Kreislaufwirtschaft: Aus Abfall wird Rohstoff

Materialdatenbank des VDI ZRE zeigt Verwendungsmöglichkeiten von Wertstoffen

Alternativen zu Primärrohstoffen einzusetzen, ist eine Möglichkeit, die Nachfrage nach Rohstoffen zu decken und sich vom globalen Geschehen unabhängiger zu machen. Benötigte Materialien können durch Sekundärrohstoffe ersetzt bzw. die in der Produktion und am Ende des Lebenszyklus anfallenden Wertstoffe dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Das VDI-Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat hierzu eine kostenlose Materialdatenbank zu Nebenprodukten und Sekundärrohstoffen entwickelt.
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Biogas wird konkurrenzfähig

Enormes Potenzial organischer Abfälle in Europa

Biogas wird in natürlicher Umgebung oder in speziellen Anlagen durch biologische Abbaureaktionen von organischem Material durch die Wirkung von Mikroorganismen und anderen Faktoren in Abwesenheit von Sauerstoff (d. h. in einer anaeroben Umgebung) erzeugt. Biomethan erhält man, wenn man dieses Biogas einem Waschprozess unterzieht, um den CO2-Gehalt zu verringern und die Methankonzentration zu erhöhen – so Pablo Moral Vega in einem Artikel am 02.09.2022 auf Illuminem. weiterlesen…

Deutschland erhält Integriertes Treibhausgas-Monitoringsystem

Daten werden online bereitgestellt

Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2045: Um die­ses Ziel zu er­rei­chen, muss der Aus­stoß von Treib­haus­ga­sen dras­tisch re­du­ziert und dafür Treib­haus­gas­quel­len und -senken über­wacht wer­den. Mit Hilfe der Ex­per­ti­se und Be­ra­tung des DLR Pro­jekt­trä­gers Jülich för­dert das BMBF laut einer Medienmitteilung vom 07.09.2022 die Maß­nah­me ITMS, ein un­ab­hän­gi­ges Inte­grier­tes Treibhausgas-Moni­to­ringsystem für Deutsch­land. weiterlesen…

Extreme Temperaturen schüren Hassrede im Netz

Klimaschutz hat psychologische Komponente

Wenn die Temperatur über oder unter dem Wohlfühlbereich von 12-21° C liegt, nimmt aggressives Online-Verhalten stark zu, so das Ergebnis einer in The Lancet Planetary Health open access publizierten Untersuchung. Bei der Analyse von Milliarden von Tweets, die auf der Social-Media-Plattform Twitter in den USA gepostet wurden, stellten Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung laut einer Medienmitteilung vom 08.09.2022 fest, dass Hassrede in allen Klimazonen, Einkommensgruppen und Glaubenssystemen zunimmt, wenn es zu heiß oder zu kalt ist. Dies deutet auf Grenzen der menschlichen Anpassungsfähigkeit an extreme Temperaturen hin und wirft ein Licht auf eine bisher unterschätzte gesellschaftliche Auswirkung des Klimawandels: Konflikte in der digitalen Welt, die sich sowohl auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt als auch auf die psychische Gesundheit der Einzelnen auswirken. weiterlesen…

Reicher Norden knausert bei Hife für armen Süden

Mangelnder Technologietransfer gefährdet Klimaziele

Viele Entwicklungsländer knüpfen ihre im Rahmen des Pariser Abkommens eingereichten nationalen Klimaschutzbeiträge an die Bedingung, von den Industrieländern Finanzmittel, Technologietransfer und Unterstützung beim Aufbau von Kapazitäten zu erhalten. Die Industrieländer liefern bislang aber nicht im zugesagten Umfang. Öffentlich-private Partnerschaften und andere Energieinitiativen können dieses Manko nur zum Teil ausgleichen, so eine open access in Energy Policy publizierte Untersuchung aus dem Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam e.V. (IASS) vom 06.09.2022. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus der Luft

