen an­oxi­schen Erde ent­stan­den

Eine Mi­kro­be, die Stick­stoff auf­bricht, wäh­rend sie Me­than bil­det

Koh­len­stoff und Stick­stoff sind die Grund­bau­stei­ne des Le­bens. Man­che Or­ga­nis­men spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le für den Kreis­lauf bei­der Ele­men­te. Ein­bli­cke in eine „hei­ße” Mi­kro­be, die Stick­stoff zum Wach­sen nutzt und wäh­rend­des­. sen Me­than er­zeugt, haben Forschende des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie (MBio) am 21.11.2022 zufolge open access in ASM Journals/mBio publiziert; sie kultivierten erfolgreich einen Mikroorganismus, der gleichzeitig Stickstoff (N2) fixiert sowie Methan (CH4) und Ammoniak (NH3) produziert und deckten spannende Details seines Stoffwechsels auf. weiterlesen…