Klimaschutzbericht 2022 vom Kabinett beschlossen

Maßnahmen gewinnen an Tempo, aber bis 2030 noch Lücke zu schließen

Der am 28.09.2022 vom Bundeskabinett beschlossene Klimaschutzbericht 2022 zeigt zum einen, dass die Klimaschutzmaßnahmen an Tempo zulegen. Zum anderen sind aber laut einer Medienmitteilung vom gleichen Tag weitere Anstrengungen notwendig, um die Lücke bis 2030 zu schließen. Der jährliche Bericht basiert auf § 10 Absatz 1 des Klimaschutzgesetzes und stellt gemäß den gesetzlichen Vorgaben die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland sowie den Stand der Umsetzung der Klimaschutzprogramme und ihrer Minderungswirkungen. weiterlesen…

Was wir heute übers Klima wissen

Aktualisierte Fassung des Faktenpapiers zum Klimawandel

Hitze und Dürre in Europa, Flutkatastrophe in Pakistan und Temperaturrekorde in Indien zeigen: Der Klimawandel verstärkt sich weiter, oft schneller als bisher angenommen. Das zeigt auch der neue Sachstandsbericht des Weltklimarates. Die aktuellen Daten und Erkenntnisse aus dieser und weiteren Studien der letzten Monate wurden nun in das Faktenpapier „Was wir heute übers Klima wissen“, eingearbeitet. Ein eigenes Kapitel widmet sich den neuesten Entwicklungen in Deutschland, wie das Deutsche Klima-Konsortium am 29.09.2022 den Medien mitteilte. weiterlesen…

Wahre Wirtschaft – Von der Geldgier zu einer Ökonomie der Fürsorge

Von der Ausplünderung zur Regeneration

Rechtzeitig zum 5. November, dem 70. Geburtstag der weltbekannten Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandana Shiva  erscheint ihr neuestes Werk, in dem sie ihre Themen mit Nachdruck und im Lichte der aktuellen Ereignisse vorträgt. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises macht deutlich, dass es nicht damit getan ist, das derzeitige Wirtschaftssystem zu reformieren. „Denn was wir derzeit haben, ist keine Ökonomie im Sinne von Oikos, dem gemeinsamen „Haus“ unserer Erde, dem Haushalt der Natur, den die Ökologie beschreibt. Was „Wirtschaft“ und „Wachstum“ genannt wird, ist Extraktivismus, Plünderung der Lebensgrundlagen, ein Zehren von der Substanz“, schreibt der Neue Erde-Verlag im Klappentext. weiterlesen…

„K 2022“ – vielversprechende Entwicklungen für zirkuläre Kunststoffwirtschaft

Nachhaltige Kunststoffverpackungen, kaskadisches Recycling oder das Abbauverhalten von Folien

Seit 2018 erforscht der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE), wie die Wertschöpfungskette Kunststoff im Kreislauf geführt werden werden kann. Auf der „K“, der Kunststoffmesse Düsseldorf, die internationale Fachmesse für Kunststoff, Kautschuk, Kunststoffverarbeitung und Kunststoffherstellung, präsentiert das Fraunhofer CCPE vom 19. bis zum 26. Oktober vielversprechende Entwicklungen, damit der Wandel von der linearen zur zirkulären Kunststoffwirtschaft gelingen kann. In Halle 7 können Interessierte mehr über das webbasierte Self-Check Tool CRL®, eine nachhaltige Mehrwegtransportbox, kaskadisches Recycling, zirkuläres Produktdesign oder das Abbauverhalten von Folien erfahren. (Foto: Mehrwegtransportverpackung – für den B2C-Lebensmittelversand konzipiert – © Fraunhofer CCEP) weiterlesen…

