Solarer Wasserstoff für die Antarktis

Studie zeigt Vorteile des thermisch gekoppelten Ansatzes

Wie sich am Südpol mit Sonnenlicht Wasserstoff erzeugen lässt und welche Methode dafür am meisten verspricht, hat nun ein Team vom HZB-Institut für Solare Brennstoffe, der Universität Ulm und der Universität Heidelberg untersucht. Ihr Fazit: In extrem kalten Regionen kann es deutlich effizienter sein, die PV-Module direkt am Elektrolyseur anzubringen, also thermisch zu koppeln. Denn die Abwärme aus den PV-Modulen steigert die Effizienz der Elektrolyse. Die Ergebnisse dieser Studie, die nun in Energy & Environmental Science publiziert wurde, sind auch für andere kalte Regionen der Erde interessant, zum Beispiel Alaska, Kanada, oder Hochgebirgsregionen. Dort könnte grüner Wasserstoff fossile Brennstoffe wie Erdöl und Benzin ersetzen. weiterlesen…

Keine Vorteile für Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Biomasse

Positionspapier von DBFZ-Experten

Mit der Abkehr von fossilen Brennstoffen suchen Betreiber von Kohlekraftwerken nach neuen Geschäftsmodellen. Hierbei ist insbesondere die Nutzung von Biomasse im Gespräch. In einem am 02.07.2021 veröffentlichten Positionspapier des DBFZ wird die mögliche Biomassenutzung in Kohlekraftwerken im Hinblick auf den energiewirtschaftlichen Nutzen, die Verfügbarkeit geeigneter Biomassepotenziale und Nachhaltigkeitswirkungen beleuchtet. Fazit der Experten laut einer Medienmitteilung: Nicht zuletzt aufgrund von Risiken für Klima und Biodiversität sollte auf eine staatliche Förderung für die Umrüstung von Kohlekraftwerken verzichtet werden. weiterlesen…

Lösung für die Kunststoffknappheit

Neuer Katalysator könnte Versorgung mit einem der wichtigsten Kunststoffe stabilisieren

Auch wenn die Meere allmählich übervoll davon sind: Kunststoffe und Lebensmittelverpackungen, Automobilkomponenten, Kleidung, medizinische und Laborgeräte und zahllose andere Güter werden – nicht nur wegen Corona – Mangelware. Doch ein neuer, an der Universität von Michigan entwickelter chemischer Katalysator könnte die Produktion von mehr Rohstoffen für den (nach Polyethylen) weltweit am zweithäufigsten verwendeten Kunststoff ermöglichen – so Gabe Cherry am 08.07.2021 auf der Internetseite der Uni Michigan. Das Ausgangsmaterial, Propylen, wird zur Herstellung des Kunststoffs Polypropylen verwendet – acht Millionen Tonnen pro Jahr. Veröffentlicht unter dem Titel Stabile und selektive Katalysatoren für die Propandehydrierung am thermodynamischen Limit“ in Science. (Grafik: Propylen – Formel) weiterlesen…

Vier Millionen für Beton-Verbundforschungsprojekt

BMBF fördert Projekt ReCyControl an der Leibniz Universität Hannover

Die Herstellung von Baustoffen wie etwa Zement und Beton trägt maßgeblich zu den weltweit emittierten Treibhausgasen, vor allem CO2, bei. Gleichzeitig gibt es so gut wie kein echtes Recycling in diesem Bereich. Bislang heißt es eher Down-Cycling statt Recycling: Aktuell werden in Deutschland lediglich 25 Prozent des anfallenden Bauschutts recycelt – trotz knapper Rohstoffe und eines Mangels an Baumaterialien. An dieser Stelle setzt einer Medienmitteilung vom zufolge das an der Leibniz Universität Hannover (LUH) angesiedelte Verbundforschungsvorhaben „ReCyCONtrol“ mit mehreren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an. weiterlesen…

2030 Stromverbrauch zwischen 645-665 TWh

Altmaier legt erste Abschätzung vor – VKU-Chef verlangt mehr Investitionen in Um- und Ausbau der Energieinfrastruktur

