Wachstumsunabhängig in die Zukunft


Wachstumsunabhängig in die Zukunft – Zahrnt: “Es geht um Wachstum oder Klimaschutz”

Die globale Umwelt- und Klimakrise erfordert einen gesellschaftlichen Wandel. Immer stärker wird dabei die Forderung, auch das Thema Wirtschaftswachstum neu zu denken. Zu häufig werde ambitionierte Umweltpolitik aus Gründen eines Wachstumsvorbehalts nicht umgesetzt, so die Kritik. Auf der gemeinsam von Forschern des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie im Auftrag des Umweltbundesamtes ausgerichteten Tagung „Herausforderung Wachstumsunabhängigkeit“ diskutierten am 05.11.2018 in Berlin fast 200 Akteure aus verschiedenen Politikressorts, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft darüber, wie unsere Gesellschaft widerstandsfähiger werden kann weiterlesen…

Wachstum in der Klimawissenschaft: Ein blinder Fleck


Neue Studie zur Einhaltung der UN-Klimaziele fordert wirtschaftliches Umdenken

Eine am 27.09.2018 veröffentlichte Studie der Heinrich-Böll-Stiftung und des Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. kritisiert die in den Berichten des Weltklimarats IPCC berücksichtigten Klimaschutzszenarien als unzureichend. Die von Kai Kuhnhenn vom Konzeptwerk erstellte Untersuchung bemängelt, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen weiterhin ausschließlich auf konventionellen Wachstumsmodellen basieren und zeitweise Überschreitungen der Erwärmungsgrenzen von 1,5°C oder 2°C zulassen. weiterlesen…

Jacksons Wohlstand ohne Wachstum neu


Mehr Spaß mit weniger Zeug”

Als Tim Jacksons Buch Wohlstand ohne Wachstum vor sechs Jahren zum ersten Mal erschien, entwickelte es sich schnell zum Standardwerk, zur “Bibel der Wachstumskritik”. Die brisante Diagnose des renommierten britischen Ökonomen lautete damals: “Unsere gesamte Wirtschaftsordnung baut auf ewigem Wachstum auf – aber nun brauchen wir einen anderen Motor” – und daran hat sich auch heute nichts geändert. In Berlin präsentierte die Heinrich-Böll-Stiftung das Buch am 19.07.2017.
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„Große Transformation und die Medien”


Alternativen zum Wachstum als Leitbild der Kommunikation – Tagung der Evangelischen Akademie zu Berlin

Die Menschen verändern den Planeten in einem nicht gekannten Ausmaß, so dass von einem neuen Erdzeitalter – dem Anthropozän – gesprochen wird. Zugleich erreichen uns paradoxe Bilder: Einerseits vertreten viele Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik die Vision eines linearen Fortschritts. Andererseits erreichen uns Bilder rauchender Regionen, öder Ökosysteme und uns unbekannter, aber bereits weggestorbener Arten. Bilder und Hinweise auf Problemlösungen, auf Handlungspotenziale in Richtung einer „Großen Transformation“, um der Verantwortung im Anthropozän gerecht zu werden, sind angesichts dessen selten. Eine Tagung*) in der Evangelischen Akademie zu Berlin untersuchte am 10. und 11.07.2017 Bedingungen und Ursachen entlang der Frage: “Wie kommuniziert man die Wende, das Neue Anthropozän?” weiterlesen…

Ausbeutung von Mensch und Natur nimmt weiter Fahrt auf


Lösung aktueller Umweltprobleme weder mit technologischen Neuerungen noch mit grünem Kapitalismus

“Lauter Kaiser auf dem SUV-Thron” überschreibt Alexander Behr auf ORF.at seine Rezension des Buches von Ulrich Brand und Markus Wissen “Imperiale Lebensweise – Zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Zeiten des globalen Kapitalismus”. Die beiden Politikwissenschaftler aus Wien und Berlin hätten “eine äußerst lesenswerte Analyse der aktuellen Umweltproblematik vorgelegt”. Unsere “imperiale Lebensweise” richtet an anderen Orten des Globus ökologischen und sozialen Schaden an; die Folgen des Konsums werden externalisiert. weiterlesen…

Ein Prozent ist genug


Buchneuerscheinung – mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen – Lösungen in Zeiten geringen Wachstums

oekom-verlag - logoDie Fronten sind verhärtet: hier die Anhänger des Degrowth, die negatives Wachstum für unverzichtbar halten – dort die Mehrheit der Wachstumsgläubigen, die noch immer von zweistelligen Zuwächsen träumt, obwohl solche Zahlen auf Dauer unmöglich sind. Doch gibt es wirklich keine Lösungen dazwischen? Vorschläge in einem neuen Buch. weiterlesen…

“Abkehr von Wachstumsgesellschaft überfällig”

Helmut Röscheisen im Solarify-Selbst-Gespräch über zentrale Herausforderungen der Umweltverbände

Helmut Röscheisen, nach 35 Jahren ausgeschiedener DNR-Generalsekretär, fordert im Solarify-Selbst-Gespräch die “Abkehr von der Wachstumsgesellschaft”, denn wir hätten die “ökologischen Grenzen etwa bei der biologischen Vielfalt und beim Klimaschutz längst überschritten”. Anfangen müsse das mit der eingebauten Verkürzung der Lebensdauer von Produkten (Obsoleszenz). Röscheisen will eine “Kennzeichnungspflicht für die Gebrauchsdauer, die Reparierbarkeit, die Ersatzteilverfügbarkeit und des durchschnittlichen Zeitpunktes für den ersten Schadenseintritt” einführen. Außerdem müsse die Ressourceneffizienz entscheidend gesteigert werden. weiterlesen…