Stellungnahmen zur EEG-Reform

Green Planet Energy: „Verbesserungen bei Mieterstrom und solarer Eigenversorgung nötig“

Angesichts der bevorstehenden Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) reichten etliche NGO ihr Stellungnahmen ein. Darunter die Energiegenossenschaft Green Planet Energy, der BEE, der bne und der VKU. Es wurden dringend Verbesserungen bei Mieterstrom und der Eigenversorgung aus Photovoltaikanlagen angemahnt. Insgesamt sei der Gesetzesentwurf mit seinem klaren Fokus auf die Beschleunigung des Erneuerbaren-Ausbaus aber ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung, so Green Planet Energy in ihrer am 17.03.2022 an das Bundeswirtschaftsministerium versandten Stellungnahme zur aktuellen Novelle. Der BEE vermisst dagegen einen wirkichen Aufbruch. Der bne schlägt eine Weiterentwicklung der Anlagenzusammenfassung bei Dach-PV vor. Und der VKU findet es bedauerlich, dass die im Gesetzentwurf vorgeschlagenen Änderungen des KWKG keine Perspektive für den dringend notwendigen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung bieten. weiterlesen…

Deutschland sitzt bald auf dem Trockenen

Erstmals publizierte Satellitendaten zeigen dramatischen Grundwasserschwund

Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren dramatisch an Wasser verloren, gehört inzwischen zu den Regionen mit dem relativ höchsten Wasserverlust weltweit. Das verdeutlicht auch der jährliche Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig (UFZ – rechts). Experten schätzen aufgrund neuer, bisher unveröffentlichter Analysen, dass der Verlust der gesamten Wassermenge des Bodensees entspricht. Die Erkenntnisse wurden in der Fernsehdokumentation „Bis zum letzten Tropfen“ am 16,03,2022 im Rahmen eines „ARD-Event“ genannten Themenabends (#unserwasser) veröffentlicht. Die Dokumentation folgte einem Spielfilm zur gleichen Thematik. Es scheint, als säßen wir bald im Wortsinn auf dem Trockenen. weiterlesen…

Fe-Einzelatomkatalysatoren für die Schadstoffbekämpfung

Upcycling von Biomasseabfällen

Durch Schwermetalle kontaminierte Pflanzen und der Missbrauch von Antibiotika behindern die nachhaltige Entwicklung der Menschheit, da sie sich direkt auf die Ernährungssicherheit und die Sicherheit des Trinkwassers auswirken. Beide Schadstoffe sind umweltbeständig und giftig und können langfristig negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die ökologische Umwelt haben. Die zunehmende Besorgnis über die angesprochenen Probleme hat die Suche von Forschern im Dalian Institute of Chemical Physics nach einer nachhaltigen, umweltfreundlicheren Lösung gefördert. Und zu Untersuchungsergebnissen geführt, die am 10.03.2022 im Journal of Energy Chemistry veröffentlicht wurden sind. weiterlesen…

Aus Abfall Erdöl-Ersatz herstellen

Neue Pilotanlage

Um der Abhängigkeit von Erdöl, Gas und Kohle entgegenzuwirken und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe voranzutreiben, erforscht die Technische Universität Dresden mit ihrer neuen Pilotanlage, wie innovative Wertstoffe aus Restprodukten der Land- und Forstwirtschaft oder auch aus Gräsern nachhaltig hergestellt werden können. Mit Planung und Bau der Pilotanlage zur thermischen Aufbereitung von Biomassen beauftragte die TU Dresden die Thermische Apparate Freiberg GmbH (TAF). (Foto: Zellulose-Kochersystem – Foto m. frdl. Genehmigung © Jörg Ulrich, TU Dresden) weiterlesen…

MCC: Energiepreiskrise lässt sich für private Haushalte wirksam abmildern

Soziale Härten vermeiden

Steigende Kosten sind unvermeidbar, wenn wir uns aus der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas lösen wollen. Eine MCC-(Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change)-Studie zeigt, wie wir dabei soziale Härten vermeiden können. Der Anstieg der Energiepreise im Zuge des Ukraine-Kriegs droht viele Haushalte in Deutschland zu überfordern. Allerdings kann der Staat wirksam gegensteuern – und dabei von Erkenntnissen aus der Forschung zu Klimapolitik profitieren, wo es ja ebenfalls um höhere Energiepreise und Ausbalancieren der Folgen geht. weiterlesen…