Luftfeuchtigkeit als Wasserquelle

Ein Forschungsteam um den Chemie-Ingenieur Gang Kevin Li von der University of Melbourne hat in Australien Prototypen gebaut, die Grünen Wasserstoff aus der Luft herstellen können. Einer der Prototypen wurde nur mit Sonnenenergie gespeist, der andere nur vom Wind angetrieben. Der Wirkungsgrad lag dabei deutlich über dem der bisher gängigen Elektrolyseure. Und bei der neuen Methode wird weder Süßwasser, noch mühsam und teuer aufbereitetes Salzwasser benötigt, sondern man bezieht den Wasserstoff aus der Luft. Das Verfahren wurde am 05.09.2022 open access in Nature Communications und später in zahlreichen Medien (u.a. Newsweek und Guardian) veröffentlicht. weiterlesen…

Zwei AKW dürfen weiterlaufen

Aber nur als Notreserve…

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am 05.09.2022 die Ergebnisse des zweiten Netzstresstests (zweite Sonderanalyse Winter 22/23) vorgelegt. Sie hatten laut einer Medienmitteilung aus dem BMWK die Sicherheit des Stromnetzes für diesen Winter unter verschärften äußeren Bedingungen untersucht. Demnach wird eine neue zeitlich und inhaltlich begrenzte AKW-Einsatzreserve aus den beiden südlichen Atomkraftwerken Isar 2 und Neckarwestheim schaffen. Die beiden AKW sollen bis Mitte April 2023 noch zur Verfügung stehen. Das heißt auch: Alle drei derzeit in Deutschland noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke werden planmäßig Ende 2022 regulär vom Netz gehen. (Foto: AKW Neckarwestheim – © Thomas Springer – Eig. Werk, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Anders essen…

…um der Klimaziele willen

Nur mit massiven Umstellungen in der Landwirtschaft lassen sich die deutschen Klimaziele bis 2050 erreichen. Laut einer am 01.09.2022 in Sustainability Science open access publizierten Untersuchung des Exzellenzclusters „Climate, Climatic Change, and Society“ (CLICCS) der Universität Hamburg halten Stakeholder aus dem Agrarbereich diese Ziele grundsätzlich für erreichbar, allerdings nur, wenn die Bevölkerung ihre Ernährungsgewohnheiten ändert. Erstmals wurde berechnet, was die erwarteten Effekte für den Klimaschutz bringen würden. Demnach wäre eine Reduktion der landwirtschaftlichen Emissionen bis 2050 um mindestens zwei Drittel möglich. weiterlesen…

Erste globale Klimarisikokarte für den Wald

Studie: Forsten in Zentral- und Westeuropa hohem Klimarisiko ausgesetzt

Der Klimawandel bringt Wälder zunehmend unter Druck. Ausgelöst durch Klimaextreme sind in Mitteleuropa in den letzten Jahren große Waldflächen abgestorben. Forschende unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) haben nun die erste Klimarisikokarte für die Wälder der Erde erstellt. Diese zeigt: Neben Mitteleuropa sind Wälder im Westen Nordamerikas sowie der südliche Teil des borealen Nadelwaldgürtels und der östliche Amazonas besonders gefährdet. weiterlesen…

Upcycling von Kunststoffen

Vom Abfall zum Treibstoff für weniger Geld

Problematische Kunststoffe wie Plastikabfälle könnten mit einer neuen Technologie von der Mülldeponie ferngehalten und in nützliche chemische Grundstoffe wie etwa Brennstoffe umgewandelt werden, anstatt in der Umwelt zu landen. Eine am 22.08.2022 im Rahmen der Herbsttagung der American Chemical Society in Chicago vorgestellte und in ACS Catalysis veröffentlichte Innovation im Bereich des Kunststoffrecyclings, die mit weniger mehr erreicht, erhöht gleichzeitig die Umwandlung in nützliche Produkte und verbraucht dabei weniger des Edelmetalls Ruthenium. weiterlesen…