Bestes Röntgenmikroskop der Welt

PETRA IV – Aufbruch in eine neue Ära der Forschung und Innovation

In Hamburg soll das beste Röntgenmikroskop der Welt entstehen. Die Anlage mit dem Namen PETRA IV wird 3D-Bilder aus dem Nanokosmos liefern und Einblicke mit bisher unerreichter Präzision in Materialien und biologische Strukturen ermöglichen – vom Aufbau von Krankheitserregern über Katalysatoren bis zu innovativen Mikrochips und Quantenmaterialien. „Mit PETRA IV entwickeln wir ein entscheidendes Werkzeug für die Innovationsfähigkeit von Deutschland im 21. Jahrhundert“, betonte DESY-Direktor Prof. Helmut Dosch. (Foto: Auf Einladung des Hamburger Senats präsentierte DESY das Projekt am 13.09.2022 im großen Festsaal des Rathauses – © DESY, Daniel Reinhardt) weiterlesen…

Grünes Ammoniak für den Klimaschutz

Globaler PtX-Atlas zeigt Potenziale und Kosten für Export nach Europa

Grünes Ammoniak gewinnt in der Debatte um PtX-Importe und Klimaschutz mehr und mehr an Bedeutung. Mit gutem Grund, ist der Aufwand für Erzeugung und Transport der chemischen Verbindung doch relativ gering. Das Fraunhofer IEE in Kassel hat daher am seinen erweiterten globalen PtX-Atlas vorgelegt: Er liefert jetzt auch Daten zu den Produktionspotenzialen von grünem Ammoniak in 97 Ländern und Gebieten weltweit. Auch die jeweiligen Erzeugungs- und Transportkosten stellt er dar. Der online frei zugängliche PtX-Atlas zeigt, wo in der Welt welche Mengen an grünem Wasserstoff und anderen PtX-Energieträgern zu welchen Kosten hergestellt und nach Europa exportiert werden können. (Grafik: Produktionskostenkurve von Ammoniak 2050 – © Fraunhofer IEE) weiterlesen…

Wenn die Chemie (nicht) stimmt: Einfluss mikroskopischer Umgebung

Reaktivität einzelner Moleküle unter kontrollierten Bedingungen untersucht

Forscher weltweit arbeiten daran, effiziente Materialien zu entwickeln, mit denen CO2 in nutzbare chemische Stoffe umgewandelt werden kann. Das ist vor allem angesichts der Erderwärmung wichtig. Ein Team der Universität Göttingen und des Ulsan National Institutes for Science, Südkorea, hat einen vielversprechenden Ansatz gefunden: Katalytisch aktive Moleküle werden auf einer Oberfläche verankert, die als leitfähiger Elektronenlieferant dient. Die Moleküle begünstigen die chemische Reaktion. Solche Hybridsysteme machen sowohl die Eigenschaften der Moleküle als auch die Eigenschaften des Trägermaterials nutzbar. Die Ergebnisse sind in Science Advances erschienen. (Bild: Topographie periodisch angeordneter Moleküle auf einer Silberoberfläche – © Ole Bunjes, Uni Göttingen) weiterlesen…

Miscanthus und Wildblumen für nachhaltige Bioenergie vom Acker

Die Mischung macht’s – Studie zeigt positive Effekte einer Beimischung von Blühpflanzen zu Miscanthus bei energetischer Nutzung

Ein Team von Forschenden der Universität Hohenheim in Stuttgart, des Forschungszentrums Jülich und der Hunan Agricultural University in China hat untersucht, wie sich – neben dem Plus für das Ökosystem – vier ausgewählte  Wildpflanzenarten (Rainfarn, Beifuß, Wilde Karde und Gelber Steinklee) als Additive auf die Verbrennung von Miscanthus zur Energieerzeugung auswirken. Erste Ergebnisse sind jetzt in einer Studie in den Renewable and Sustainable Energy Reviews erschienen. weiterlesen…

EU-Verordnung gegen Entwaldung durch EU-Lieferketten

Regeln für Fleisch, Holz, Papier und Futterpflanzen

Klimawandel: Neue Regeln gegen weltweite Entwaldung durch EU-Konsum – Zwischen 1990 und 2020 ging eine Fläche größer als die EU durch Abholzung verloren, der EU-Verbrauch machte dabei rund 10% der Verluste aus. Um den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt zu bekämpfen, fordert das Europäische Parlament, dass in der EU verkaufte Produkte nicht von abgeholzten oder degradierten Wäldern stammen. Das Plenum des Europäischen Parlaments hat am 13.09.2022 mit 453 Stimmen bei 57 Gegenstimmen und 123 Enthaltungen in Straßburg seinen Standpunkt zur Verordnung über Entwaldungsfreie Lieferketten angenommen. weiterlesen…

