Heute ist Erdüberlastungstag: Ressourcen für 2022 verbraucht

Drei Erden wären nötig

Es ist ein alter Hut, verschlimmert sich aber ständig: „Wir Menschen leben nicht nachhaltig,“ so das Umweltbundesamt (und viele NGO) in einer Medienmitteilung vom 26.07.2022. Der Earth Overshoot Day am 28.07.2022 markiert das Datum, an dem die Menschheit alle biologischen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde im Laufe eines Jahres regeneriert, so Berechnungen des Global Footprint Network. Es muss mehr für Klima- und Ressourcenschutz getan werden. Hierzu können neben der Politik auch Verbrauchern beitragen. (Grafik: Earth Overshoot Days 2022 – Grafik © footprintnetwork) weiterlesen…

Eisenbahnwaggon sammelt CO2 ein

Billiger als DAC – auch effektiver?

Die direkte Abscheidung von Kohlendioxid aus der Umwelt wird zunehmend zu einer dringenden Notwendigkeit, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Der hohe Energiebedarf erfordert jedoch kreative Umsetzungsstrategien, um die Abzweigung der bereits knappen konventionellen Ressourcen für diesen Zweck zu minimieren. Um diese Probleme zu lindern, müssen kreative Umsetzungsstrategien entwickelt werden, um die Hürde für die wirtschaftliche Anwendbarkeit von DAC-Systemen zu senken, damit sie auf breiter Basis eingesetzt werden können. Forscher aus Sheffield und Toronto glauben, die Antwort zu haben. (Bild: DAC-Waggon zur CO2-Abscheidung – © CO2Rail-Car Company) weiterlesen…

Bakterien können Plastikmüll aus Seen entfernen

Natürliche Reinigung: Untersuchung norwegischer Seen

Wissenschaftler der Universität Cambridge haben laut einer Medienmitteilung vom 26.07.2022 29 europäische Seen untersucht und festgestellt, dass einige natürlich vorkommende Seebakterien auf Plastiktüten schneller und effizienter wachsen als auf natürlichem Material wie Blättern und Zweigen. Die Bakterien bauen die Kohlenstoffverbindungen im Plastik ab und nutzen sie als Nahrung für ihr Wachstum. Den Wissenschaftlern zufolge könnte die Anreicherung von Gewässern mit bestimmten Bakterienarten ein natürlicher Weg sein, die Umwelt von Plastikverschmutzung zu befreien. weiterlesen…

DIW: Ampel-Monitor – Energiewende zu langsam

Energie-Ziele der Ampel-Koalition – wo wir heute stehen

Mit einem dynamischen Online-Monitor zeigt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) von nun an, wie es um den Ausbau Erneuerbarer Energien steht. Die Daten zeigen: Die Energiewende wird zu langsam umgesetzt, um die Ziele für 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich eine Reihe konkreter Ziele gesetzt, aber viele davon beziehen sich auf das Jahr 2030, in manchen Bereichen sind sie auch längerfristig bis zum Jahr 2045 formuliert. (Grafik: Geschwindigkeit der Energiewende in den vergangenen 12 Monaten – © DIW-Wochenbericht 27/2022) weiterlesen…

Langer Weg zur ETS-Reform in der EU

Mammutaufgabe, Emissionshandelssystem zu überarbeiten

Inmitten einer Energiekrise, russischer Gaskürzungen und einer Verschärfung des Klimawandels stehen die EU-Verhandlungsführer vor der Mammutaufgabe, Europas wichtigstes Instrument zur Emissionsminderung, das Emissionshandelssystem (ETS), zu überarbeiten – schreibt Kira Taylor auf pv magazine. weiterlesen…

Auszeichnung für Glas-Glas-Module

Solarwatt erhält als erster deutscher Modulhersteller “Cradle to Cradle”-Zertifizierung

