Wasserstoff-Studie für maritime Branche vorgestellt

Deutsches Maritimes Zentrum präsentiert Überblick über aktuellen Stand von Wasserstofftechnologien

Das Deutsche Maritime Zentrum hat Anfang November die Untersuchung „Die Rolle der maritimen Wirtschaft bei der Etablierung einer deutschen Wasserstoffwirtschaft“ präsentiert. In der vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) erarbeiteten Studie wird der Bedarf an Wasserstoff und Power-to-X-(PtX)-Energieträgern der maritimen Branche in Deutschland bis 2050 taxiert – von der Produktion über die Lagerung und den Transport bis zum Verbraucher. Sie bietet einen breiten Überblick über den aktuellen Stand verschiedener Wasserstofftechnologien und betrachtet dabei alle maritimen Teilbranchen. weiterlesen…

Zunahme von Ultra Large Container Vessels

Implikationen für Umwelt und Natur

Innerhalb der letzten 25 Jahre folgte die Entwicklung der weltweiten Containerflotte einem eindeutigen Trend hin zu immer größeren Schiffen. Besonders auffällig in diesem Zusammenhang ist das zunehmende Aufkommen der derzeit größten Containerschiffe, der so genannten Ultra Large Container Vessels (ULCVs), welche die neuen Schleusen des Panamakanals nicht mehr passieren können. Jüngste Ereignisse wie die sechstägige Blockade des Suezkanals durch die „Ever Given“, verdeutlichen die Umwelt- und Sicherheitsrisiken, die mit dem Einsatz dieser Fahrzeuge einhergehen. Allein der planmäßige und reibungslose Betrieb bringt eine ganze Reihe von Herausforderungen, Auswirkungen und Kosten zulasten der externen Beteiligten mit sich. Ein Text zum Thema auf der Internetseite des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik. (Foto: Container-Frachter im Hamburger Hafen – Foto © Julius Silver, pixabay) weiterlesen…

Bis 2045 CO2-neutraler Gebäudebestand

Höhere Anforderungen und bessere Förderung

Ein neuer Zukunftsimpuls des Wuppertal Instituts zeigt, welche Weichen die Politik stellen muss, um den Gebäudebestand bis 2045 klimaneutral zu machen. Im Fokus stehen höhere Effizienzanforderungen für Bestands- und Neubauten, ein schnellerer Ausstieg aus Gas- und Ölheizungen, höhere Anreize und bessere Unterstützung für Gebäudebesitzerinnen und -besitzer sowie warmmietenneutrale Sanierungen, um Mieterinnen und Mieter vor Überlastungen zu schützen.
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Produktion chemischer Produkte nachhaltig gestalten

Katalytische Hydrierung: Nachwuchsgruppe „H2Organic“ arbeitet an „grünem“ elektrochemischen Prozess

Am Anfang stand ein Wettbewerb. Mit seiner Idee, innovative Materialien für die elektrokatalytische Hydrierung von organischen Chemikalien einzusetzen, bewarb sich Daniel Siegmund beim „BMBF Nachwuchswettbewerb NanoMatFutur„. Ziel der Maßnahme: im Sinne einer Exzellenzförderung dem wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Werkstoff- und Nanotechnologie gute Startbedingungen zu ermöglichen. Einige Monate später dann die Bestätigung: Daniel Siegmund, Gruppenleiter „Elektrokatalyse“ am Fraunhofer UMSICHT sowie Habilitant bei Prof. Ulf-Peter Apfel an der Ruhr-Universität Bochum, und seine Gruppe „H2Organic“ begannen im Oktober 2021 mit ihrer Forschung. (Foto: Elektrochemische Zelle zur Umsetzung organischer Chemikalien im Labormaßstab – © Fraunhofer UMSICHT, Alina Gawel) weiterlesen…

Ersatz für fossile Kunststoffe und Klebstoffe

Neues Material auf Holzbasis

Forscher der Universität Stockholm haben eine ressourceneffiziente Methode zur Herstellung neuer Materialien auf Holzbasis (Lignin) entwickelt, die thermisch aufbereitet werden können und als Ersatz für duroplastische Harze und Klebstoffe dienen. Duroplastische Harze bieten robuste Leistung für anspruchsvolle Anwendungen, aber leider lassen sich die synthetischen Kunststoffe nicht ohne weiteres recyceln. weiterlesen…

Neue Technologien für Deutschland

Tech for Net Zero Allianz veröffentlicht Report mit 20 richtungsweisenden Innovationen für Klimaneutralität

