Eine Million Gebäudesanierungen pro Jahr gefordert

Aktionsbündnis aus Architekten, Bau-Experten und Umweltschützern will Sanierungsoffensive für Klimaschutz

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und Bundesarchitektenkammer (BAK) fordern in einem gemeinsamen Positionspapier sofortiges Handeln bei der Sanierung von Bestandsgebäuden auf. Sie warnen, ohne eine schnelle, klimagerechte Sanierungswelle seien die Klimaziele nicht zu erreichen. Das neue, breite Aktionsbündnis aus Architekten, Bau-Experten und Umweltschützern forderte am 16.03.2021 von der künftigen Bundesregierung den sofortigen Start einer Sanierungswelle für Bestandsgebäude in Deutschland. weiterlesen…

Berliner Konferenz bringt wichtigste Player der globalen Energiewende zusammen – und erntet scharfe Kritik

„Transatlantische Partnerschaft mit neuem Schwung zurück“ – Aufrüttelndes Statement: „Wir können keine Kohle essen und wir können kein Öl trinken“

Außenminister Heiko Maas, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, eröffneten am 16.03.2021 den 7. Berlin Energy Transition Dialogue (BETD). Unter dem Motto „Towards climate neutrality“ diskutieren Ministerinnen und Minister sowie hochrangige Delegationen aus mehr als 50 Ländern virtuell mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über Strategien für den intelligenten Umbau der Energiesysteme weltweit, um die Energiewende weiter entschlossen auf den Weg zu bringen. Eine ugandische Klimaaktivistin überraschte mit Statement im Greta-Stil. weiterlesen…

Treibhausgasausstoß sank 2020 um 8,7 % – ein Drittel davon Corona-geschuldet

40,8 Prozent Rückgang seit 1990 – positiver Trend der Vorjahre setzt sich fort

In Deutschland wurden 2020 rund 739 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – das sind rund 70 Mio. t oder 8,7 Prozent weniger als 2019. Das geht laute einer gemeinsamen Pressemitteilung von Umweltbundesamt (UBA) und Bundesumweltministerium (BMU) aus den UBA-Emissionsdaten hervor, die erstmals nach den Vorgaben des Bundesklimaschutzgesetzes vorgelegt wurden. Die Minderung 2020 ist der größte jährliche Rückgang seit dem Jahr der deutschen Einheit 1990. weiterlesen…

Supraleitung bei Raumtemperatur?

Druck noch zu hoch

Vor 111 Jahren entdeckte der niederländische Physik-Nobelpreisträger Heike Kamerlingh Onnes das Phänomen der Supraleitung (in Quecksilber) – eines sogenannten makroskopischen Quantenzustands. Inzwischen sind zwar viele Materialien bekannt, die verlustfrei Strom leiten, bisher aber nur bei extrem niedrigen Temperaturen. Deshalb wurde seitdem viel daran geforscht, ein Material zu finden oder zu konstruieren, das auch bei Umgebungstemperatur verlustfrei Strom leitet. Inzwischen sind dabei etwa an der Universität Rochester im US-Staat New York große Fortschritte erzielt worden, aber es bleiben Zweifel. (Foto: Hoher Druck durch Amboss aus zwei Diamanten – © J. Adam Fenster, University of Rochester) weiterlesen…

VW, Daimler und BMW schönen Beitrag zum Klimaschutz

Greenpeace-Analyse: Die drei großen deutschen Autobauer haben CO2-Ausstoß seit 2006 viel zu wenig gesenkt

Eine Greenpeace-Analyse europäischer Zulassungszahlen zeigt: Abzüglich aller Schlupflöcher senkte Daimler den CO2-Ausstoß seiner Neuwagen in den vergangenen 14 Jahren lediglich um 9 Prozent, Volkswagen nur um 15 Prozent und BMW um 18 Prozent (act.gp/3exNVzZ). Durch Schlupflöcher und Rechentricks können die Hersteller sich auf dem Papier ein Vielfaches der CO2-Ersparnis gutschreiben, die ihre Autos auf der Straße erreichen. Das ist das Ergebnis der am 12.03.2021 vorgestellten Greenpeace-Analyse. weiterlesen…

