Ungleichheiten können nachhaltige Entwicklung gefährden

Digitalisierung der Industrie

Mit dem UN-Nachhaltigkeitsziel 9 will die Staatengemeinschaft eine nachhaltige Industrie und Infrastruktur fördern. Die Digitalisierung kann den Marktzugang und die Positionierung von Unternehmen in nachhaltigen Wertschöpfungsketten beeinflussen. Wenn aber einzelne Länder oder auch bestimmte Sektoren bei der digitalen Entwicklung abgehängt werden, gibt das Anlass zur Sorge. Eine am 28.11.2022 publizierte Untersuchung des Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam e.V. (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, IASS) vermittelt Einblicke in das Ausmaß von Ungleichheiten beim Einsatz digitaler Technologien. weiterlesen…

Letzter Aufruf für 1,5 Grad

Wuppertal Institut veröffentlicht Analysebericht zur 27. UN-Klimakonferenz COP27

Als am Morgen des 20.11.2022 eher lustlos der Hammer fiel, war die 27. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) in Sharm El Sheikh mit eineinhalb Tagen Verspätung zu Ende. Im Fokus der Verhandlungen hatte die Frage gestanden, ob die Lücke zwischen den Zielen des Pariser Abkommens und den tatsächlichen Maßnahmen geschlossen werden konnte und ob eine Verbesserung der internationalen Unterstützung für Entwicklungsländer im Allgemeinen und die Finanzierung der durch den Klimawandel verursachten Verluste und Schäden im Besonderen gelingen kann. Forschende des Wuppertal Instituts haben die Klima-Verhandlungen vor Ort verfolgt und nun die wichtigsten Verhandlungsergebnisse in einer Analyse zusammengefasst. (Foto: Eröffnung der COP27 – © UNFCCC 6 Nov 22 Simon Stiel, Kiara Worth 3 – CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

„Den Wasserstoff liefern, den Europa braucht“

Alte Idee, neu aufgelegt

Die Grundidee ist schon alt: Solarenergie wird als Strom, Wasserstoff oder Ammoniak aus der Sahara nach Europa exportiert, um unsere Energieprobleme zu lösen. Ist das aber tatsächlich ein gangbarer Weg? Ökologisch betrachtet könnte die Idee sinnvoll sein, weil dadurch fossile Energieressourcen im Boden bleiben, aber ist es auch moralisch vertretbar, oder wäre es eine neue Art des Kolonialismus? Und wie viel Arbeit und Geld müssten investiert werden, und wie hoch sind die Transportverluste? fragt Autor in einem Artikel am 27.11.2022 im Magazin hzwei.info. weiterlesen…

Verpackungssysteme im Wettbewerb

Einwegkarton aus Pappe oder Mehrwegsteige aus Kunststoff – welche Verpackung ist nachhaltiger?

Weg vom Kunststoff hin zu Papier, Karton oder Pappe – wie nachhaltig ist der neue Verpackungstrend? Im aktuellen Bericht »Mehrwegsteige aus Kunststoff vs. Einwegkarton aus Pappe – zwei Verpackungssysteme im Wettbewerb«1 erläutern das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP im Auftrag der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) Hintergründe und Zusammenhänge zu ökologischen Wirkungen des Einwegkartons und der Kunststoff-Mehrwegsteige. Ein darauf aufbauender genereller Diskurs zum Thema Einweg vs. Mehrweg soll Akteuren der Politik Hilfestellung geben, die richtigen Weichen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft der Zukunft zu stellen. weiterlesen…

Sparsame Ökostromkundinnen

Umfrage zur Energiekrise: Große Mehrheit der Deutschen spart Strom

Schon vor dem russischen Angriffskrieg hatte die Energiekrise begonnen. Seit dem Spätsommer 2021 begannen die Energiepreise an den Großhandelsmärkten zu steigen. Zunächst der Preis im Europäischen Emissionshandel, der Gas und Kohle verteuerte. Zugleich mussten die beiden Energieträger über mehrere Monate die unterdurchschnittliche Windkrafteinspeisung am Strommarkt ersetzen. Dieser Umstand und eine nach den Corona-Einschränkungen aufgrund der wirtschaftlichen Erholung Asiens hochschellende Nachfrage nach Gas sorgten dafür, dass Gas zu einem knappen Gut wurde. Der Gaspreis an den Großhandelsmärkten verdreifachte sich zwischenzeitlich, schreibt energiezukunft am 23.11.2022. weiterlesen…

