Equinor und VNG erweitern Zusammenarbeit bei Wasserstoff, Ammoniak und CO2-Abscheidung

Milliardenprojekt für blauen Wasserstoff in Rostock geplant

Die zwei Energie-Unternehmen aus Deutschland und Norwegen haben vereinbart, ihre bestehende Zusammenarbeit im Gassektor auf die neuen Bereiche CO2-armer Wasserstoff, CO2-armer Ammoniak sowie die Abscheidung, Nutzung und Offshore-Speicherung von CO2 (CCU und CCS) auszuweiten. Sie wollen dafür in Rostock in großem Stil mittels Dampfreformierung Wasserstoff aus Erdgas herstellen. Die produzierte Menge soll einem Fünftel der aktuellen Wasserstoff-Produktion in der Bundesrepublik entsprechen. Hierzu sei eine Anlage mi 1,3 Gigawatt Leistung geplant, die bis 230.000 Tonnen blauen Wasserstoff jährlich erzeugen soll, teilten VNG und Equinor mit. weiterlesen…

Auf dem Weg zum entwaldeten Planeten

Carlowitz zum Hohn

Als Ersatz für Beton beim Gebäudebau, für Plastik in Verpackungen und für Kohle und Gas beim Heizen: Holz gilt in vielen Bereichen als Allheilmittel für mehr Nachhaltigkeit. Eine Untersuchung von Universität Kassel und WWF belegt, dass der globale Holzverbrauch deutlich die nachhaltige Erntemenge übersteigt. Und: Die Deutschen verbrauchen doppelt so viel Holz wie der globale Durchschnitt. Die Nachfrage nach Holz steigt beständig, vor allem für Verpackungen, die Bauindustrie, Bioplastik und Bioenergie. weiterlesen…

IEA: Regierungen sollten gegen Chinas solare Dominanz vorgehen

„Special Report“ der IEA

„Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 07.07.2022 ihren Bericht zur weltweiten Versorgung mit Solarmodulen und deren Vorprodukten – erstellt. Der Special Report on Solar PV Global Supply Chains kommt zu dem Schluss, dass sich die globalen Klimaziele nur mit einer ‚diverseren‘ Versorgungskette erreichen lassen und dass die Konzentration der Produktionskapazitäten in China dem entgegen steht. Dabei richtet sich die Kritik weniger gegen die chinesische Industrie oder Regierung, sondern gegen die übrigen Länder.“ (nach photon.info/iea-regierungen-mussen-gegen-chinas-dominanz-der-solarindustrie-aktiv-werden). Denn die Welt brauche vielfältigere Lieferketten für Solarmodule, um einen sicheren Übergang zu Netto-Null-Emissionen zu gewährleisten. weiterlesen…

Teurer Spass

Teurer Spass

„Gehört dem Solarauto die Zukunft?“ fragte die ADAC-Motorwelt am 27.06.2022. Eine Testfahrt im „Lightyear Zero“ (vormals Lightyear One) im spanischen Tudela, nordwestlich von Saragoaasa, sei zwar vielversprechend verlaufen, denn mit Sonnenenergie lasse sich seine Reichweite von 600 auf 1.000 Kilometer verlängern. „Doch die serienreife Flunder hat einen Haken: ihr Preis.“ Gebaut hat den Lightyear Zero – mit EU-Unterstützung – Lex Hoefsloot und seine inzwischen 500 Mitarbeiter. weiterlesen…

2,6 Mio. Förderung für CCC Berlin-Brandenburg

Land Berlin fördert Ausbau der länderübergreifenden Klima-Allianz mit 34 Partnern

Mit der Verabschiedung des Berliner Doppelhaushalts 2022/2023 am 23.06.2022 wurde der Weg frei für eine Anschubförderung des Climate Change Center Berlin Brandenburg (CCC) durch den Berliner Senat in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Damit soll der weitere Aufbau des CCC vorangetrieben und langfristige Strukturen geschaffen werden, um Berlin als Zentrum der Forschung zu wissenschaftsgestützten Lösungen in der Klimakrise weiter zu stärken sowie die breite wissenschaftliche Expertise in der Metropolregion besser zu vernetzen. (Foto: TU Berlin – Hochhaus, Architektur, Mathematik, Fritz-Fischer-Bau – © m. frdl. Genehmigung, TU-Pressestelle, Dahl) weiterlesen…