„Carbon Law for Nature“: Natur als Schlüssel für klimasichere Zukunft

Neue Exponential Roadmap-Initiative für natürliche Klimalösungen

Der Landsektor, einschließlich der Land- und Forstwirtschaft sowie der Schutz und die Wiederherstellung von Naturflächen, muss bis 2030 jährlich Netto-Null-Emission erreichen. Das ist das Ergebnis eines am 20.09.2022 publizierten Berichts von Conservation International, in Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem WWF und der Exponential Roadmap Initiative. Der Bericht zeigt auf, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Landsektor bis 2050 von einer Treibhausgasquelle in eine Kohlenstoffsenke zu verwandeln, und legt eine neue Benchmark fest: das „Carbon Law for Nature“. weiterlesen…

Spanien: Direkt am Stromnetz aufladbarer Elektro-Lkw

Iberdrola entwickelt Elektro-Lastwagen

Neoenergia, die brasilianische Tochtergesellschaft der spanischen Iberdrola, hat ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt entwickelt, das von der Nationalen Agentur für elektrische Energie (Aneel) reguliert wird und als bahnbrechend bezeichnet wird: ein Elektrofahrzeug für den Einsatz in der Stromverteilung, schreibt Pilar Sánchez Molina am 23.09.2022 in der spanischen Ausgabe des pv magazine. weiterlesen…

Anpassung geht vor Klimaschutz

Neuer OECD-Bericht „Climate Finance Provided and Mobilised by Developed Countries“

Im Rahmen der 15. Conference of Parties (COP15) des UNFCCC in Kopenhagen 2009 verpflichteten sich die Industrieländer zu dem gemeinsamen Ziel, bis 2020 jährlich 100 Mrd. US-Dollar für Klimaschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern zu mobilisieren, und zwar im Zusammenhang mit sinnvollen Minderungsmaßnahmen und Transparenz bei der Umsetzung. Dieses Ziel wurde in den 2010 bei der COP16 angenommenen Cancun-Vereinbarungen formalisiert. Auf der COP21 in Paris wurde das jährliche Ziel von 100 Mrd. USD bis 2025 verlängert. (Bild: Climate Finance Provided and Mobilised by Developed Countries in 2016-2020 – © OECD) weiterlesen…

Klima außer Kontrolle

Fluten, Stürme, Hitze – Wie sich Deutschland schützen muss

Wie gut ist Deutschland vorbereitet, wenn Bäche zu reißenden Strömen werden, Städte in immer heißeren Sommern unbewohnbar werden oder sich das Meer die Küste zurückerobert? Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres haben in ganz Deutschland recherchiert, wie wenig Bund, Länder und Kommunen tun, um uns alle vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. (Buchtitel: Klima außer Kontrolle – © Piper Verlag) weiterlesen…

Klingt absurd: Mangelware CO2

Folge der Gaskrise

„CO2 hat einen schlechten Ruf“, schreibt der SWR in einer Sendungsankündigung am 22.09.2022. Kein Wunder: immerhin verstärlt das Gas unter anderem die Erderwärmung und sorgt für den Klimawandel. Also herrscht Einigkeit darüber, dass wir CO2-Emissionen weitestgehend vermeiden müssen. Andererseits – kaum zu gleuben – wird der Rohstoff CO2 knapp – in der Industrie als Katalysator für verschiedenste Produktionsprozesse oder in der Lebensmittelherstellung in Form von Kohlensäure in Sprudel, Apfelschorle und Cola. Trotz des CO2-Mangels gibt es aber nach wie vor zu viel davon in der Atmosphäre. weiterlesen…

Menschengemachte Luftverschmutzung bedeutender als Wüstenstaub

Mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden, klimaschädlichen Feinstaubpartikel im Nahen Osten anthropogenen Ursprungs

Zu Beginn dieses Jahres teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, dass der Nahen Osten zu den Regionen mit der schlechtesten Luftqualität zählt. Eine verbreitete Meinung ist jedoch, dass dort Wüstenstaub die bedeutendste Ursache von Luftverschmutzung sei. Eine am 22.09.2022 open access in Communications Earth & Environment veröffentlichte Untersuchung eines internationalen Teams unter Leitung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt nun, dass mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden Feinstaubpartikel aus anthropogenen Quellen stammen. weiterlesen…