Die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) und Breakthrough Energy ins Leben gerufene Tech for Net Zero-Allianz hat am 10.12.2021 ihren Report „Klimaneutralität 2045 – Neue Technologien für Deutschland“ veröffentlicht. Darin stellt sie 20 richtungsweisende, auf dem Weg zur Klimaneutralität entscheidende Innovationen vor. Neben neuen Anwendungsfeldern für die Photovoltaik gehören dazu neuartige Energiespeicher, elektrifizierte Antriebssysteme, Anwendungen auf Basis von grünem Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe, alternative Baumaterialien sowie technische CO2-Senken. Anhand der Beispiele zeige sich, dass eine ganzheitliche Technologieförderung benötigt werde, die einen geeigneten regulatorischen Rahmen schaffe, Förderinstrumente gezielt einsetze, die notwendige Infrastruktur bereitstelle und die schnelle Skalierung und Kommerzialisierung durch Unternehmen unterstütze. Entscheidend sei dabei die Entwicklung eines Marktdesigns, das entsprechende Preissignale setze, um innovative Technologien in den Markt zu führen und wettbewerbsfähig zu machen, heisst es in der dena-Pressemeldung. (Titel: Klimaneutralität 2045 – Neue Technologien für Deutschland © dena, Breakthrough Energy; 15 GradVentures) weiterlesen…

Erster biologisch abbaubarer Klettverschluss

Entwickelt in Anlehnung an Kletterpflanzen

Eine von Barbara Mazzolai, Direktorin des Zentrums für Mikro-Bio Robotik am Istituto Italiano di Tecnologia (IIT) in Pontedera bei Pisa koordinierte Forschungsgruppe hat den ersten Prototyp eines weichen, biologisch abbaubaren und löslichen Klettverschlusses entwickelt, der sich an der Mikrohakenstruktur des Klettenlabkrauts (Galium aparine) orientiert und in Geräten zur Überwachung und zum Schutz der Umwelt sowie in der Präzisionslandwirtschaft eingesetzt werden soll. Die in der internationalen Fachzeitschrift Communications Materials veröffentlichte Forschungsarbeit zeigt, wie die künstlichen Mikrohaken für eine Reihe von Geräten verwendet werden können. (Foto: Klettenlabkraut – © CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

EU-Taxonomie kann starten – ohne Atom

Meilenstein für grünere Finanzmärkte in Europa – Entscheidung über Kernenergie steht aus

Seit 08.12.2021 steht fest, dass die neuen EU-Regeln für nachhaltige Investitionen (EU-Taxonomie) am 01.01.2022 in Kraft treten können. Noch bis kurz davor hätte eine sogenannte verstärkte qualifizierte Mehrheit von 20 der 27 Mitgliedsstaaten den Vorschlag für den entscheidenden delegierten Rechtsakt der EU-Kommission im Ministerrat ablehnen können. Vor allem Frankreich und mehrere osteuropäische Staaten hatten versucht, eine Ablehnung zu erwirken. Aus einer Medienmitteilung von Sven Giegold. weiterlesen…

Doppelt einfach bauen

Dank Infrarotheizung und Flatrate-Miete

Zur Komplexitätreduktion in der Bestandssanierung von Mehrfamilienhäusern wirbt der Publizist und Energieberater Timo Leukefeld, Honorarprofessor der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und Teil des „Autarkieteams“, für Einfachheit und „maximale Intransparenz“ als Ausweg aus dem Regulierungsdschungel. Cornelia Lichner stellte am 10.09.2021 im Portal pv magazine eines seiner Projekte und das dazugehörige Geschäftsmodell vor. weiterlesen…

Neue Klimaziele

Neue Klimaziele: Darum kommt der Kohleausstieg früher

Spätestens bis 2038 wollte Deutschland laut dem Kohleausstiegsgesetz aus der Kohleverstromung aussteigen. Das neue FÖS-Papier im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt, dass ein früherer Ausstieg durch das neue EU-Klimaziel sowie die Novellierung des deutschen Klimaschutzgesetzes nun realistisch ist. Höhere CO2-Preise im Europäischen Emissionshandel könnten dazu führen, dass bereits 2030 kein oder nur noch sehr wenig Kohlestrom in Deutschland produziert werde. Begleitend zum früheren Ausstieg müssten die Strukturhilfen für die Kohleregionen angepasst werden, heißt es in dem Papier, das am 09.12.2021 veröffentlicht wurde. (Titel: Darum kommt der Kohleausstieg früher – © FES) weiterlesen…