10 Jahre SDSN

„Nobody left behind“

Beim Rio+20-Gipfel vor einem Jahrzehnt haben die UN-Mitgliedsstaaten einen Prozess zur Entwicklung einer Reihe von Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eingeleitet, um die Welt auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu bringen, die wirtschaftlichen Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Wir befinden uns jetzt – so eine Medienmitteilung – mitten in den großen globalen Bemühungen, einen globalen Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu schaffen, der „niemanden zurücklässt“. weiterlesen…

Grünes Ammoniak für den Klimaschutz

Globaler PtX-Atlas zeigt Potenziale und Kosten für Export nach Europa

Grünes Ammoniak gewinnt in der Debatte um PtX-Importe und Klimaschutz mehr und mehr an Bedeutung. Mit gutem Grund, ist der Aufwand für Erzeugung und Transport der chemischen Verbindung doch relativ gering. Das Fraunhofer IEE in Kassel hat daher am seinen erweiterten globalen PtX-Atlas vorgelegt: Er liefert jetzt auch Daten zu den Produktionspotenzialen von grünem Ammoniak in 97 Ländern und Gebieten weltweit. Auch die jeweiligen Erzeugungs- und Transportkosten stellt er dar. Der online frei zugängliche PtX-Atlas zeigt, wo in der Welt welche Mengen an grünem Wasserstoff und anderen PtX-Energieträgern zu welchen Kosten hergestellt und nach Europa exportiert werden können. (Grafik: Produktionskostenkurve von Ammoniak 2050 – © Fraunhofer IEE) weiterlesen…

Miscanthus und Wildblumen für nachhaltige Bioenergie vom Acker

Die Mischung macht’s – Studie zeigt positive Effekte einer Beimischung von Blühpflanzen zu Miscanthus bei energetischer Nutzung

Ein Team von Forschenden der Universität Hohenheim in Stuttgart, des Forschungszentrums Jülich und der Hunan Agricultural University in China hat untersucht, wie sich – neben dem Plus für das Ökosystem – vier ausgewählte  Wildpflanzenarten (Rainfarn, Beifuß, Wilde Karde und Gelber Steinklee) als Additive auf die Verbrennung von Miscanthus zur Energieerzeugung auswirken. Erste Ergebnisse sind jetzt in einer Studie in den Renewable and Sustainable Energy Reviews erschienen. weiterlesen…

EU-Verordnung gegen Entwaldung durch EU-Lieferketten

Regeln für Fleisch, Holz, Papier und Futterpflanzen

Klimawandel: Neue Regeln gegen weltweite Entwaldung durch EU-Konsum – Zwischen 1990 und 2020 ging eine Fläche größer als die EU durch Abholzung verloren, der EU-Verbrauch machte dabei rund 10% der Verluste aus. Um den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt zu bekämpfen, fordert das Europäische Parlament, dass in der EU verkaufte Produkte nicht von abgeholzten oder degradierten Wäldern stammen. Das Plenum des Europäischen Parlaments hat am 13.09.2022 mit 453 Stimmen bei 57 Gegenstimmen und 123 Enthaltungen in Straßburg seinen Standpunkt zur Verordnung über Entwaldungsfreie Lieferketten angenommen. weiterlesen…

Spiegelmoleküle verraten Trockenstress von Wäldern

Veränderungen von Ökosystemen lassen sich über Emissionen chiraler Verbindungen genauer vorhersagen

Weltweit geben Pflanzen etwa 100 Millionen Tonnen an Monoterpenen an die Atmosphäre ab. Zu diesen flüchtigen organischen Molekülen zählen viele Duftstoffe wie beispielsweise das Molekül Pinen, das für seinen frischen Kiefernduft bekannt ist. Da diese Moleküle sehr reaktiv sind und winzige Aerosolpartikel bilden können, die zu Kondensationskernen für Regentropfen anwachsen können, spielen die natürlichen Emissionen eine wichtige Rolle für unser Klima – so eine Medienmitteilung  des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie vom 07.09.2022. Für Klimavorhersagen ist es daher wichtig zu wissen, wie sich Monoterpen-Emissionen bei steigenden Temperaturen verändern werden. weiterlesen…