Nach eigenen Angaben ist der Dresdner Modulhersteller Solarwatt der erste deutsche PV-Produzent, der – so Sandra Enkhardt im pv magazine am 25.07.2022 – das Nachhaltigkeitszertifikat „Cradle-to-Cradle“ für seine Glas-Glas-Module aus Dresdner Herstellung bekam – in Silber, wobei der komplette Prozess von der Materialbeschaffung bis zum Recycling überprüft wird. Die Solarmodule des sächsischen Unternehmens gelten damit über den gesamten Kreislauf betrachtet als besonders nachhaltig – von der Materialbeschaffung bis hin zum Recycling. Solarwatt reagiert mit dieser Zertifizierung auf das wachsende Interesse an nachhaltigen Solarmodulen in Europa. weiterlesen…

Öffentlicher Investitionsbedarf zur Erreichung der Klimaneutralität

Fünf Billionen Euro – Klimaschäden werden teurer

Die deutsche Klimaneutralität soll zwar erst 2045 erreicht werden, erfordert aber bis dahin erhebliche Investitionen. Demgegenüber stehen allerdings Milliardenschäden, die der Klimawandel schon jetzt verursacht hat. Die Klimaneutralität wird Deutschland rund fünf Billionen Euro kosten, schätzt KfW Research in einer bei der Basler Prognos AG in Auftrag gegebenen Untersuchung. Nichts tun wäre aber auch keine Option: Die Klimaschutzziele können heute mit bekannten Technologien erreicht werden, erfordern aber langfristige Transformation klimarelevanter Systeme und Prozesse – so die KfW in einer Medienmitteilung vom 19.07.2022. weiterlesen…

CSIRO „zerschlägt Atomfantasie der Koalition“

Australien: Langsam, teuer und nicht gut für die 1,5°-Grenze

Australiens führende wissenschaftliche Forschungsorganisation, die CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation), hat dem Portal RenewEconomy.com.au zufolge einem erneuten Vorstoß der Bundeskoalition Pro-Atomenergie „einen vernichtenden Schlag versetzt“: Sie sei teuer und zu langsam, um einen nennenswerten Beitrag zu ernsthaften Klimazielen zu leisten. In der jüngsten Version des wichtigen GenCost-Berichts der CSIRO wird die Kernenergie nach wie vor als teuerste echnologie eingestuft, und zwar mindestens doppelt oder bis zu fünfmal so teuer wie „feste“ Wind- und Sonnenenergie, einschließlich der Kosten für Speicherung und Übertragung. weiterlesen…

Grünstrom deutlich billiger als fossiler

IRENA berichtet über Kosten für erneuerbare Stromerzeugung 2021

Die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien hat sich 2021 weiter verbessert – so der IRENA-Bericht Stromerzeugungskosten aus Erneuerbaren Energien 2021. Daten aus der IRENA-Datenbank zu den Kosten Erneuerbarer Energien und Analysen der jüngsten Trends im Energiesektor bestätigen ihre wesentliche Rolle auf dem Weg zu einer erschwinglichen und technisch machbaren Netto-Null-Zukunft: Die global gewichteten Durchschnittskosten für neu in Betrieb genommene PV-, Onshore- und Offshore-Windkraftprojekte sind 2021 gesunken. Dies geschah trotz steigender Preise für Rohstoffe und Anlagen für Erneuerbare Energien, da sich diese Kostensteigerungen erst mit erheblicher Verzögerung in den installierten Gesamtkosten der Projekte niederschlagen. weiterlesen…

Dank Asparagopsis klimafreundliche Wiederkäuer

Alge als Methanbremse

Rinder und Schafe tragen einen wesentlichen Teil zur Klimaerwärmung bei. In ihren Mägen entstehen beim Wiederkäuen durch Gärprozesse Methan und andere Klimagase. Dafür verantwortlich sind Mikroorganismen im Magen und Darm der Tiere. Laut der australischen Forschungsagentur CSIRO ist das Methan, das die Tiere ausstoßen, so beispielsweise für zehn Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Australiens verantwortlich. Zudem haben die Emissionen aus der Nutztierhaltung eine deutlich stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid – Methan ist 25-mal stärker, Lachgas sogar 298-mal – so ein Artikel im Berliner Tagesspiegel vom 20.07.2022. weiterlesen…