Lesehinweis: „Könnten wir Solarenergie aus dem Weltall beziehen?“

Esa und Nasa experimentieren

Photovoltaik-Anlagen würden im Weltraum viel mehr Solarenergie ernten als auf der Erde. Damit sie so viel Strom wie ein irdisches Kernkraftwerk erzeugt, müsste eine solche Anlage zwar rund 15 Quadratkilometer groß sein, aber solche Projekte könnten sich dennoch bald lohnen: „Das Konzept ist bereit für einen industriellen Ansatz“, sagte der Leiter der zuständigen Abteilung bei der Europäischen Weltraumorganisation (Esa), Leopold Summerer, im vergangenen Dezember. Die Esa fördert 13 Forschungsprojekte zum Thema – denn obwohl die Idee eines solchen Solarkraftwerks schon ein Vierteljahrhundert alt ist, muss noch viel Entwicklungsarbeit bewältigt werden – so ein in GEO abgedruckter Artikel aus P.M. und Informationen auf der Esa-Webseite. weiterlesen…

Klimaschutz und Versorgungssicherheit: DUH-Notfallprogramm zur Reduktion von Öl- und Gasverbrauch

„21 konkrete und sofort umsetzbare Maßnahmen“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 12.09.2022 ein Notfallprogramm mit 21 Maßnahmen zur Reduktion des Öl- und Gasverbrauchs vorgelegt. Die Maßnahmen sind sofort umsetzbar und entfalten ihre Wirkung bereits in den folgenden beiden Wintern. Das Notfallprogramm umfasst Maßnahmen in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Energie und Industrie. Erste Vorschläge zur Energiereduktion in diesen Bereichen hatte die DUH bereits im März 2022 vorgelegt, diese wurden von den zuständigen Ministerien jedoch bis heute nicht umgesetzt. weiterlesen…

Deutsche Bahn will Wasserstoff transportieren

In ihren Kesselwagen, mit Flüssigkeit

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyWasserstoff gilt als Hoffnungsträger für die notwendige grüne Energieversorgung. Doch noch fehlen in Deutschland sowohl Lager als auch Verteilnetze. Nun hat sich laut einer Mitteilung von ARD-Tagesschau, FAZ und SPIEGEL vom 01.09.2022 die Deutsche Bahn ins Spiel gebracht und sich als Lieferantin für Wasserstoff für die Industrie angeboten. Mit Energieversorgern habe man ein Konzept erarbeitet, wie Wasserstoff in den bestehenden Kesselwagen der Güterbahn von den Seehäfen ins Hinterland transportiert werden könne, teilte die Bahn mit. Dies sei eine effiziente Alternative zum aufwändigen Bau von Pipelines. weiterlesen…

LUT: Schnellerer Ausstieg aus konventioneller Energieerzeugung bis 2035 günstiger

Europa klimaneutral bis 2035 mit bis zu 4,5 Terawatt Photovoltaik ist günstiger als 2050-Ziel

PV-Anlage typical - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyFossile Brennstoffe sind sehr teuer geworden. Angesichts dessen, haben Forschende der Lappeenranta-Lahti University of Technology (LUT) in Finnland (LUT) berechnet, dass ein schnellerer Ausstieg aus der konventionellen Energieerzeugung bis 2035 günstiger wäre, als – wie bisher geplant – die Klimaneutralität bis 2050 anzustreben. weiterlesen…

22% Plus in Asiens Solarsektor erwartet

Ember: China, Japan, Indonesien, Indien und die Philippinen führend – Asiens reichster Mann will Gigafactory bauen

In den kommenden Jahren wird in den 5 größten asiatischen Volkswirtschaften China, Japan, Indonesien, Indien und den Philippinen ein exponentielles Wachstum der Solarenergie erwartet, wobei das schnellste Wachstum in Indonesien und den Philippinen zu erwarten ist, so der Klima- und Energie Think Tank Ember am 07.09.2022. Die Analysten gehen davon aus, dass diese Länder ihre Solarkapazitäten jährlich um durchschnittlich 22 % ausbauen werden, was die Region zu einem globalen Zentrum der Solarenergie machen wird“. weiterlesen…