Circular Economy: „Ein neues Konsumverhalten etablieren“

Untersuchung des Öko-Instituts

Die Keislaufwirtschaft (Circular Economy) unterstützt den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft, die Klima und Biodiversität schützt. In einer umfassenden Kreislaufwirtschaft werden Produkte und Rohstoffe möglichst lange genutzt und anschließend wiederverwendet – so ändert sich die Art des Wirtschaftens und Konsumierens. Wie das umgesetzt werden könnte und welche vielversprechenden Ansätze und Studien es bereits dazu gibt, erklärt eine am 20.10.2023 zuerst veröffentlichte neue Folge des Podcasts „Wenden bitte“ des Öko-Instituts (von Clara Löw). weiterlesen…

Künstliche Korallenriffe können echte nachahmen

Neue Forschungen an vom Klimawandel geschädigten Meeresbewohnern

Die Durchschnittstemperatur der Erde lag im September 2023 bei 1,75° C über ihrer vorindustriellen Grundlinie und durchbrach (wenn auch nur vorübergehend) die 1,5° C-Schwelle. Die anhaltende Erwärmung macht es den Korallenriffen des Ozeans schwer, zu überleben. Dasselbe gilt für die Gemeinden, die auf die Riffe für Lebensmittel angewiesen sind, um ihre Küstenlinie vor Stürmen zu schützen und für andere Einkommensquellen, wie den Tourismus. Die jüngsten Einschätzungen des Weltklimarats haben vorhergesagt, dass selbst wenn die globale Erwärmung in den optimistischsten Szenarien gehalten wird, bis zu zwei Drittel aller Korallenriffe in den nächsten Jahrzehnten verschlechtern könnten. weiterlesen…

Lebensmittelverschwendung: Bundesregierung muss sich für ambitioniertere Vorgaben einsetzen

Forderung vor EU-Rat zum Thema Abfallrahmenrichtlinie

Ab 23.10.2023 diskutiert der EU-Rat Landwirtschaft und Fischerei auch die Kommissionspläne zur Überarbeitung der EU-Abfallrahmenrichtlinie und damit zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, wie der WWF am 20.10.2023 mitteilte. Dazu Elisa Kollenda, ernährungspolitische Referentin des WWF Deutschland: „Die Bundesregierung muss sich bei den anstehenden Verhandlungen zur Überarbeitung der EU-Abfallrahmenrichtlinie für ambitioniertere EU-Vorgaben zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen einsetzen.“ weiterlesen…

Neue Untersuchung: Recycling trägt deutlich zum nachhaltigen Wirtschaften bei

2022 insgesamt 2,1 Millionen Tonnen Wertstoffe im Kreislauf geführt

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT analysierte für Interzero die Umwelteffekte des Recyclings in der neuen Studie „resources SAVED by recycling“ für 2022. Das Ergebnis: Interzero spart mit seinen Kunden rund 1 Millionen Tonnen Treibhausgase und 8,7 Millionen Tonnen Primärressourcen. Das konsequente Recycling von Werkstoffen in einer Kreislaufwirtschaft trägt somit beträchtlich zum Klimaschutz bei und macht gleichzeitig den Lebens- und Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa zukunftsfähig. (Grafik: Nachhaltiges Wirtschaften – Zahlen – © interzero.de) weiterlesen…

Lkw-Maut wird an die Höhe des CO2-Ausstoßes gekoppelt

Reform der Lkw-Maut

Die Lkw-Maut wird künftig an die Höhe des CO2-Ausstoßes gekoppelt – wie im Koalitionsvertrag vereinbart. So sieht es eine Gesetzesänderung vor, mit der die Bundesregierung den Umstieg auf klimaneutrale Antriebe beschleunigen will. Denn: Nutzfahrzeuge produzieren derzeit ein Drittel der gesamten CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Am 20.10.2023 hat der Bundestag die Reformen im Verkehrsbereich beschlossen: Unter anderem den CO2-Aufschlag auf die Lkw-Maut; Zudem die Möglichkeit für mehr Busspuren und Tempo-30-Zonen in Städten. weiterlesen…

