Vor 50 Jahren: 1. UN-Umweltgipfel in Stockholm

Indira Gandhi: „Umwelt und Entwicklung nicht trennen“

Vom 05. bis 16.06.1972 fand in Stockholm die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen oder auch Weltumweltkonferenz, kurz UNCHE (englisch United Nations Conference on the Human Environment), statt – die erste Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt, Beginn der internationalen Umweltpolitik. Damals trafen sich mehr als 1.200 Vertreter aus 113 Staaten und erarbeiteten eine „Erklärung der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen“. Die am 16.06.1972 verabschiedete Deklaration enthielt 26 Prinzipien für Umwelt und Entwicklung. Darüber hinaus wurde ein Aktionsplan mit 109 Empfehlungen verfasst, der Maßnahmen des internationalen Umweltmanagements expliziter ausführt. (Foto: 5 June 1972 – United Nations Conference on the Human Environment, Stockholm. General view: opening meeting of the Conference – © UN Photo, Yutaka Nagata) weiterlesen…

Klima und Meere gemeinsam schützen

IASS-Politikempfehlungen für Deutschland

Der Ozean absorbiert 20 bis 35 Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen, was ihn global betrachtet zur signifikantesten CO2-Senke macht. Eine neue IASS-Studie widmet sich dem Konzept des „Blue Carbons“: Der Begriff steht für Kohlenstoff, der im Ozean und in Küstenökosystemen gespeichert ist. weiterlesen…

Stabile Stromnetze und eingefangenes CO2

Zwei Doktorarbeiten aus Elektrotechnik und Maschinenbau erhalten Gebrüder-Eickhoff-Preis

Die beiden Doktorarbeiten, die dieses Jahr mit dem Gebrüder-Eickhoff-Preis ausgezeichnet wurden,, sehen sich dem Klimaschutz verpflichtet: Johnny Chhor hat in seiner Arbeit an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum Netzstromrichter optimiert, die unter anderem umweltfreundlich gewonnenen Strom stabil und sicher ins Netz einspeisen helfen. Tobias Neumann hat sich an der Fakultät für Maschinenbau mit einem vieldiskutierten Thema befasst: CCS. Der Preis wurde am 10.06.2022 übergeben. weiterlesen…

Erdwärmepumpen können Deutschland zu drei Viertel mit Wärme versorgen

Fraunhofer IEG entwickelt Roadmap für Oberflächennahe Geothermie

Die Wärmewende hinkt der Stromwende hinterher. Während Wind und Sonne in guten Jahren die Hälfte der Stromenergie nachhaltig liefern, decken regenerative Wärmequellen weniger als ein Fünftel des Wärmebedarfs. Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürger müssen nun die Weichen für eine Wärmeversorgung ohne Öl und Gas stellen, die nachhaltig, versorgungssicher, regional und bezahlbar ist. Erdwärmepumpen stellen eine äußerst vorteilhafte Option dar, die nationalen Klimaziele für das Jahr 2045 zu erreichen. In der „Roadmap Oberflächennahe Geothermie – Potenziale, Hemmnisse und Handlungsempfehlungen“ legen nun die Autoren der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG die notwendigen Schritte dar, um diese Option zu nutzen. (Titel: Roadmap – Oberflächennahe Geothermie – © Fraunhofer IEG) weiterlesen…

Brandgefährlicher Klimawandel

Durch Trockenheit wächst Risiko

In einem europaweiten Forschungsprojekt entwickeln Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein Brandmanagement-Konzept, um Waldbrände künftig rechtzeitig erkennen und verhüten zu können. Gemeinsam mit 47 Partnereinrichtungen aus 14 Ländern erforschen sie in den kommenden drei Jahren, welchen Einfluss der Klimawandel auf Waldbrände hat und wie diese taktisch und technisch kontrolliert werden können. Im deutschen Piloten des EU-Forschungsprojektes DRYADS untersucht das Forschungsteam um Andrea Klippel, wie sich Bodenbrände in verschiedenen Vegetationen ausbreiten und welchen Einfluss die zunehmende Trockenheit durch den Klimawandel hat. weiterlesen…

