Grüner Wasserstoff aus der Luft

Luftfeuchtigkeit als Wasserquelle

Ein Forschungsteam um den Chemie-Ingenieur Gang Kevin Li von der University of Melbourne hat in Australien Prototypen gebaut, die Grünen Wasserstoff aus der Luft herstellen können. Einer der Prototypen wurde nur mit Sonnenenergie gespeist, der andere nur vom Wind angetrieben. Der Wirkungsgrad lag dabei deutlich über dem der bisher gängigen Elektrolyseure. Und bei der neuen Methode wird weder Süßwasser, noch mühsam und teuer aufbereitetes Salzwasser benötigt, sondern man bezieht den Wasserstoff aus der Luft. Das Verfahren wurde am 05.09.2022 open access in Nature Communications und später in zahlreichen Medien (u.a. Newsweek und Guardian) veröffentlicht. weiterlesen…

Zwei AKW dürfen weiterlaufen

Aber nur als Notreserve…

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am 05.09.2022 die Ergebnisse des zweiten Netzstresstests (zweite Sonderanalyse Winter 22/23) vorgelegt. Sie hatten laut einer Medienmitteilung aus dem BMWK die Sicherheit des Stromnetzes für diesen Winter unter verschärften äußeren Bedingungen untersucht. Demnach wird eine neue zeitlich und inhaltlich begrenzte AKW-Einsatzreserve aus den beiden südlichen Atomkraftwerken Isar 2 und Neckarwestheim schaffen. Die beiden AKW sollen bis Mitte April 2023 noch zur Verfügung stehen. Das heißt auch: Alle drei derzeit in Deutschland noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke werden planmäßig Ende 2022 regulär vom Netz gehen. (Foto: AKW Neckarwestheim – © Thomas Springer – Eig. Werk, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Anders essen…

…um der Klimaziele willen

Nur mit massiven Umstellungen in der Landwirtschaft lassen sich die deutschen Klimaziele bis 2050 erreichen. Laut einer am 01.09.2022 in Sustainability Science open access publizierten Untersuchung des Exzellenzclusters „Climate, Climatic Change, and Society“ (CLICCS) der Universität Hamburg halten Stakeholder aus dem Agrarbereich diese Ziele grundsätzlich für erreichbar, allerdings nur, wenn die Bevölkerung ihre Ernährungsgewohnheiten ändert. Erstmals wurde berechnet, was die erwarteten Effekte für den Klimaschutz bringen würden. Demnach wäre eine Reduktion der landwirtschaftlichen Emissionen bis 2050 um mindestens zwei Drittel möglich. weiterlesen…

Erste globale Klimarisikokarte für den Wald

Studie: Forsten in Zentral- und Westeuropa hohem Klimarisiko ausgesetzt

Der Klimawandel bringt Wälder zunehmend unter Druck. Ausgelöst durch Klimaextreme sind in Mitteleuropa in den letzten Jahren große Waldflächen abgestorben. Forschende unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) haben nun die erste Klimarisikokarte für die Wälder der Erde erstellt. Diese zeigt: Neben Mitteleuropa sind Wälder im Westen Nordamerikas sowie der südliche Teil des borealen Nadelwaldgürtels und der östliche Amazonas besonders gefährdet. weiterlesen…

Upcycling von Kunststoffen

Vom Abfall zum Treibstoff für weniger Geld

Problematische Kunststoffe wie Plastikabfälle könnten mit einer neuen Technologie von der Mülldeponie ferngehalten und in nützliche chemische Grundstoffe wie etwa Brennstoffe umgewandelt werden, anstatt in der Umwelt zu landen. Eine am 22.08.2022 im Rahmen der Herbsttagung der American Chemical Society in Chicago vorgestellte und in ACS Catalysis veröffentlichte Innovation im Bereich des Kunststoffrecyclings, die mit weniger mehr erreicht, erhöht gleichzeitig die Umwandlung in nützliche Produkte und verbraucht dabei weniger des Edelmetalls Ruthenium. weiterlesen…

Hohe Preise verändern offenbar Investitionen

MCC: CO2-Preis bald bei 100 Euro – die Folgen?

