Agrokraftstoffe: Umweltverbände entlarven Mythen

Faktencheck: NGO fordern sofortigen Ausstieg

Ein Faktencheck der NGO Deutsche Umwelthilfe (DUH), foodwatch, Greenpeace, NABU, Robin Wood und Transport & Environment (T&E) widerlegt laut einer gemeinsamen Medienmitteilung vom 08.07.2022 den Mythos, der Einsatz von Agrokraftstoff sei vereinbar mit Klimaschutz und Nahrungsmittelsicherheit und mindere unsere Abhängigkeit von Russland. Anlass zur Veröffentlichung des Faktenchecks sind „aktuelle Versuche von Industrieverbänden, mit irreführenden oder schlichtweg falschen Aussagen den vom Umweltministerium angekündigten Ausstieg aus Agrokraftstoff zu verhindern“. Die gemeinten Verbände widersprechen prompt. weiterlesen…

Perowskit-Solarzellen grüner herstellen

ZSW entwickelt Verfahren mit umweltfreundlichem Lösungsmittel für industrielle Fertigung

Perowskit-Solarzellen, Hoffnungsträger der Photovoltaik, können einfach und kostengünstig aus Tintenlösungen hergestellt werden und haben unlängst Rekord-Wirkungsgrade im Labor bis 25,7 Prozent erzielt. Dabei kommen jedoch fast immer gesundheits- und umweltschädliche Lösungsmittel wie Dimethylformamid (DMF) zum Einsatz. Für eine industrielle großflächige Beschichtung von Perowskit-Solarzellen ist daher die Entwicklung von Verfahren mit weniger kritischen Lösungsmitteln dringend erforderlich. Einen entscheidenden Erfolg auf diesem Weg hat nun laut einer Medienmitteilung vom 07.07.2022 das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erzielt. weiterlesen…

Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung auf der Zielgeraden

Übermittlung zur Erörterung an relevante Akteure

Die Bundesregierung hat laut einer Medienmitteilung aus dem Bundesverkehrsministerium (BMDV) vom 08.07.2022 den neuen „Masterplan Ladeinfrastruktur II“ erarbeitet, Fahrplan für den Ladeinfrastrukturausbau für die Bundesregierung und weitere am Ausbau beteiligte Akteure. Der jetzt vorliegende Entwurf des Masterplans wurde federführend vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erarbeitet und wird nun an relevante Akteure wie Länder, Kommunen, Verbände und Unternehmen übermittelt, um mit Ihnen in einem nächsten Schritt dem die verschiedenen Maßnahmen zu erörtern. weiterlesen…

Equinor und VNG erweitern Zusammenarbeit bei Wasserstoff, Ammoniak und CO2-Abscheidung

Milliardenprojekt für blauen Wasserstoff in Rostock geplant

Die zwei Energie-Unternehmen aus Deutschland und Norwegen haben vereinbart, ihre bestehende Zusammenarbeit im Gassektor auf die neuen Bereiche CO2-armer Wasserstoff, CO2-armer Ammoniak sowie die Abscheidung, Nutzung und Offshore-Speicherung von CO2 (CCU und CCS) auszuweiten. Sie wollen dafür in Rostock in großem Stil mittels Dampfreformierung Wasserstoff aus Erdgas herstellen. Die produzierte Menge soll einem Fünftel der aktuellen Wasserstoff-Produktion in der Bundesrepublik entsprechen. Hierzu sei eine Anlage mi 1,3 Gigawatt Leistung geplant, die bis 230.000 Tonnen blauen Wasserstoff jährlich erzeugen soll, teilten VNG und Equinor mit. weiterlesen…

Auf dem Weg zum entwaldeten Planeten

Carlowitz zum Hohn

Als Ersatz für Beton beim Gebäudebau, für Plastik in Verpackungen und für Kohle und Gas beim Heizen: Holz gilt in vielen Bereichen als Allheilmittel für mehr Nachhaltigkeit. Eine Untersuchung von Universität Kassel und WWF belegt, dass der globale Holzverbrauch deutlich die nachhaltige Erntemenge übersteigt. Und: Die Deutschen verbrauchen doppelt so viel Holz wie der globale Durchschnitt. Die Nachfrage nach Holz steigt beständig, vor allem für Verpackungen, die Bauindustrie, Bioplastik und Bioenergie. weiterlesen…