Südostniedersachsen „Vorreiter für Kreislaufwirtschaft“ in Deutschland

EU nimmt die Region als Pionier in die „Circular Cities and Regions Initiative“ (CCRI) auf

Südostniedersachsen wird einerMedienmitteilung des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig zufolge neben München und Berlin in die Gruppe der „Circular Cities and Regions Initiative“ (CCRI) der Europäischen Union aufgenommen. Damit erhält die Region direkten Zugang zu Informationen und Erfahrungen aus dem europäischen Netzwerk der Pilotregionen und verbessert dadurch ihre Ausgangsposition bei der Umstellung der Prozesse zu einer systemischen Kreislaufwirtschaft. weiterlesen…

„Eine Art Ebay für industrielle Abfälle“

Circular Valley-Gründer Carsten Gerhardt über Start-ups in der Kreislaufwirtschaft

Höchste Zeit, dass wir bereits vor dem Produktionsbeginn überlegen, was mit den benutzten Rohstoffen am Lebensende der hergestellten Gegenstände geschieht – Circular Valley-Gründer Carsten Gerhardt in der Wirtschaftswoche über das neue Projekt: „Wir verorten das Circular Valley im gesamten Rhein-Ruhr-Raum, dem größten Ballungsraum Europas. Hier leben etwa 14 Millionen Menschen.“ Und: „Auch wenn die Energiekrise uns das zwischenzeitlich vergessen lässt: Künftig werden wir immer mehr Vorgaben sehen, was die Recyclingfähigkeit von Produkten angeht….“ weiterlesen…

Vorsicht, weißes Eis!

Weißes Eis ist instabiler und wird in Zukunft wahrscheinlich häufiger auftreten

Die Qualität des Seeeises ist von größter Bedeutung für die Eissicherheit und die Ökologie eines Sees unter Eis, aber ihre zeitliche und räumliche Variabilität ist weitgehend unbekannt. Ein internationales Forschungsteam mit Hans-Peter Grossart (IGB – Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei) hat 2020/2021 in einem der wärmsten Winter seit 1880 in der gesamten nördlichen Hemisphäre eine koordinierte Probenahmekampagne zur Qualität des Seeeises durchgeführt. Das Team unter Leitung der schwedischen Universität Uppsala konnte zeigen, dass das Seeeis in diesem Zeitraum vor allem aus instabilem weißem Eis bestand. Es machte zeitweise bis zu 100 Prozent der Gesamteisdicke aus. weiterlesen…

Bahn in Hessen bald emissionsfrei

DB und RMV schieben fossile Treibstoffe aufs Abstellgleis

Ab Dezember (2022) fahren die ersten emissionsfreien Züge der Deutschen Bahn im Taunusnetz. Bis Ende Juni 2023 sollen die restlichen im Passagierverkehr folgen. Insgesamt werden sie auf vier Strecken einegsetzt. Die Bahn hat nach eigenen Angaben seit ihrer Teil-Umstellung auf Biokraftstoff im Nordwesthessennetz schon mehr als 620 Tonnen Kohlendioxid eingespart. weiterlesen…

182 Länder – sortiert nach Emissionsbilanzen und Klimaambitionen

DIW Berlin analysiert erstmals 182 Länder nach Emissionsbilanzen und Klimaambitionen

Die Weltklimakonferenz COP27 im November 2022 in Ägypten hat erneut die sehr unterschiedlichen Positionen der verschiedenen Länder zum Thema Klimaneutralität verdeutlicht – und die Grenzen der Verständigung aufgezeigt. Um künftige Verhandlungen zu erleichtern, haben Forschende des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Energy Access und Development Programs (EADP) die unterschiedlichen Ausgangspositionen von 182 Ländern mit Blick auf ihre aktuelle und historische Emissionsbilanz und Klimaschutzpolitik analysiert und am 23.11.2022 publiziert. (Grafik: Klima-unfreundliche Länder nehmen zu – © DIW-Berlin) weiterlesen…