Wasserstoff in leitender Funktion

Extremtemperaturen für Supraleitung

Stoffe, die Verlustfrei Strom leitende, würden in vielen Bereichen die Energieeffizienz erhöhen. Dafür müssten allerdings die Temperaturen, bei denen diese Supraleitung auftritt, praxistauglicher werden. Mikhail Eremets und sein Team am Max-Planck-Institut für Chemie sind diesem Ziel mit einem neuen Ansatz deutlich näher gekommen – nicht zuletzt, indem sie ihre Materialien unter extremst starken Druck setzen – so Christian J. Meier am 31.03.2022 auf der Internetseite des Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. (Foto: Edelsteinpresse – © Jan Hosan für MPI für Chemie – mit frdl. Genehmigung) weiterlesen…

Osterpaket „Beschleuniger für erneuerbare Energien“

Kabinett verabschiedet zentrale Gesetzesnovelle

Das Bundeskabinett hat am 06.04.2022 auf Vorschlag von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck das sogenannte Osterpaket verabschiedet. Dabei handelt es sich um die größte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten. Mit dem Osterpaket werden einer Medienmitteilung aus dem BMWK zufolge verschiedene Energiegesetze umfassend novelliert, um so den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und konsequent voranzutreiben. weiterlesen…

EE vorantreiben

Einigung bei naturverträglichem Ausbau der Windenergie

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent und bis 2035 auf 100 Prozent zu erhöhen. Klimaneutralität soll bis spätestens 2045 erreicht werden. Der Ausbau hat inzwischen eine doppelte Dringlichkeit: Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Klimakrise wirksam einzudämmen. Und: es ist angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine notwendig, Deutschland aus dem Klammergriff der russischen Energieimporte zu befreien. Entscheidender Schlüssel dafür ist der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien – eine Frage der öffentlichen Sicherheit, der ökologischen Vernunft und auch der ökonomischen Zukunftsfähigkeit. Daher setzt die Bundesregierung alle Hebel in Bewegung, Planungs- und Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien zu beschleunigen. Vor allem müssen – so eine Medienmitteilung aus Berlin – die notwendigen Flächen für den Windenergieausbau rechtzeitig bereitgestellt werden. Dazu wird die Bundesregierung ein Wind-an-Land-Gesetz vorlegen, das die Länder verpflichtet, zwei Prozent ihrer Fläche für die Windenergie an Land zur Verfügung zu stellen. weiterlesen…

Licht macht Ionen beweglich

Leistungsteigerung von Brennstoffzellen und Lithium-Ionen-Akkus

Lithium-Ionen-Akkus, Brennstoffzellen und viele andere elektrische Einrichtungen sind auf gute Beweglichkeit von Ionen angewiesen. Doch dieser stehen viele Hindernissen entgegen. Ein Forschungsteam um Jennifer L. M. Rupp von der Technischen Universität München (TUM) und Harry L. Tuller vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat nun erstmals gezeigt, dass sich Licht nutzen lässt, um die Beweglichkeit der Ionen zu erhöhen und die Leistung entsprechender Geräte zu verbessern. weiterlesen…

Lemke und Habeck liefern

Lemke und Habeck legen Eckpunkte für schnelleren Windkraft-Ausbau und einheitliche Artenschutzvorgaben vor

Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium wollen die artenschutzfachliche Prüfung für Windenergieanlagen an Land vereinfachen und effizienter gestalten. Ziel ist es, unter Wahrung hoher und europarechtlich gebotener ökologischer Schutzstandards Windenergieanlagen zügig und rechtssicher zu genehmigen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um den Ausbau der Windenergie in Deutschland zu beschleunigen. Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und Bundesumweltministerin Steffi Lemke haben dazu am 04.04.2022 ein gemeinsames Eckpunkte-Papier vorgestellt. (Titel: Eckpunkte-Papier – © BMUV, BMWK;) weiterlesen…