IEA: Regierungen sollten gegen Chinas solare Dominanz vorgehen

„Special Report“ der IEA

„Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 07.07.2022 ihren Bericht zur weltweiten Versorgung mit Solarmodulen und deren Vorprodukten – erstellt. Der Special Report on Solar PV Global Supply Chains kommt zu dem Schluss, dass sich die globalen Klimaziele nur mit einer ‚diverseren‘ Versorgungskette erreichen lassen und dass die Konzentration der Produktionskapazitäten in China dem entgegen steht. Dabei richtet sich die Kritik weniger gegen die chinesische Industrie oder Regierung, sondern gegen die übrigen Länder.“ (nach photon.info/iea-regierungen-mussen-gegen-chinas-dominanz-der-solarindustrie-aktiv-werden). Denn die Welt brauche vielfältigere Lieferketten für Solarmodule, um einen sicheren Übergang zu Netto-Null-Emissionen zu gewährleisten. weiterlesen…

Teurer Spass

Teurer Spass

„Gehört dem Solarauto die Zukunft?“ fragte die ADAC-Motorwelt am 27.06.2022. Eine Testfahrt im „Lightyear Zero“ (vormals Lightyear One) im spanischen Tudela, nordwestlich von Saragoaasa, sei zwar vielversprechend verlaufen, denn mit Sonnenenergie lasse sich seine Reichweite von 600 auf 1.000 Kilometer verlängern. „Doch die serienreife Flunder hat einen Haken: ihr Preis.“ Gebaut hat den Lightyear Zero – mit EU-Unterstützung – Lex Hoefsloot und seine inzwischen 500 Mitarbeiter. weiterlesen…

2,6 Mio. Förderung für CCC Berlin-Brandenburg

Land Berlin fördert Ausbau der länderübergreifenden Klima-Allianz mit 34 Partnern

Mit der Verabschiedung des Berliner Doppelhaushalts 2022/2023 am 23.06.2022 wurde der Weg frei für eine Anschubförderung des Climate Change Center Berlin Brandenburg (CCC) durch den Berliner Senat in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Damit soll der weitere Aufbau des CCC vorangetrieben und langfristige Strukturen geschaffen werden, um Berlin als Zentrum der Forschung zu wissenschaftsgestützten Lösungen in der Klimakrise weiter zu stärken sowie die breite wissenschaftliche Expertise in der Metropolregion besser zu vernetzen. (Foto: TU Berlin – Hochhaus, Architektur, Mathematik, Fritz-Fischer-Bau – © m. frdl. Genehmigung, TU-Pressestelle, Dahl) weiterlesen…

Erstmals Potenzialflächen von Wasser kartiert

Über Verhalten einzelner Moleküle nur Statistisches bekannt

Flüssigkeiten sind schwerer zu beschreiben als Gase oder kristalline Feststoffe. Aber nun ist es einem HZB-Team gelungen, die Energieflächen von Wassermolekülen zu kartieren. Dies hilft zum Beispiel, die Chemie in Wasser besser zu verstehen. Flüssigkeiten sind schwerer zu beschreiben als Gase oder kristalline Feststoffe. Ein HZB-Team hat nun an der Swiss Light Source SLS des Paul Scherrer Instituts, Schweiz, erstmals die Potenzialflächen von Wassermolekülen in flüssigem Wasser unter normalen Umgebungsbedingungen kartiert. Das trägt dazu bei, die Chemie des Wassers und in wässrigen Lösungen besser zu verstehen. Diese Untersuchungen können demnächst an der neu errichteten METRIXS-Station an der Röntgenquelle BESSY II fortgesetzt werden. weiterlesen…

Klimawandel und Landnutzungsänderungen begünstigen Hochwasser

KIT: Aktuelle Studien zur Flutkatastrophe in der Eifel 2021

Auf rund 32 Milliarden Euro schätzt die deutsche Bundesregierung den Gesamtschaden der verheerenden Überschwemmungen im Juli 2021. Wie Niederschläge, Verdunstungsprozesse, Gewässer- und Abflussverhalten dieses Hochwasser begünstigten, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in zwei Studien untersucht, schreibt Dominik Kuhn auf der KIT-Website. Um künftig besser auf solche Extremereignisse vorbereitet zu sein, raten sie dazu, bei Risikobewertungen die Landschaft und Flussverläufe, deren Veränderungen und den Sedimenttransport stärker zu berücksichtigen. Zukunftsprojektionen zeigen außerdem eine zunehmende räumliche Ausdehnung und Häufigkeit solcher Extremereignisse sowie erhöhte Niederschlagsmengen. (Foto: Überschwemmung in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…