Neu: Pulsierender Nanomotor

An der Uni Bonn entwickelte Maschine kann 1/10.000stel mm messen

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter Federführung der Universität Bonn hat einen neuartigen Nanomotor entwickelt. Er wird durch einen cleveren Mechanismus angetrieben und vollführt dabei pulsierende Bewegungen. Die Forscher planen nun, ihn mit einer Kupplung zu versehen und in komplexere Maschinen als Antrieb einzubauen. Ihre Ergebnisse sind am 19.10.2023 in Nature Nanotechnology erschienen. (Abbildung: Pulsierender Nano-Motor – © Mathias Centola, Uni Bonn) weiterlesen…

Regulierung langlebiger Chemikalien umstritten

Parlamentarischer Beirat für nachhaltige Entwicklung

Laut der Deutschen Umweltstudie für Gesundheit 2020*) haben 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland eine zu hoher Konzentration von per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) im Blut. Darauf wies Ulrike Kallee vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – während eines öffentlichen Fachgespräches im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung (Nachhaltigkeitsausschuss) am 19.10.2023 zum Thema „Schadstofffreie Umwelt“ hin. Die wegen ihrer Langlebigkeit auch „ewige Chemikalien“ genannten Stoffe, die über die Muttermilch weitergegeben würden, hätten erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, sagte sie. Der BUND fordere daher ein PFAS-Verbot. (Titel: PFAS-Schwerpunkt – © UmweltBundesamt) weiterlesen…

Schwere Lkw wohl auch künftig nicht CO2-neutral

Ohne Anreize der Politik nicht erreichbar

Ohne politische Maßnahmen für emissionsfreie Technologien wird ein Großteil der schweren Lastwagen auch 2035 noch mit Diesel fahren. Dies zeigt eine Untersuchung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich vom 10.10.2023 zum Thema  Dekarbonisierung des Lastwagenverkehrs. Nur bei leichten und mittelschweren Fahrzeugen kommt die Elektrifizierung des Lastwagenverkehrs bis 2035 voran. Bei diesen Fahrzeugklassen werden sich batteriebetriebene Lkw mit hoher Wahrscheinlichkeit gegenüber Wasserstoff-Lkw durchsetzen. weiterlesen…

Kick Off für österreichische Task-Force Kreislaufwirtschaft

Klimaschutzministerin Gewessler und Wirtschaftsminister Kocher gaben am 05.10.2023 Startschuss

Die von der österreichischen Bundesregierung eingesetzte Task Force Kreislaufwirtschaft soll die Umsetzung der Kreislaufwirtschaftsstrategie begleiten, kritisch beleuchten und entsprechend evaluieren. Nach der konstituierenden Sitzung des Gremiums können die ExpertInnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ab sofort mit ihrer wichtigen Arbeit beginnen. weiterlesen…

Schnelles Eindämmen der Klimaerwärmung könnte Kippen des grönländischen Eisschilds verhindern

Simulationen mit zwei unabhängigen Eisschildmodellen

Der grönländische Eisschild ist wahrscheinlich widerstandsfähiger gegen die globale Erwärmung als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer am 18.10.2023  in Nature veröffentlichten Untersuchung. Ein internationales Forschungsteam der Arctic University of Norway (UiT) und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass selbst bei einem vorübergehenden Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 6,5 Grad bis 2100 und der damit einhergehenden Überschreitung kritischer Temperaturschwellen ein mögliches Kippen des Eisschildes verhindert werden könnte – und damit ein drastischer Anstieg des Meeresspiegels über Hunderttausende von Jahren. Dafür müssten die Treibhausgas-Emissionen nach dem kritischen Temperaturanstieg so schnell wie möglich reduziert werden, damit die Temperatur langfristig auf höchstens 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau stabilisiert werden kann. weiterlesen…