Frankreich will Solarenergie-Ausbau beschleunigen

Aber zwei Drittel des französischen Stroms kommen immer noch aus Kernenergie

In Frankreich rücken die Wahlen näher, und passend zur Weltklimakonferenz verkündet die Regierung ihren solaren Fahrplan – ein Amuse-Gueule für alle Klimawähler. Umweltministerin Barbara Pompili stellte gegenüber der französischen Presse zehn Maßnahmen vor, die im Aktionsplan enthalten sind. Nicole Allé hat sich den französischen Aktionsplan für energiezukunft näher angeschaut. weiterlesen…

„Konferenz-Bashing geht immer“

von Werner Eckert, ARD
mit freundlicher Genehmigung

Ja, prima, Konferenz-Bashing geht immer. Da wird die Welt nicht gerettet. Stimmt. Beschlüsse von 197 Staaten sind eben keine Leitartikel, keine klugen Einlassungen von Wissenschaftlern und sie passen schon gar nicht auf ein Demo-Plakat. Was den Klimaschutz betrifft waren sie schon immer ungenügend – gemessen an der Realität im Klimawandel – und die ist bereits grausam. (Foto: COP26 – kurz vor Schluss-Plenum – Foto © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

COP26: Die Initiativen

Viele kleine Fortschritte – eine Übersicht

Hans-Joachim Schellnhuber zeigte sich am Schluss vorsichtig optimistisch: „Noch in Paris war es undenkbar, die globale Dekarbonisierung bis 2050 zu beschließen. Das ist nun Konsens“. Die großen Durchbrüche passierten „nicht auf den pompösen Konferenzen“, sondern vorher „in bilateralen Verhandlungen und unzähligen gesellschaftlichen Veränderungen“. Die große Zahl der freiwilligen Initiativen fand Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth bezeichnend für den Stand der Verhandlungen. In den Gesprächen mussten schließlich nur noch weniger Punkte zur Umsetzung des Paris-Abkommens geklärt werden. „Je mehr wir sie hinter uns lassen, desto mehr wird es das neue Normal der Klimagipfel sein, solche Prozesse zu beschleunigen“, sagte er zu den vielen Bündnissen und Aktionen. Eine Übersicht u.a. von Susanne Ehlerding im Tagesspiegel. (Foto: COP26 Schluss-Plenum – © UNFCCC-Team_KiaraWorth, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

COP26: Einstieg in den Ausstieg?

Fossile seit Glasgow auf Auslaufliste

Die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow hat nach (schon üblicher) Verlängerung mit einem teils als historisch gefeierten Beschluss den weltweiten Abschied von der Kohleverbrennung eingeläutet. Erstmals in der 26jährigen Geschichte der Klimagipfel gab es einen, wenn auch in letzter Minute abgeschwächten Konsens unter den rund 200 Staaten zum Verzicht auf einen Energieträger: die Kohle. Der am Abend des 13.11.2021 gebilligte „Klimapakt von Glasgow“ enthält zudem die Aufforderung, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. (Foto: COP26-Konferenzgebäude SEC-Armadillo-Building, Glasgow – © Ross Goodman, ursprüngl, geposted auf Flickr als DSC_6974, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Letzte COP26-Medienmitteilung

Weltklima-Konferenz erzielt Konsens über wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels

  • Anpassung, Abschwächung und Finanzierung werden in einem komplexen und heiklen Gleichgewicht gestärkt, das von allen Parteien unterstützt wird.
  • Nach sechs Jahren anstrengender Verhandlungen sind die offenen Punkte, die die vollständige Umsetzung des Pariser Abkommens über Kohlenstoffmärkte und Transparenz verhindert haben, endlich verabschiedet worden. Solarify dokumentiert..