Klimawandel und Landnutzungsänderungen begünstigen Hochwasser

KIT: Aktuelle Studien zur Flutkatastrophe in der Eifel 2021

Auf rund 32 Milliarden Euro schätzt die deutsche Bundesregierung den Gesamtschaden der verheerenden Überschwemmungen im Juli 2021. Wie Niederschläge, Verdunstungsprozesse, Gewässer- und Abflussverhalten dieses Hochwasser begünstigten, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in zwei Studien untersucht, schreibt Dominik Kuhn auf der KIT-Website. Um künftig besser auf solche Extremereignisse vorbereitet zu sein, raten sie dazu, bei Risikobewertungen die Landschaft und Flussverläufe, deren Veränderungen und den Sedimenttransport stärker zu berücksichtigen. Zukunftsprojektionen zeigen außerdem eine zunehmende räumliche Ausdehnung und Häufigkeit solcher Extremereignisse sowie erhöhte Niederschlagsmengen. (Foto: Überschwemmung in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…

Zürich verpflichtet sich zur Kreislaufwirtschaft

„Circular Cities Declaration“ unterzeichnet

Die Stadtverwaltung Zürich unterzeichnete laut einer Medienmitteilung vom 07.07.2022 als erste Schweizer Stadt die „Circular Cities Declaration“*) und bekennt sich damit klar zur Kreislaufwirtschaft. Maßnahmen im Umgang mit Ressourcen sollen künftig stärker vorangetrieben werden. Zurzeit erarbeitet die Stadt Zürich eine Strategie Kreislaufwirtschaft. Die „Circular Cities Declaration“ vereint Städte in ihrem Anliegen, sich von einer linearen zu einer Krfeislaufwirtschaft zu entwickeln. (Bild: Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – © Sustainable_Development_GoalsGemeinfrei) weiterlesen…

Umfangreiches Paket mit Potenzialflächen für Wind und PV

RLI veröffentlicht bisher nur in Agora-Anwendung verfügbare Daten für Ausbau

Geodaten können beim Ausbau von Erneuerbaren Energien und somit bei der Beschleunigung der Energiewende helfen. Das Reiner Lemoine Institut (RLI) veröffentlichte dafür am 05.07.2022 ein umfangreiches Datenpaket mit Potenzialflächen für Deutschland. das hilft, geeignete Flächen für Photovoltaik (PV)- und Windkraftanlagen zu finden. Die Daten werden erstmals zur freien Verwendung unter einer offenen Lizenz auf dem Speicherdienst Zenodo bereitgestellt. RLI-Wissenschaftler:innen haben die Geoinformationen für die digitale Anwendung PV- und Windflächenrechner des Thinktanks Agora Energiewende zusammengestellt und aufbereitet. Das Instrument wurde im Oktober 2021 veröffentlicht. weiterlesen…

EZB präsentiert Klimaschutz-Maßnahmen für geldpolitische Strategie

Europas Bank besinnt sich auf Ökologie

Die Bewältigung des Klimawandels ist eine globale Herausforderung und eine politische Priorität für die Europäische Union. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich auf einen umfassenden Maßnahmenplan verständigt, mit dem Klimaschutzaspekte stärker in den geldpolitischen Handlungsrahmen des EZB-Rats einbezogen werden sollen. Dadurch unterstreicht der EZB-Rat nach eigenem Bekunden vom 08.07.2022 sein Bestreben, „Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit systematischer in seine Geldpolitik einfließen zu lassen“, als das bisher der Fall war. Der Entscheidung sei der Abschluss der Strategieüberprüfung im Zeitraum 2020-21 vorausgegangen, bei der die Überlegungen zum Klimawandel und zur ökologischen Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle gespielt hätten. weiterlesen…

Ozonabbau über Nordpol verursacht Wetteranomalien

Ganze Nordhalbkugel betroffen

Forschende der ETH Zürich weisen nach: Die Zerstörung des Ozons über der Arktis im Frühling verursacht auf der ganzen Nordhalbkugel abnormales Wetter. Vielerorts wird es überdurchschnittlich warm und trocken – oder zu nass, schreibt Peter Rüegg auf der Internetseite der ETH. Das Ozonloch über der Antarktis ist zwar vielen ein Begriff. Weniger bekannt ist aber, dass gelegentlich auch über der Arktis das schützende Ozon in der Stratosphäre zerstört und die Ozonschicht ausgedünnt wird. Zuletzt so geschehen in den Frühlingsmonaten der Jahre 2011 und 2020. weiterlesen…