Wasserstoffverbrennung: zu viel NOx

Formnext 2021: Fraunhofer IPT, FH Aachen und Präwest entwickelten Wasserstoff-Brennkammer-Design im 3D-Druck

Wasserstoff wird zu einem immer wichtigeren Energieträger gegen den Klimawandel. Die Wasserstoffverbrennung setzt zwar kein Kohlendioxid frei, doch was kaum jemand weiß: Es entstehen mehr Stickoxide (NOx) als bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt haben die FH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen sowie die Präwest Präzisionswerkstätten GmbH & Co. KG aus Bremen mit einem additiven Fertigungsverfahren eine Wasserstoff-Brennkammer in einem neuen Design hergestellt, das den Ausstoß von Stickoxiden deutlich senken kann. (Foto: 3D-gedruckter Mikro-Misch-Brennerkopf, eine Komponente der MMX-Brennkammer – Foto © Fraunhofer IPT) weiterlesen…

Rolle von Wasserstoff in der maritimen Wirtschaft

Bedeutungszunahme

Alternativen zu fossilem Brennstoff sind längst nicht nur aus ökologischer Sicht essenziell, sondern bilden einen zukunftsträchtigen, florierenden Wirtschaftsfaktor. Wasserstoff ist der wichtigste Energieträger der Zukunft. Die Bundesregierung betont in ihrer Nationalen Wasserstoffstrategie seine Vielseitigkeit und setzt sich u.a. zum Ziel, Wasserstoff und wasserstoffbasierte synthetische Kraftstoffe als alternative Energieträger zu etablieren sowie die Transport- und Verteil-Infrastruktur auszubauen. Den Seehäfen und der maritimen Industrie kommt hierbei eine zentrale Rolle bei Import, Produktion und Verteilung von Wasserstoff zu. Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) het eben gemeinsam mit seinen Partnern Sphera Solutions GmbH und GMW Consultancy eine Untersuchung für das Deutsche Maritime Zentrum (DMZ) fertiggestellt, welche die Aufgaben für die Maritime Wirtschaft und für die öffentliche Hand zur Etablierung der Wasserstoffwirtschaft von Produktion über Lagerung und Transport bis zum Verbraucher definiert. weiterlesen…

Buch: Wälder sind Lebewesen

Rezension von Walter Tauber

“Wir wissen bereits seit Jahrhunderten, dass man nicht zu viel Holz aus dem Wald holen darf, um ihn nicht zu zerstören,” schreibt Hansjörg Küster, Professor am Institut für Geobotanik der Leibniz-Universität in Hannover. Im Vorwort zu “Das Waldbuch” (oekom-verlag) betont er, dass die Zukunft des Waldes mit der Zukunft der Menschheit eng verbunden ist: “Der richtige Umgang mit Wald ist eine große Herausforderung an uns alle.” Wald ist mehr als nur Nutzen für den Menschen. Wir erholen uns im Wald, und wir schlagen Holz für Baustoffe und für Papier. Trotzdem verbrennen wir ihn rücksichts- und gedankenlos. Ein Drittel des in Deutschland gefällten Holzes wird schlicht verheizt. Wissen ist genug da, dieses und viele andere Bücher und Studien belegen das. Warum hört denn keiner hin? weiterlesen…

E-Auto laden – besser mit Sonnenstrom oder Autostrom?

Eigene PV-Anlage in der Regel zu schwach

Es klinge so gut und einleuchtend einfach – das Laden des Elektroautos mit der eigenen Photovoltaikanlage. Es gibt dabei allerdings Punkte zu beachten, wenn es gut werden soll, u.a. Ladeleistung – Flexibilität – die Lebensdauer der Akkus. Thorsten Zoerner hat genau das seit Jahren gemacht und rät ab: Es sei zu langsam, biete zu wenig Leistung, sei unflexibel und könne den Akkus im Fahrzeug schaden. Thorsten Zoerner, Geschäftsführer der STROMDAO GmbH, Entwickler eines der fortschrittlichsten deutschen Grünstromtarifs, hat so ziemlich alles ausprobiert, was es an Haustechnik mit Erneuerbaren Energien gibt: Photovoltaik, Stromspeicher, Elektroauto, Wärmepumpe, Niedrigenergiehaus und Smart Home findet sich alles in seinem Haus in Mauer (Ldkrs. Heidelberg). Er spricht aus eigener Erfahrung und rät zu einem Autostromtarif mit eigenem Netzanschluss – nicht weil sein Unternehmen den vertreibe, sondern, „weil es einfach besser ist“, sagt Zoerner. weiterlesen…