Weltweit erste Demonstrationsanlage für großtechnische elektrisch beheizte Steamcracker-Öfen

BASF, SABIC und Linde beginnen gemeinsam mit Bau

Eine neue Demonstrationsanlage mit 6 MW elektrischer Leistung aus Erneuerbaren Energien wird vollständig in einen bestehenden Steamcracker am BASF-Verbundstandort Ludwigshafen integriert. Die Technologie des vom BMWK mit 14,8 Millionen Euro geförderten Projekts hat das Potenzial, die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Steamcrackern um mindestens 90 % zu reduzieren. Es soll 2023 in Betrieb gehen. (Pressebild: 3D-Grafik der weltweit ersten Demonstrationsanlage für großtechnische elektrisch beheizte Steamcracker-Öfen in Ludwigshafen – © BASF) weiterlesen…

>1,5° C: Mehrere Klima-Kipppschalter in Gefahr

Risiko des Überschreitens steigt infolge globaler Erwärmung

Wenn die globale Temperatur um mehr als 1,5° C über das vorindustrielle Niveau steigt, könnten mehrere Bereiche des Klima-Erdsystems umkippen. Das ist das Ergebnis einer am 09.09.2022 in Science veröffentlichten umfassenden neuen Untersuchung – so eine gemeinsame Pressemitteilung der Universität Exeter, des Stockholm Resilience Centre, Future Earth und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Selbst beim derzeitigen Stand der globalen Erwärmung besteht bereits die Gefahr, dass im Erdsystem fünf gefährliche Klima-Kipppunkte überschritten werden – und die Risiken steigen mit jedem Zehntelgrad weiterer Erwärmung. Ein internationales Forscherteam hat die Belege für die Kipppunkte, ihre Temperaturschwellen, Zeitskalen und Auswirkungen, aus einer umfassenden Analyse von mehr als 200 Studien zusammengefasst, die seit 2008 veröffentlicht wurden, als die Kipppunkte des Klimas erstmals genau definiert wurden. (Grafik: Kippschalter im Erdsystem – © Köppen, Schellnhuber, Edenhofer, PIK-Potsdam, CC-BY-ND DE 3.0) weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Aus Abfall wird Rohstoff

Materialdatenbank des VDI ZRE zeigt Verwendungsmöglichkeiten von Wertstoffen

Alternativen zu Primärrohstoffen einzusetzen, ist eine Möglichkeit, die Nachfrage nach Rohstoffen zu decken und sich vom globalen Geschehen unabhängiger zu machen. Benötigte Materialien können durch Sekundärrohstoffe ersetzt bzw. die in der Produktion und am Ende des Lebenszyklus anfallenden Wertstoffe dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Das VDI-Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat hierzu eine kostenlose Materialdatenbank zu Nebenprodukten und Sekundärrohstoffen entwickelt.
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Biogas wird konkurrenzfähig

Enormes Potenzial organischer Abfälle in Europa

Biogas wird in natürlicher Umgebung oder in speziellen Anlagen durch biologische Abbaureaktionen von organischem Material durch die Wirkung von Mikroorganismen und anderen Faktoren in Abwesenheit von Sauerstoff (d. h. in einer anaeroben Umgebung) erzeugt. Biomethan erhält man, wenn man dieses Biogas einem Waschprozess unterzieht, um den CO2-Gehalt zu verringern und die Methankonzentration zu erhöhen – so Pablo Moral Vega in einem Artikel am 02.09.2022 auf Illuminem. weiterlesen…

Deutschland erhält Integriertes Treibhausgas-Monitoringsystem

Daten werden online bereitgestellt

Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2045: Um die­ses Ziel zu er­rei­chen, muss der Aus­stoß von Treib­haus­ga­sen dras­tisch re­du­ziert und dafür Treib­haus­gas­quel­len und -senken über­wacht wer­den. Mit Hilfe der Ex­per­ti­se und Be­ra­tung des DLR Pro­jekt­trä­gers Jülich för­dert das BMBF laut einer Medienmitteilung vom 07.09.2022 die Maß­nah­me ITMS, ein un­ab­hän­gi­ges Inte­grier­tes Treibhausgas-Moni­to­ringsystem für Deutsch­land. weiterlesen…