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COP26: „Bedeutende Fortschritte in Fragen der Landwirtschaft“

Lachgas und Methan Hauptprobleme

Im Rahmen der COP26 wurden „bedeutende Fortschritte bei der Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Agrarsektor und bei der Senkung des Beitrags des Sektors zur globalen Erwärmung erzielt“. Man weiß nicht, ob es Mutmachen ist oder die mehr oder weniger verzweifelte Suche nach positiven Nachrichten – aber kurz vor der Verlängerung der COP26 veröffentlichte die COP26-Führung am 12.11.2021 diese Medienmitteilung. weiterlesen…

40 Jahre Forschung für die Energiewende

Fraunhofer ISE größtes Solarforschungsinstitut Europas

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE feiert 2021 sein 40jähriges Jubiläum. Das größte Solarforschungsinstitut Europas mit mittlerweile rund 1.300 Mitarbeitenden begleitete die Energiewende in Deutschland von Anfang an mit. Heute ist es weltweit einer der wichtigsten Impulsgeber und Forschungspartner für eine Energieversorgung basierend auf 100 Prozent erneuerbaren Energien. Aus diesem Anlass veranstaltete das Fraunhofer ISE am 12.11.2021 ein Symposium unter dem Titel „Nachhaltige Forschung für die Energiewende – und für die Generationen nach uns“. weiterlesen…

Menschliche Eingriffe verändern ozeanweites Naturgesetz

Bedeutender Einfluss des Menschen auf Verteilung der Biomasse

Im Rahmen einer weltweiten Kooperation haben Umweltwissenschaftler erstmals in globalem Maßstab die gleichmäßige Verteilung der Meeresbiomasse auf verschiedene Größenklassen – von Bakterien bis zu Walen – untersucht. Durch Quantifizierung des Ausmaßes menschlicher Einflüsse auf dieses Ökosystem zeigt sich eine dramatische Verschiebung einer der bedeutendsten Größenordnungen der Natur. Zurzeit treffen sich die politischen Entscheidungsträger in Glasgow zur 26. UN-Klimakonferenz, und vor wenigen Wochen fand die UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt statt. Das weltweite Interesse an diesen internationalen Konferenzen unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf, wenn es um die menschlichen Einflüsse auf das Klima und die biologische Vielfalt geht. weiterlesen…

Tech-Firmen veröffentlichen CO2-Emissionen unvollständig

Untersuchung zeigt fehlende Daten bei Scope-3-Treibhausgasen

Unternehmen der Digitaltechnologie-Branche geben die entlang der Wertschöpfungskette ihrer Produkte entstehenden Treibhausgas-Emissionen vielfach deutlich zu niedrig an. So haben 56 große Tech-Unternehmen 2019 insgesamt mehr als die Hälfte dieser Emissionen nicht veröffentlicht, zeigt eine Untersuchung der Technischen Universität München (TUM). Rund 390 Megatonnen CO2-Äquivalente entsprechen dem CO2-Fußabdruck Australiens. Das Forschungsteam hat eine Methode entwickelt, um Fehlerquellen zu identifizieren und fehlende Angaben zu berechnen, und die Ergebnisse am 12.11.2021 auf der TUM-Webseite und in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Global Energy Monitor: Chinas Ausstieg aus der Auslandskohle drückt Pipeline

China will keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland finanzieren – dennoch geringer Effekt für Weltklima

China und die USA haben bei der UN-Klimakonferenz eine Vereinbarung für mehr Klimaschutz geschlossen. Der weltgrößte Geldgeber für den Bau von Kohlekraftwerken will zudem aus der Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland aussteigen. Mit Chinas Rückzug könnte die Pipeline für neue Kohlekraftwerke in Asien auf 22 GW sinken – von denen wahrscheinlich nicht alle gebaut werden, schreibt der Global Energy Monitor. Doch dem Klima hilft das wenig, so die Neue Zürcher Zeitung schon am 28.09.2021. Im Handelsblatt nennen Jan Steckel und Niccolò Manych Xi Jinpings Ankündigung dagegen eine „unterschätzte Weichenstellung“ – sie sei vielmehr eine „Zäsur“. weiterlesen…