Trotz Klimaanpassung Lebensgrundlagen in Entwicklungsländern bedroht

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit gefragt

Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) hat Relevanz, Effektivität und entwicklungspolitische Wirksamkeit von Maßnahmen zum Umgang mit residualen Klimarisiken untersucht. Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels nutzen Bauern auf der ganzen Welt Anpassungsmaßnahmen. Sie optimieren zum Beispiel ihre Bewässerungssysteme, um ihre Ernte vor Dürre zu schützen. Bei langanhaltenden Dürreperioden jedoch sind Ernteausfälle irgendwann nicht mehr vermeidbar – die Grenzen der Anpassung sind erreicht. (Foto: Vertrockneter Mais © Keagan Henman, unsplash.com_license) weiterlesen…

Handelsblatt: E-Fuels statt Massenentlassungen

500.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Zahlreiche EU-Staaten, auch Grüne, Fridays for Future und andere NGO fordern unentwegt, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Es hätte aber schwerwiegende Folgen für viele tausende Arbeitsplätze, wenn Europa auf elektrische KFZ umstellte: „Eine halbe Million Menschen könnten ihren Job verlieren“. Zulieferer schlagen Alarm undÄnderungen am Green Deal der EU vor, schreibt im Handelsblatt. Was alle vergessen: Es sollte eigentlich um fossile Verbrenner gehen. weiterlesen…

Ressort auf der Reste-Rampe

Die Schrumpfung des Umweltministeriums

von Michael Schroeren

Das Bundesumweltministerium (BMU) ist das jüngste unter den Bundesressorts. Es wurde im vergangenen Sommer gerade 35 Jahre alt. Seine Existenz verdankt es keinem weisen Ratschluss der damaligen Bundesregierung. Der konservative Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hatte es jahrelang vermocht, alle Forderungen der Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Grünen nach einem eigenständigen Umweltministerium abzuwehren. weiterlesen…

Buch: Plädoyer für eine sozial gerechte Klimapolitik

Saubere Wärme für alle

Die Wärmewende hat im Gegensatz zur Energiewende bisher nur langsam Fahrt aufgenommen. Unsere Wohnungen beheizen wir überwiegend noch ineffizient und klimaschädigend mit Gas und Öl. Ein „Weiter so“ ist keine Option. Doch auf eine behaglich warme Wohnung muss niemand verzichten. Autor Reinhard Klopfleisch spürt in seinem im Oekom-Verlag erschienen Buch den Ursachen der Versäumnisse nach – und findet sie in oft von mächtigen Interessen getriebenen, widersprüchlichen politischen Entscheidungen. Er macht Vorschläge, wie durch kluge politische Rahmensetzung Chancen und Lasten der Wärmewende zukünftig sozial gerecht verteilt werden können. weiterlesen…

Chemie Katalysator für den Wandel

Mit 2.923 Zitronen zum Guinness-Weltrekord

Ein am 26.11.2021 durch die britische Royal Society of Chemistry (RSC), Professor Saiful Islam von der University of Bath und und die Wissenschaftsmoderatorin Fran Scott aufgestellter Guinness Weltrekord für die höchste Spannung einer Fruchtbatterie „soll zeigen, dass die Chemie Katalysator für den Wandel ist und die Aufklärung über Nachhaltigkeit und die Auswirkungen des Klimawandels fördert“. weiterlesen…

PSI: Blauer Wasserstoff kann Klima schützen

H2 aus Erdgas „unter Umständen“ positiv zu bewerten

Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung des schweizerischen Paul Scherrer Instituts PSI und der schottischen Heriot-Watt-Universität haben die Klimawirkungen von sogenanntem blauem Wasserstoff umfangreich analysiert. Er wird aus Erdgas gewonnen, wobei die dabei entstehenden CO2-Emissionen abgeschieden und gespeichert werden. Die Untersuchung zeigt, dass blauer Wasserstoff unter bestimmten Voraussetzungen eine positive Rolle bei der Energiewende spielen kann. Sie erscheint in Sustainable Energy & Fuels der Royal Society of Chemistry. weiterlesen…