32-Seiten-Studie „Energiesicherheit und Klimaschutz vereinen“

Mit Effizienz und Erneuerbaren aus der fossilen Energiekrise

Eine ambitionierte Wärmewende und der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen es Deutschland, bis 2027 seinen Gasbedarf insgesamt um rund ein Fünftel zu reduzieren. Bei einem akuten Versorgungsausfall russischer Gasimporte können die nötigen Einsparungen mit erheblichen Anstrengungen, etwa beim Brennstoffwechsel und der Energieeffizienz, nahezu erreicht werde. Das zeigen am 17.03.2022 unter dem Titel „Energiesicherheit und Klimaschutz vereinen – Maßnahmen für den Weg aus der fossilen Energiekrise“ veröffentlichte aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende in Zusammenarbeit mit Prognos und dem Wuppertal Institut. weiterlesen…

CO2-neutrales Lithium als Ziel

Produktion von Lithiumhydroxid nachhaltiger gestalten

Die deutsch-kanadische Firma Rock Tech Lithium hat mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und dem Anbieter für die Nachverfolgung von Lieferketten Circulor eine Zusammenarbeit vereinbart. Die deutsch-kanadische Firma, die ab 2024 Lithiumhydroxid an Hersteller von Batterien für Elektroautos liefern will, veröffentlichte zuletzt Baupläne für die erste europäische Lithiumfabrik (Konverter) in Brandenburg. Diese soll nun auch die erste Fabrik der Branche werden, die CO2-Neutralität und einen geschlossenen Materialkreislauf sowohl für Lithium als auch für wertvolle Nebenprodukte anstrebt. (Foto: An der Luft infolge Nitridbildung angelaufenes Lithiummetall © Rrausch, 1974 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Benzin aus CO2-Hydrierung

Weltweit erstes Pilotprojekt schließt Probebetrieb ab


Die weltweit erste Demonstrationsanlage zur Herstellung von 1.000 Tonnen Benzin pro Jahr aus CO2-Hydrierung im Zoucheng Industrial Park in der chinesischen Provinz Shandong hat am 04.03.2022 ihren Probebetrieb und die Technologiebewertung abgeschlossen. Das Projekt wurde gemeinsam vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der Zhuhai Futian Energy Technology Co., Ltd. entwickelt. Die Technologie zur Hydrierung von Kohlendioxid zu Benzin wurde in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

+1° Erderwärmung = -5% Wachstum

Temperaturvariabilität mit subnationalen Wirtschaftsdaten für 1.537 Regionen weltweit über 40 Jahre beobachtet

Tägliche Temperaturschwankungen. also kurzfristige Variabilität, hat einen erheblichen Einfluss auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum, so ein in Nature Climate Change veröffentlichter Artikel („Day-to-day temperature variability reduces economic growth“) von Maximilian Kotz et al. vom PIK-Potsdam. Erhöht sich diese Variabilität um 1° Celsius, wird das Wirtschaftswachstum im Durchschnitt um 5 Prozentpunkte reduziert. Besonders betroffen sind Volkswirtschaften in einkommensschwachen Regionen des globalen Südens, wo die saisonalen Temperaturunterschiede bis zu 3° C betragen können und Bauern und Kleinunternehmer noch keine Resilienz gegen Temperaturschwankungen kultiviert haben. weiterlesen…

Sauerstoffentwicklung erleichtern

Elektrode aus kostengünstigen erdreichen Metallen mit Potenzial für Herstellung von grünem Kraftstoff

Ein Metallschaum könnte die Grundlage für eine kostengünstige Methode zur Erzeugung kohlenstofffreier Kraftstoffe bilden. Forscher der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie (KAUST) in Thuwal bei Mekka haben eine kostengünstige Elektrode entwickelt, die Wassermoleküle spalten kann, wobei an der Anode Sauerstoff und an der Kathode Wasserstoff freigesetzt wird. Das Ergebnis wurde am 04.03.2022 in Cell Reports Physical Science veröffentlicht. (Grafik: Metallschaum als kostengünstige Methode zur Erzeugung kohlenstofffreier Brennstoffe – © KAUST weiterlesen…