Plastikschmutzfinken am Pranger

Fluch und Segen zugleich – Kunststoffverschmutzung

Der kürzlich erschienene achte DIRTY PROFITS Report widmet sich dem Thema „Plastikprofite von Banken und Konzernen und ihre Folgen für die Umwelt“. In der durch die Friedrich-Ebert-Stiftung mitgeförderte Ausgabe hat Herausgeberin Facing Finance die finanziellen Beteiligungen europäischer Banken an internationalen Konzernen untersucht, die an der globalen Plastikverschmutzung maßgeblichen Anteil haben. (Titel: Dirty Profits 8 – © facing-finance.org) weiterlesen…

2035 klimaneutral leben – wie?

(K)eine Utopie

Keine Frage: Wir müssen bis 2035 klimaneutral leben, spätestens. Eigentlich haben wir sogar nur noch mehr oder weniger 10 Jahre Zeit (siehe: agentur-zukunft.eu/co2-preis-und-kampf-gegen-ungleichheit) – denn nur so kann die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Was schon heute dafür passieren muss, hat die Beratungsagentur Arepo im Auftrag des Grünstromversorgers Lichtblick im Report „Klimaneutral leben 2035“ aufgeschrieben (Foto: COP21-Präsidium mit Hollande – Screenshot © unfccc6.meta-fusion.com, gemeinfrei). weiterlesen…

180-Millionen-Euro-Förderinitiative für nachhaltige Batterien startet

Altmaier: „Battery Alliance und Batterie-IPCEIs sind Blaupause für europäische Zukunftsprojekte“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) baut seine Batteriezellförderung weiter aus: Mit einer neuen Förderinitiative unterstützt das BMWi jetzt die Forschung und Entwicklung für nachhaltige Batterien. Beispiel: Das Vorhaben „GridBatt – Batterietechnologien zur Sicherung eines stabilen Netzbetriebes“ – eines der ersten Projekte im Rahmen der Förderlinie „Forschungsfabrik Batterie“ im Cluster „Batterienutzungskonzepte“. Das Forschungszentrum Energiespeichertechnologien (EST) der TU Clausthal koordiniert das Verbundprojekt. (Foto: In diesem Labor wird zu leistungsstarken Batteriespeichern geforscht – © TU Clausthal). weiterlesen…

RWE baut erste schwimmende PV-Anlage

6,1 Megawatt aus 13.400 Solarmodulen

RWE hat den Bau seiner ersten schwimmenden Photovoltaik-Anlage angekündigt, schreibt Sandra Enkhardt am 11.03.2021 auf pv magazine. Das Projekt wird auf einem See in der Nähe des Kraftwerk Amer Geertruidenberg in der niederländischen Provinz Noord-Brabant realisiert. Insgesamt 13.400 Solarmodule sollen dafür zu Wasser gelassen werden, wie der Energiekonzern am 11.03.2021 mitteilte. Die Leistung der schwimmenden Photovoltaik-Anlage betrage 6,1 MW. (Grafik: Schwimmende und Freiflächenanlage ergänzen eine Dachanlage, die bereits 2018 auf dem Kraftwerk Amer installiert wurde – © RWE) weiterlesen…

Auch im Ländle bald PV-Pflicht für Neubauten

Rückenwind von CDU für Politik des Umweltministeriums

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) freut sich über die Unterstützung für sein Vorhaben, landesweit eine Pflicht für Photovoltaik-Anlagen bei Neubauten einzuführen. „Es ist gut zu wissen, dass wir die CDU bei diesem Plan an unserer Seite haben“, sagte Untersteller. Die grün-schwarze Regierungskoalition in Baden-Württemberg hat sich im Jahr 2020 auf eine Solaranlagen-Pflicht im Land geeinigt. Im Rahmen der Novelle des Klimaschutzgesetzes wurde beschlossen, dass die Solaranlagen-Pflicht für alle Nicht-Wohngebäude im Jahr 2022 in Kraft tritt. weiterlesen…