Treibhausgase und Meeresspiegel auf Rekordhöhe seit 1 Mio. Jahren

BAMS-Bericht 2021 von 530 Forschern aus mehr als 60 Ländern

2021 stiegen sowohl CO2-Konzentration als auch Meerestemperatur und -spiegel auf Rekordhöhe. Auch die Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid erreichten im vergangenen Jahr Höchstwerte, stellte die US-Behörde für Klima und Ozeanografie am 31.08.2022 in ihrem Jahresbericht zum Weltklima fest. Damit hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre den höchsten Wert seit mindestens einer Million Jahren erreicht. Das teilte die US-Behörde für Klima und Ozeanografie (NOAA) mit. Die CO2-Konzentration stieg in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich und hat nun den Wert von im Jahresschnitt 414,7 ppm (Teilchen pro Million) erreicht – 2,3 ppm mehr als noch im Jahr zuvor. (Titel: State of the Climate 2021 – © noaa.org) weiterlesen…

Nanopartikel auf Perowskit schützen vor Verkoken

Recycling von Treibhausgasen

Aus CO2 und Methan kann man wertvolle Synthesegase herstellen – allerdings verloren die  dazu nötigen speziellen Katalysatoren bisher stets rasch an Wirkung. Forscher der TU Wien entwickelten nun stabilere Alternativen, mit denen Treibhausgase in etwas Nützliches umgewandeln werden kann: Bei „Carbon Capture and Utilization“ hatte man nämlich mit dem Problem zu kämpfen, dass sich auf den Katalysatoren rasch eine Schicht aus Kohlenstoff bildete, man spricht von „verkoken“, der Katalysator verliert dadurch seine Wirkung. (Grafik: Methan-Trockenreformierung – © ars.els-cdn.com, CC BY 4.0) weiterlesen…

Auf dem Weg zu Zero Waste

IÖW schlägt 28 Maßnahmen für verpackungsarme Städte vor

Öffentliche Flächen zu reinigen, kostet die Kommunen in Deutschland jährlich etwa 700 Millionen Euro. Ein Großteil des Mülls entsteht durch Verpackungen wie Einwegbecher, Getränkeflaschen oder to-go-Boxen. Was können Städte und Gemeinden dagegen tun? Zwei Institute, das für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und das für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), zeigen im Forschungsprojekt „Innoredux“: Städte haben viele Möglichkeiten, auf Unternehmen, Handel und Verbraucher einzuwirken, damit diese weniger Verpackungen einsetzen und verbrauchen. Mit Förderung durch das BMBF im Programm „Plastik in der Umwelt“ stellten die Forschenden am 01.09.2022 in einem Leitfaden 28 Maßnahmen und zahlreiche Beispiele vor. weiterlesen…

Lesehinweis: „Illusorische Energiewende“

Morten Freidel (FAZ): „Wir leben nicht von Sonne und Wind allein“

Fachleute halten die bisherige Energiepolitik für unrealistisch und warnen: Sollte die Ampel auf ihrem Kurs beharren, gefährde sie die Wirtschaft. Und am Ende sogar das Klima – so beginnt FAZ-Redakteur Morten Freidel eine kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Klima- und Energiepolitik in der FAS vom 04.09.2022, und er nennt die Energiewende mit Windgeneratoren und PV-Dächern einen „Traum“. Dieser erschien bisher möglich dank Gas: „Gaskraftwerke sollten einspringen, wenn Flaute herrscht und der Himmel bewölkt ist, oder viel Strom verbraucht wird.“ weiterlesen…

Neues Konzept für preisgünstige Batterien

Technologie bereits Grundlage für Spin-off-Unternehmen

Eine Aluminium-Schwefel-Batterie, die aus billigen, reichlich vorhandenen Materialien produziert werden kann, könnte eine kostengünstige Reservespeicherung für Erneuerbare Energien bieten, schreibt David L. Chandler vom Nachrichtenbüro des Massachusetts Institute of Technology am 24.08.2022 auf der MIT-Internetseite. (Foto: Komponenten der Aluminum-Schwefel-Batterie – © Rebecca Miller, MIT.edu, BY-NC-ND/3.0) weiterlesen…