BEE: Französische Energiepreise illustrieren nuklearen Irrweg

BEE-Erklärung: Frankreichs Tagesmittel siebenmal so hoch

Am 04.04.2022 kam es zu extremen Energiepreisunterschieden am Spotmarkt, an dem kurzfristig verfügbare Energiemengen gehandelt werden. Frankreich muss im europäischen Vergleich einer Medienmitteilung zufolge die höchsten Preise je MWh zahlen. In Deutschland stabilisieren hohe Einspeisungen der Erneuerbaren diese Preisausschläge. Während Deutschland im Tagesmittel zu vergleichsweise günstigen Preisen Strom einkaufen kann, zahlen alle unsere westlichen Nachbarn, vor allem Frankreich, viel mehr. Der deutsche Spotpreis liegt im Tagesmittel bei rund 75 Euro je MWh. Weniger zahlen nur Schweden, Finnland, Dänemark und Teile Norwegens. Im gleichen Zeitraum liegt das französische Tagesmittel bei 550 Euro – mehr als siebenmal so hoch. weiterlesen…

Hohe Speicherkapazität und kurze Ladezeit

Nanowelt zwischen Batterie und Kondensator eröffnet neue Perspektiven

Superkondensatoren und Batterien sind Energiespeichertypen mit unterschiedlichen Vorteilen. Während Batterien mit hohen Speicherkapazitäten punkten, überzeugt bei den Superkondensatoren die kurze Ladezeit. Gibt es Schnittmengen bei den zugrundeliegenden Technologien? Lassen sich die Vorteile aus beiden Welten verbinden? Damit beschäftigt sich das Autorenteam um Prof. Volker Presser vom Saarbrücker Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) und Simon Fleischmann, Helmholtz-Institut Ulm (HIU), in ihrem Perspektivartikel in Nature Energy. weiterlesen…

Ethanol technisch effizient herstellbar und finanziell wettbewerbsfähig

Treibstoff aus Restholz – über Essigsäure

Dem jüngsten Sachstandsbericht des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change) zufolge müssen die CO2-Emissionen erheblich verringertwerden, um den Klimawandel und seine Folgen zu begrenzen. Die Produktion von Kraftstoffen aus erneuerbaren Quellen wie Altholz und Stroh oder Grünstrom wäre eine Möglichkeit, die Kohlenstoffemissionen im Verkehrsbereich zu verringern. Diesem Thema widmen sich Forschende am Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München (TUM) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Lappeenranta-Lahti (LUT) in Finnland. weiterlesen…

Brennstoffzellen sollen Dieselgeneratoren überflüssig machen

Wasserstoff als Ersatz

Dieselgeneratoren übernehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern oft die lokale Stromversorgung – und pusten Millionen Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre. Um diese Emissionen künftig einzusparen, entwickelt ein Forschungsteam vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA gemeinsam mit der CBC GmbH & Co. KG und der Universität Bayreuth derzeit einen Stromgenerator, der mit Wasserstoff betrieben wird. (Grafik: Aufbau einer Brennstoffzelle © Andreas Rosin, Universität Bayreuth IPA Fraunhofer) weiterlesen…

Synergien stärken Klimaschutz und Versorgungssicherheit

Hy3-Studie: Abschlussbericht zeigt Synergien für niederländisch-deutsche Wasserstoffwirtschaft

Im Rahmen der Hy3-Studie hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) untersucht, wie eine transnationale Wasserstoffwirtschaft im Jahr 2050 aussehen könnte. Der Abschlussbericht zeigt nun die Machbarkeit von grenzüberschreitenden grünen Wasserstoff-Wertschöpfungsketten auf – von der Nordsee über die Industriecluster der Niederlande bis nach Nordrhein-Westfalen (NRW). Die transnationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines gemeinsamen Wasserstoffmarktes und dem Aufbau von Wasserstoffinfrastrukturen kann laut der Studie die betrachteten Regionen bei der Dekarbonisierung ihrer Wirtschaftscluster stärken. (Titel: Hy3-Machbarkeitsstudie – © dena; Forschungszentrum Jülich; TNO Innovation for life;) weiterlesen…