Klima außer Kontrolle

Fluten, Stürme, Hitze – Wie sich Deutschland schützen muss

Wie gut ist Deutschland vorbereitet, wenn Bäche zu reißenden Strömen werden, Städte in immer heißeren Sommern unbewohnbar werden oder sich das Meer die Küste zurückerobert? Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres haben in ganz Deutschland recherchiert, wie wenig Bund, Länder und Kommunen tun, um uns alle vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. (Buchtitel: Klima außer Kontrolle – © Piper Verlag) weiterlesen…

Klingt absurd: Mangelware CO2

Folge der Gaskrise

„CO2 hat einen schlechten Ruf“, schreibt der SWR in einer Sendungsankündigung am 22.09.2022. Kein Wunder: immerhin verstärlt das Gas unter anderem die Erderwärmung und sorgt für den Klimawandel. Also herrscht Einigkeit darüber, dass wir CO2-Emissionen weitestgehend vermeiden müssen. Andererseits – kaum zu gleuben – wird der Rohstoff CO2 knapp – in der Industrie als Katalysator für verschiedenste Produktionsprozesse oder in der Lebensmittelherstellung in Form von Kohlensäure in Sprudel, Apfelschorle und Cola. Trotz des CO2-Mangels gibt es aber nach wie vor zu viel davon in der Atmosphäre. weiterlesen…

Menschengemachte Luftverschmutzung bedeutender als Wüstenstaub

Mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden, klimaschädlichen Feinstaubpartikel im Nahen Osten anthropogenen Ursprungs

Zu Beginn dieses Jahres teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, dass der Nahen Osten zu den Regionen mit der schlechtesten Luftqualität zählt. Eine verbreitete Meinung ist jedoch, dass dort Wüstenstaub die bedeutendste Ursache von Luftverschmutzung sei. Eine am 22.09.2022 open access in Communications Earth & Environment veröffentlichte Untersuchung eines internationalen Teams unter Leitung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt nun, dass mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden Feinstaubpartikel aus anthropogenen Quellen stammen. weiterlesen…

Bessere Luft beschleunigt globale Erwärmung

Größere Anstrengungen im Kampf gegen Erderwärmung gefordert

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Leipzig hat laut einer Medienmitteilung vommithilfe von Satellitendaten nachgewiesen, dass die Konzentration von Schadstoffpartikeln seit 2000 deutlich zurückgegangen ist. Das ist zwar zunächst eine gute Nachricht, denn diese Aerosole sind für Mensch und Umwelt schädlich. Zugleich hat sich damit aber auch die kühlende Wirkung dieser Partikel auf das Klima vermindert. Die Ergebnisse der Studie wurden am 21.09.2022 open access in Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht. (Foto: Heizkraftwerk nahe Bad Tölz – © Dieter Fichtner, Agentur Zukunft) weiterlesen…

Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit schließen

Wuppertal-Institut: „Deutschland könnte seine Ziele beim Klima- und Ressourcenschutz noch erreichen“

Das Wuppertal-Institut veröffentlichte am 20.09.2022 einen Zukunftsimpuls unter dem Titel: „Transformationslücke schließen – Handeln unter Hochdruck“: Deutschland liegt bei Klimaschutz und der langfristigen Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung weit hinter seinen eigenen Zielen. Nur mit Tempo, Mut und Ehrlichkeit lässt sich der Rückstand jetzt aufholen. Dazu gehören ein beschleunigter Ausbau Erneuerbarer Energien, der sofortige Aufbau eines umfassenden Netzes für grünen Wasserstoff, verbindliche Ziele für eine echte Kreislaufwirtschaft, klare Vorgaben für den Wohnungsbestand, eine ernsthafte Mobilitätswende und wirksame Anreize für eine nachhaltige Produktion. weiterlesen…

EU-Übergewinnsteuer würde Bioenergie-Strom stilllegen

 Steuerpläne in der Kritik

Die Europäische Kommission hat am 14.09.2022 Vorschläge zur Bewältigung der Energiekrise vorgelegt. Demnach sollen unter anderem europäische Stromerzeuger alle Strommarkterlöse von mehr als 180 €/MWh an den Staat abtreten. Auch bei der Bioenergie sollen (mit Ausnahme von Biomethan) Einnahmen jenseits dieser Preisgrenze abgeschöpft werden. Zustimmen müssen nun die Energieminister der Mitgliedsländer. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie, sieht die Vorschläge im Namen der Bioenergieverbände kritisch. weiterlesen…

Ausnahmen vom Immissionsschutz wegen Gasmangels gebilligt

„Umweltpolitisch zwar nicht zu begrüßen, aber unumgänglich“

Der Bundestags-Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hat – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in seiner Sitzung am 21.09.2022 den von der Bundesregierung geplanten Ausnahmen für Abfallbehandlungsanlagen vom Immissionsschutz zugestimmt. Die von der Bundesregierung vorgelegte erste Verordnung über Anlagen zur biologischen Behandlung von Abfällen (20/3213) wurden von den Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP, sowie der CDU/CSU-Fraktion und der AfD-Fraktion bei Enthaltung der Fraktion Die Linke angenommen. weiterlesen…

Kohle und Abfälle sollen künftig CO2-Bepreisung unterliegen

Als Querschnittsinstrument erforderlich

Um die nationalen Klimaschutzziele Deutschlands zu erreichen, ist am 19.12.2019 als Teil des Klimapaketes der damaligen Bundesregierung das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen verkündet worden – zunächst für die Sektoren Wärme und Verkehr. Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten und – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 20.09.2022 im Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie behandelten Gesetzentwurf (20/3438) sollen nunmehr auch ab 2023 die Brennstoffe Kohle und Abfälle in das Gesetz aufgenommen werden. Die Aufhebung der bisherigen Brennstoffbeschränkung sichere eine umfassende CO2-Bepreisung aller fossilen Brennstoffemissionen durch das Brennstoffemissionshandelsgesetze (BEHG). weiterlesen…

Rolle des Wasserstoffs als Energieträger im globalen Energiesystem

Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI

Wasserstoff und H2-Syntheseprodukten wird in der künftigen Klimapolitik eine große Bedeutung beigemessen. Doch wie könnte sich der Wasserstoffbedarf global entwickeln? Dieser Frage widmet sich eine neue Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI, die im Rahmen des Forschungsprojekts HyPat mehr als 40 Energiesystem- und Wasserstoffszenarien neu ausgewertet hat. Die Studie macht dabei Aussagen zu den Bandbreiten der möglichen künftigen Entwicklung des Wasserstoffbedarfs weltweit, in der EU und China bis 2050 und unterscheidet verschiedene Nachfragesektoren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Szenarien mit ambitionierten Treibhausgas-Reduktionszielen. weiterlesen…

„Zentraler Baustein der Energiewende“

„multiTESS“ eröffnet

Die sichere und CO2-freie Wärme- und Stromversorgung aus regionalen Quellen sowie die sektorenübergreifende Vernetzung sind zentrale Themen der Energiewende. Mit multiTESS entwickelte das Solar-Institut Jülich der FH Aachen (SIJ) laut einer Medienmitteilung vom gemeinsam mit den Industriepartnern Kraftanlagen Energies & Services, Otto Junker und Dürr Systems einen sogenannten Power-to-Heat-Speicher. Dieser erlaubt es, Energie in Form von Hochtemperaturwärme zu speichern („beladen“) und diese Wärme bei Bedarf wieder zu verstromen („entladen“). (Foto: multiTESS-Halle 2022 – Foto © Christoph Carle Film, sij.fh-aachen.de) weiterlesen…