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier legte am 13.07.2021 eine erste Neuschätzung des Stromverbrauchs 2030 vor – so eine Medienmitteilung des BMWi. Eine ausführliche Neuberechnung des Stromverbrauchs wird im Herbst 2021 veröffentlicht. Dann wird die Prognos AG im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums eine vollständige Untersuchung abgeschlossen haben. Als Antwort forderte VKU-Chef Liebing mehr Investitionen in den Um- und Ausbau der Energieinfrastruktur. Der BEE verlangte einen „Erneuerbaren-Turbo“ von der neuen Regierung. weiterlesen…

„Auf dem Weg zum Wasserstoffwirtschaftsrecht?“

Stiftung Umweltenergierecht: „Welche Rolle spielt das Recht heute und morgen für den Markthochlauf einer grünen Wasserstoffwirtschaft?“

Mit ihrer Rechtsstudie über den Wasserstoffhochlauf liegt erstmals eine umfassende Untersuchung zum Rechtsrahmen für eine grüne Wasserstoffwirtschaft vor, mit einem Überblick über Erzeugung, Transport und Nutzung von grünem Wasserstoff sowie die Gestaltungsmöglichkeiten des Gesetzgebers. weiterlesen…

15-MW-Turbinen für neues Offshore-Projekt

Erster förderfreier deutscher Windpark He Dreiht

Nicole Weinhold am 11.07.2021 auf Erneuerbare Energien: „EnBW setzt beim Windpark He Dreiht auf Vestas-Turbinen der neuen Leistungsklasse. Der Park ist erstes förderfreies Offshore-Projekt in Deutschland. Die neue Leistungsklasse auf dem Meer sieht 15 MW pro Windkraftanlage vor – um sich diese zu sichern, will EnBW mit Hersteller Vestas in den kommenden Monaten die Verträge finalisieren und voraussichtlich zum Ende des Jahres abschließen. (Foto: Offshore-Windpark Rampion, Brighton – © Zoltan Tasi auf unsplash) weiterlesen…

Fortschritte bei der Kommerzialisierung von Biojet

Nachhaltige Flugzeugkraftstoffe: Technologien, Potenziale und Herausforderungen

Nachhaltige Flugkraftstoffe werden eine wichtige Rolle spielen müssen, wenn der Luftfahrtsektor seinen Kohlenstoff-Fußabdruck deutlich reduzieren will. Bislang ist die Kommerzialisierung jedoch nur langsam vorangekommen, und die derzeitige Politik hat sich als unzureichend erwiesen, um die Kommerzialisierung und den breiten Einsatz der verschiedenen in einem Bericht von IEA-Bioenergy beschriebenen Technologien zu beschleunigen. (Titel: „Progress in Biojet“ – der von IEA Bioenergy Task 39 erstellte Bericht bietet eine umfassende Analyse der aktuellen und potenziellen Technologien zur Herstellung von nachhaltigen Flugkraftstoffen auf Biomassebasis (Biojet/SAF) – © IEA) weiterlesen…

Biokraftstoffe könnten Krebsrisiko reduzieren

Neue Forschungen deuten auf weniger giftige Chemikalien in mit Ethanol gemischtem Benzin hin

Eine am 06.07.2021 open access im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlichte Überprüfung der wissenschaftlichen Top-Literatur deutet darauf hin, dass mit Ethanol gemischte Kraftstoffe wie E10, E15 oder E85 zu weniger toxischen Emissionen aus Fahrzeugen führen und ein geringeres Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen als normales Benzin, schreibt Ken Colombini auf der Internetseite des Hormel Institutes der University of Minnesota, das für die Untersuchung mit dem Energy Resources Center, University of Illinois Chicago, kooperierte – sie zeigt, dass ethanolhaltiges Benzin geringere Emissionen von giftigen, als krebserregend geltenden Chemikalien erzeugt. weiterlesen…

Forschung für die europäische Energiewende

Neuer FVEE-Tagungsband (2020)

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) veröffentlichte am 09.07.2021 seinen neuen Tagungsband „Forschung für den European Green Deal“. Die hier gesammelten Vorträge der Jahrestagung vom November 2020 stellen aktuelle Forschungsergebnisse und Instrumente für die europäische Energiewende vor. Der Tagungsband steht für alle Interessierten im Internet zur Verfügung und kann dort auch als gedrucktes Heft kostenfrei bestellt werden. weiterlesen…