CO2-Fußabdruck künstlicher Intelligenz rückt ins Blickfeld

Neues Gebiet der Klimaforschung

Schon seit drei Jahrzehnten ist der CO2-Ausstoß von Autos politisches und gesellschaftliches Thema; es gibt Berichtspflichten für Hersteller, staatliche Regulierung und viel begleitende Forschung. Ähnlich kann es vielleicht bei einem modernen Produkt laufen, das sich mit enormem Tempo verbreitet und das Klima ebenfalls tangiert: „künstliche Intelligenz“ (KI), also auf lernfähigen Algorithmen basierende Software für diverse Zwecke, vom selbststeuernden Auto über automatische Bilderkennung und Sprachübersetzung bis zur Optimierung von Logistik. Auch hier beginnt die Klimaforschung jetzt, den CO2-Fußabdruck zu vermessen. Einen Rahmen dafür bietet eine neue Studie, erstellt unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und am 10.06.2022 in Nature Climate Change publiziert. weiterlesen…

Handlungsempfehlungen für ökologischen Wandel, wirtschaftliche und soziale Resilienz

Ergebnis eines 18-monatigen Dialogs

Das Deutsch-Französische Zukunftswerk hat am 12.05.2022 sieben Handlungsempfehlungen für die Politik veröffentlicht, die sowohl den ökologischen Wandel als auch die wirtschaftliche und soziale Resilienz auf kommunaler Ebene stärken sollen. Die Empfehlungen richten sich an die Regierungen beider Länder. Sie sind das Ergebnis eines 18-monatigen Dialogs mit Akteuren aus Lokalpolitik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowohl in Frankreich als auch in Deutschland. (Foto: Marburg Marktbrunnen, 1972 – © Hrz29vv, eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Breites Bündnis ruft zum Energiesparen auf

BMWK legt vor und lässt Fassadenbeleuchtung abgeschaltet

Zusammen mit einem breiten Bündnis von Verbänden hat Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck zum Energiesparen aufgerufen. Bei einem Energieeffizienz-Gipfel im ewerk in Berlin verabschiedeten das Bundeswirtschaftsministerium, Sozialpartner, Wirtschafts-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände sowie kommunale Spitzenverbände eine Erklärung, in der Energiesparen und Energieeffizienz von den Akteuren als gesamtgesellschaftliches Projekt gesehen wird, das alle braucht – Politik, Sozialpartner, Industrie, Mittelstand, Kommunen, Umweltverbände genauso wie Verbraucher. Die Beteiligten wollen Energiesparen in ihrem Wirkungsbereich mit eigenen Initiativen unterstützen, ob über den Einsatz von Energie-Scouts in Unternehmen, Energieeffizienzmaßnahmen in den Betrieben bei Beleuchtung und Wärmerückgewinnung, oder Wärmeschutzverglasung großer Schaufenster. Im Anschluss an das Verbändetreffen startete Bundeswirtschaftsminister Habeck zudem „80 Millionen gemeinsam für Energiewechsel“ – eine neue Kampagne des BMWK. weiterlesen…

Emissionsbilanzen im Lebensmittelsektor

Gemeinsame Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

Ein neuer Ansatz für die Bilanzierung der im Lebensmittelsektor verursachten Emissionen, der auch den Agrarhandel berücksichtigt, könnte dazu beitragen, die Ziele der Treibhausgas-Reduzierung zu erreichen. Eine Studie, die jetzt open access in Nature Communications veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass es erhebliche Auswirkungen haben könnte, wenn die Verantwortung für die Emissionsminderung auf alle Länder entlang der Wertschöpfungskette eines Produkts verteilt wird. weiterlesen…

Mehrwertsteuer ökologisch und sozial gestalten!

UBA schlägt vor: Null Prozent auf pflanzliche Grundnahrungsmittel und öffentlichen Verkehr

Das Umweltbundesamt (UBA) schlägt vor, die Mehrwertsteuer stärker an ökologischen und sozialen Kriterien auszurichten. Kern des „Entlastungspaket Klima und Umwelt“ ist es, pflanzliche Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Getreideerzeugnisse und pflanzliche Öle und den öffentlichen Personenverkehr ganz von der Mehrwertsteuer zu befreien. (Grafik: UBA-Vorschläge für eine umweltorientierte Reform der Mehrwertsteuer – © UmweltBundesamt) weiterlesen…