Innovativer Großstromspeicher UNIBLU

Uniper und CMBlu kooperieren beim Aufbau am Uniper-Standort Staudinger

Nach eigenen Angaben eine „zukunftsweisende, ehrgeizige Kooperation“: Uniper und CMBlu Energy AG installieren gemeinsam auf Basis der CMBlu-Technologie am Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg am Main einen neuartigen umweltfreundlichen Großstromspeicher (Organic Solid-Flow Batterie) mit einer Leistung von 1 MW und einer Kapazität von 1 MWH; er soll laut einer Medienmitteilung vom 31.08.2022 bereits 2023 in Betrieb genommen werden. weiterlesen…

Untersuchung der emissionsfreien Stahlerzeugung

Metaanalyse der verschiedenen Technologiepfade

Die Fachkommission „HySteel“ des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) hat eine Untersuchung der Herausforderungen, Chancen und Lösungsansätzen für grünen Stahl in Deutschland bis 2045 der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) veröffentlicht. Die im März 2022 erschienen Studie umfasst eine Metaanalyse der verschiedenen Technologiepfade anhand techno-ökonomischer Parameter der Versorgung mit grünem Wasserstoff. Die Chancen und Risiken für die Stahlindustrie werden zusammengestellt und die relevanten Pfade bezüglich technischer Reife, Wirtschaftlichkeit, Beitrag zum Klimaschutz und industriepolitischer Bedeutung eingeordnet. weiterlesen…

„Privates Autofahren muss finanziell unattraktiv werden“

TU-Forschungsprojekt „Pull & Push – Gut & Böse“ will Verkehrswende anleiern – weg von der Subventionspolitik fürs Auto

Die Verkehrswende kommt nicht voran. In 30 Jahren, von 1990 bis 2020, wurden die CO2-Emissionen des Verkehrssektors laut Bundesumweltamt nur um zehn Prozent verringert. Lag der Treibhausgas-Ausstoß 1990 bei 164 Millionen Tonnen CO2, waren es 2020 immer noch 146 Mio. t. Erst am 26.08.2022 lehnte der Klimaexpertenrat den Notfallplan des Verkehrsministers als unzureichend ab. „Und dass die Bundesregierung ihr Ziel erreicht, die Emissionen des Verkehrssektor bis 2030 auf höchstens 85 Mio. t CO2 zu reduzieren, ist fraglich“, sagt Prof. Oliver Schwedes, Leiter des Fachgebietes Integrierte Verkehrsplanung der Technischen Universität Berlin laut einer Medienmitteilung vom 30.08.2022. weiterlesen…

Grönländisches „Zombie-Eis“ wird Meeresspiegel um 10 Zoll erhöhen

Eisschild lässt Ozeane um 27 cm ansteigen

Eisberge, Grönland vor dem Schmelzen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyLaut einer in Nature Climate Change veröffentlichten Untersuchung wird das schnell schmelzende Eisschild Grönlands den weltweiten Meeresspiegel um mindestens 27 Zentimeter ansteigen lassen – mehr als doppelt so viel wie bisher angenommen. Der Grund dafür ist etwas, das man als „Zombie-Eis“ bezeichnen könnte – untergegangenes Eis, das zwar noch mit dickeren Eisflächen verbunden ist, aber von den Muttergletschern, die jetzt weniger Schnee erhalten, nicht mehr aufgefüllt wird. weiterlesen…

Erste Klein-Wind-Solaranlage der Schweiz

Insgesamt 62 MWh pro Jahr

Im Gebiet „La Stadera“ in der Surselva (Oberrheintal in Graubünden unterhalb des Lukmanierpasses) soll eine der ersten kleinen Wind-Sonnenanlagen der Schweiz im alpinen Raum getestet werden. Das Testsystem soll von Herbst 2023 bis Ende 2024 Daten zur Auswertung liefern. Mit der Testanlage soll die Eignung einer Hybridanlage zur Gewinnung nachhaltiger Energie in alpinem Gelände geprüft werden. armasuisse Immobilien hat im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens ein Baugesuch eingereicht. (Foto: Testanlage – Kleinwindenergieanlage – © VBS/DDPS
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