Der CO2-Preis im Europäischen Emissionshandel nähert sich der Marke von 100 Euro – was bedeutet das für die Investitionsentscheidungen von Unternehmen? Zu den Folgen hoher Preise gibt es bislang wenig empirisch gestützte Erkenntnis. Eine Studie unter Federführung des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) liefert jetzt Ex-ante-Evidenz nach dem Motto „Was würdet ihr tun, wenn …?“ Basis ist eine Befragung von hochrangigen Führungskräften in deutschen Energie- und Industriefirmen. Fazit: Investitionen könnten tatsächlich von fossilen in nicht-fossile Technologien umgelenkt werden. Die Studie wurde in Energy Policy veröffentlicht. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Gummibärchen aus Windgeneratorenflügeln

Kombination von Glasfasern mit pflanzlichem und synthetischem Polymer

Windturbinenblätter könnten eines Tages zu süßen Leckereien recycelt werden. Wissenschaftler haben ein neues Verbundharz veröffentlicht, das sich für die Herstellung dieser Giganten eignet und später zu neuen Rotorblättern oder einer Vielzahl anderer Produkte recycelt werden könnte, darunter Arbeitsplatten, Autorücklichter, Windeln und sogar Gummibärchen. Die Forschungsarbeit wurde am 23.08.2022 im Rahmen der Herbsttagung der American Chemical Society (ACS) vorgestellt und in Scientific American publiziert. (Foto: Gummibärchen – © Alexa auf Pixabay) weiterlesen…

Lesehinweis: Vermieter gegen Balkonkraftwerke

taz zur Energiewende in Hamburg

Viele Mie­te­r wollen Solarzellen auf dem Balkon, allerdings müssen Ver­mie­­ter meist zustimmen. In Hamburg verbieten manche die Installation. Die eigene Stromrechnung senken und etwas für den Klimaschutz tun: Das wollte ein Paar aus Hamburg – mit einem sogenannten Balkonkraftwerk. Die kleinen Solaranlagen mit einer Leistung von 300 bis 600 Watt sind für den Eigenverbrauch gedacht, so die taz am 03.09.2022. weiterlesen…

Treibhausgase und Meeresspiegel auf Rekordhöhe seit 1 Mio. Jahren

BAMS-Bericht 2021 von 530 Forschern aus mehr als 60 Ländern

2021 stiegen sowohl CO2-Konzentration als auch Meerestemperatur und -spiegel auf Rekordhöhe. Auch die Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid erreichten im vergangenen Jahr Höchstwerte, stellte die US-Behörde für Klima und Ozeanografie am 31.08.2022 in ihrem Jahresbericht zum Weltklima fest. Damit hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre den höchsten Wert seit mindestens einer Million Jahren erreicht. Das teilte die US-Behörde für Klima und Ozeanografie (NOAA) mit. Die CO2-Konzentration stieg in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich und hat nun den Wert von im Jahresschnitt 414,7 ppm (Teilchen pro Million) erreicht – 2,3 ppm mehr als noch im Jahr zuvor. (Titel: State of the Climate 2021 – © noaa.org) weiterlesen…

Auf dem Weg zu Zero Waste

IÖW schlägt 28 Maßnahmen für verpackungsarme Städte vor

Öffentliche Flächen zu reinigen, kostet die Kommunen in Deutschland jährlich etwa 700 Millionen Euro. Ein Großteil des Mülls entsteht durch Verpackungen wie Einwegbecher, Getränkeflaschen oder to-go-Boxen. Was können Städte und Gemeinden dagegen tun? Zwei Institute, das für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und das für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), zeigen im Forschungsprojekt „Innoredux“: Städte haben viele Möglichkeiten, auf Unternehmen, Handel und Verbraucher einzuwirken, damit diese weniger Verpackungen einsetzen und verbrauchen. Mit Förderung durch das BMBF im Programm „Plastik in der Umwelt“ stellten die Forschenden am 01.09.2022 in einem Leitfaden 28 Maßnahmen und zahlreiche Beispiele vor. weiterlesen…