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Archiv: Stickoxide


Mit dem MOBILAB die Effizienz lufthygienischer Maßnahmen in Ballungsgebieten bewerten

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am 27.02.2018 darüber, ob Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Großstädten wegen hoher Schadstoffbelastungen gesetzlich zulässig sind. Um zu beurteilen, ob Maßnahmen wie Fahrverbote sinnvoll sind, werden jedoch differenzierte Messdaten und verlässliche Computermodelle benötigt, erklären Jülicher Klimaforscher mit Pressemitteilung vom 21.02.2018. Sie erfassen mit ihrem Messfahrzeug MOBILAB zeitlich und räumlich hochaufgelöst, wie Stickoxide und andere Luftschadstoffe in Großstädten verteilt sind und wer die Verursacher sind.


Feinstaub-, Stickoxidalarm und drohende Fahrverbote durch Gerichtsurteile

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am 22.02.2018 (Urteilsverkündung kann auch an einem späteren Tag erfolgen), ob Fahrverbote auf Grundlage deutschen Rechtes möglich sind. Anlass ist die weiterhin hohe Luftbelastung in mehr als 70 deutschen Städten – wobei ältere Dieselfahrzeuge einen großen Anteil dazu beitragen. Der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, begrüße grundsätzlich eine Entscheidung in der Sache und wolle die Autofahrer mit den folgenden 10 Fragen und Antworten möglichst umfangreich beraten, heißt es in der ACE-Pressemitteilung vom 12.02.2018:


Jülicher Forscher entwickeln eine neue Technologie zur effizienten NOx-Reduzierung aus Dieselabgasen

Die Stickoxid-Werte von Dieselfahrzeugen sorgen seit einiger Zeit für Diskussionen. Selbst Katalysatoren, die diese gesundheitsschädlichen Schadstoffe mithilfe von Zusätzen wie etwa Harnstoff in Stickstoff zurückverwandeln, wirken erst ab einer Abgastemperatur von 150 Grad Celsius, die unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise im Stadtverkehr, besonders bei Nutzfahrzeugen oftmals nicht erreicht werden. Um die Situation zu verbessern, arbeiten Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich gemeinsam mit der RWTH Aachen und den Industriepartnern Ford, Deutz, Sasol, FEV, Umicore sowie Clariant im Projekt DeNOx an einem neuartigen Katalysatortyp, der Stickoxide (NOx) nahezu vollständig und ohne Zusätze aus den Abgasen von Verbrennungsmotoren entfernt.


Beitrag aus der Reihe “planet e”

Es herrscht dicke Luft in Deutschlands Städten (und darüber hinaus): Die zulässigen Grenzwerte werden teils dramatisch überschritten. Mit drastischen Folgen: Vor allem Stickoxide (NOx) und Feinstaub gefährden unsere Gesundheit. Ein Beitrag in der ZDF-Reihe “planet e”.

Diesel ade…


Greenpeace: Selbstzünder museumsreif – Aktivisten tragen ihn zu Grabe

In einem gläsernen Sarg trugen, bzw. fuhren am 28.06.2017 Greenpeace-Aktivisten in München den Dieselmotor symbolisch zu Grabe. Anlass war ein Spitzentreffen zur Nachrüstung von Dieselautos, zu dem Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) den Autobauer BMW sowie die VW-Töchter Audi und MAN in die Staatskanzlei geladen hatte. Danach sagten die Autohersteller Audi und BMW zu, die Hälfte ihrer in Deutschland zugelassenen Euro-5-Dieselautos durch


Politiker-Dienstwagen BMW 750d überschreiten bei Straßenmessungen achtfach den Stickoxid-Grenzwert

Wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 23.05.2017 mitteilte, sei bei aktuellen Straßenmessungen ihres Emissions-Kontroll-Instituts bei einer BMW 750d Luxus-Limousine eine massive Überschreitung des Euro 6 Stickoxid-Grenzwertes festgestellt worden. In der Spitze hätten die Messungen bis zu 727 mg/km Stickoxid (NOx) gezeigt. Im Durchschnitt der insgesamt neun Testfahrten hätten die NOx-Emissionen bei 646 mg/km gelegen. Damit werde der für Euro 6 Diesel-Pkw verbindlich geltende Grenzwert von 80 mg/km um den Faktor 8,1 überschritten.

Berlin blockt Brüssel


Keine schärferen Abgas-Kontrollen?

“Die Bundesregierung blockiert schärfere Kontrollen der Autoindustrie in Europa”, schrieben Markus Balser und Michael Bauchmüller am 24.04.2017 in der Süddeutschen Zeitung. Denn Berlin lehne in zentralen Punkten die von Brüssel geplante Reform ab. Auch die Einführung empfindlicher Geldstrafen für die Autofabriken werde verzögert – die “eigentlich bis Ende Mai geplante Einigung sei kaum noch möglich”, zitieren die Autoren EU-Vertreter. Kommentar von Franz Alt dazu: “Die Bremser und Verschmutzer sitzen hauptsächlich in Deutschland.”


Analyse zu Stickoxid-Höchstwerten: Nur drei Kraftwerke müssten nachrüsten

Im Streit um neue EU-Umweltstandards für Kohlekraftwerke zeigt eine aktuelle Analyse der Klima-Allianz Deutschland, dass nur drei Braunkohlekraftwerke nachrüsten müssten, um die derzeit verhandelten Vorgaben der EU für Stickoxide einzuhalten. Wie die Presseabteilung der Klima-Allianz Deutschland am 24.04.2017 mitteilte, torpediere die Bundesregierung den ohnehin schwachen EU-Kompromiss zu Umweltstandards und wolle den Höchstwert für Stickoxide von 175 auf 190 mg NOx/Nm³ anheben. Stimme die Bundesregierung bei der finalen EU-Abstimmung am 28.04.2017 nicht zu, drohe das Aus für bessere Luft in Europa, so die Klima-Allianz.


Umweltausschuss zu Stickoxidbelastung in Ballungsräumen – BUND: Schluss mit Dieselsubventionierung

Die Mitglieder des Bundestags-Umweltausschusses haben sich am 08.03.2017 im Rahmen eines öffentlichen Fachgespräches mit der Luftbelastung durch Stickoxide (NOx) in Ballungsräumen befasst – so der parlamentseigene Pressedienst “heute im bundestag“. Die Experten sprachen sich dabei unter anderem dafür aus, das Dieselprivileg bei der Mineralölsteuer abzuschaffen und die Typenzulassung an den Realemissionen zu orientieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert erneut ein Ende der Dieselsubventionierung und die Einführung der Blauen Plakette.


Einvernahme im Abgas-Untersuchungsausschuss – BUND fordert: “Schluss mit schmutzig, Frau Merkel!”

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 08.03.2017 vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages den Vorwurf des Staatsversagens im Zusammenhang mit dem Dieselskandal “zurückgewiesen”. Sie sehe “keine strukturelle Veränderungsnotwendigkeit”, fügte die Kanzlerin hinzu. Das Fehlverhalten liege nicht beim Staat, sondern bei VW. Merkel war die vorerst letzte Zeugin im Ausschuss – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag.