Weltweit größtes schwimmendes Windkraftwerk fertig

50 MW vor der Küste Schottlands

Die spanische Cobra Wind hat im Auftrag von Pilot Offshore Renewables 15 Kilometer vor der schottischen Küste den größten schwimmenden Windpark der Welt in Betrieb genommen. Mit 50 MW ist der die größte Anlage ihrer Art, berichten zahlreiche Internetportale wie Balkan Green Energy News am 28.08.2021 und das American Bureau of Shipping (ABS, s.u.) am 23.08.2021. Kincardine ist eine Hafenstadt in Schottland, bekannt durch die Brücke über den Firth of Forth. (Foto: Schwimmende Offshore-Wind-Plattform – © Jarvin – Own work CC BY 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Erstmals in Spanien Biokerosin aus Abfällen produziert

Fortschritt bei der Dekarbonisierung von Kraftstoffen für die Luftfahrt

Die spanische Repsol S.A., eines der zehn größten privaten Mineralölunternehmen der Welt und spanischer Marktführer, hat – so eine Medienmitteilung vom 25.08.2021 – die Produktion der ersten Charge von Biojet aus Abfällen für den spanischen Markt in seinem Petronor-Industriekomplex in Bilbao erfolgreich abgeschlossen. Dies sei ein bedeutender Meilenstein in der Herstellung von Kraftstoffen mit einem geringen Kohlenstoff-Fußabdruck. Biojet-Kraftstoff wird aus pflanzlichen Ölen, Zuckern, tierischen Fetten und Biomasse (einschließlich holzartiger Biomasse) hergestellt. weiterlesen…

Alternative zu klimaschädlichem Zement

CO2-Emissionen könnten massiv gesenkt werden

EEine klimafreundliche Alternative zu herkömmlichem Zement haben Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der brasilianischen Universität Pará entwickelt. Mit einem bislang ungenutzten Abraumprodukt der Bauxitförderung als Rohstoff lässt sich der CO2-Ausstoß während der Produktion um bis zu zwei Drittel senken. Gleichzeitig ist der alternative Zement genauso stabil wie der bisherige Portlandzement. Die Ergebnisse wurden in Sustainable Materials and Technologies veröffentlicht. weiterlesen…

Deutsche Unternehmen betreiben Greenwashing bei Ökostrom

Befragung der Deutschen Umwelthilfe deckt Umetikettierung auf

Mehr und mehr deutsche Unternehmen in Deutschland werben mit der Nutzung von 100 Prozent Ökostrom. Eine aktuelle Befragung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 66 Unternehmen zeigte jedoch: Eine große Zahl an Unternehmen betreibt mit dieser Ausweisung Greenwashing. Statt tatsächlich Strom aus Erneuerbaren Energien zu kaufen, setzen Unternehmen offenbar weiterhin auf den normalen Strommix und kaufen zusätzlich günstige Grünstromzertifikate, zum Beispiel von norwegischen Wasserkraftwerken – so eine DUH-Medienmitteilung vom 27.08.2021. weiterlesen…

Erster grüner Stahl der Welt bereit zur Auslieferung

Ohne Koks oder Kohle – nur mit Wasserstoff produziert

Der schwedische Stahlkonzern SSAB hat einer Medienmitteilung vom 18.08.2021 zufolge den ersten fossilfreien Stahl der Welt produziert und an einen Kunden ausgeliefert. Die Probelieferung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer vollständig fossilfreien Wertschöpfungskette für die Eisen- und Stahlerzeugung und ein Meilenstein in der HYBRIT-Partnerschaft zwischen SSAB, LKAB und Vattenfall. Im Juli walzte SSAB Oxelösund den ersten Stahl, der mit der HYBRIT-Technologie hergestellt wurde, d. h. mit 100 % fossilfreiem Wasserstoff anstelle von Kohle und Koks. Der Stahl wird jetzt an den ersten Kunden, die Volvo-Gruppe, geliefert. (Foto: Erster fossilfreier Stahl – Foto mit frdl. Genehmigung © Jan Lindblad Jr., SSAB.com) weiterlesen…

Regierung will internationalen Klimaclub gründen

„Klimaschutz international ein Standortvorteil“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat einer Medienmitteilung aus seinem Ministerium zufolge am 25.08.2021 im Bundeskabinett gemeinsame Eckpunkte mit AA, BMWi, BMU und BMZ für einen internationalen Klimaclub vorgestellt. Ziel ist es, der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens international einen zusätzlichen Schub zu geben. Kern der Initiative ist die kooperative Zusammenarbeit von Ländern, die bei der Transformation voranschreiten wollen. Ein solcher offener und kooperative Klimaclub soll nach dem Willen der Bundesregierung eine Partnerschaft sein, in dem sich die Staaten auf ambitionierte Klimaziele und entsprechende Maßnahmen verpflichten. weiterlesen…

CO2-Grenzausgleich im europäischen Kontext

Votum des wissenschaftlichen Beirats

Der Wissenschaftliche Beirat (WB) beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) spricht sich nach Angaben der Bundesregierung „für ein multilaterales Vorgehen beim Klimaschutz aus und gegen Maßnahmen, die Handelsstreitigkeiten auslösen und die Effektivität der EU-Klimapolitik untergraben“. Auch die Bundesregierung setze sich für kooperative Lösungen mit internationalen Partnern beim Klimaschutz ein und beziehe das Votum des WB in ihre Klimapolitik ein, heißt es in der Antwort (19/32001) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/31732) vom 27.08.2021. (hib/HAU) weiterlesen…

Wasserstoff-Verbrenner – fast ohne Emissionen

Deutz: „Reif für den Markt“

Der Kölner Motorenhersteller DEUTZ stellte jetzt mit dem TCG 7.8 H2 seinen ersten Wasserstoff-Verbrennungsmotor vor. Nach BMW erst der zweite in Deutschland – bisher wurde Wasserstoff stets in Brennstoffzellen in Strom verwandelt, waren also Elektro-Autos. Mit dem Wasserstoffmotor baut das Unternehmen sein Angebot an emissionsreduzierten und -freien Antrieben weiter aus: Der Motor auf Basis eines Otto-(Benzin)-Motors erfüllt den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwert für Zero Emission, ist also E-Autos gleichgestellt. (Foto: Mit dem TCG 7.8 H2 ist der erste Wasserstoffmotor von DEUTZ „reif für den Markt“ – Foto © deutz.com) weiterlesen…

DStGB fordert 100.000 Solardächer-Programm für öffentliche Gebäude

„Riesiges Potenzial im Bereich der kommunalen Liegenschaften“

Deutschland wird das Klimaziel im Gebäude- und im Verkehrssektor nicht erreichen. Dabei gibt es gerade im Bereich der kommunalen Liegenschaften ein riesiges Potenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist, so der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Viele Kommunen gingen zwar seit Jahren mit Solaranlagen auf den Dächern ihrer Gebäude voran. Um aber die ambitionierten Ausbauziele des Klimaschutzgesetzes weitgehend flächendeckend zu erreichen, wird es allerdings ohne zusätzliche Förderung nicht gehen, um die Finanzierung der Investitionen zu ermöglichen. weiterlesen…

Wenige sind schuld an fast der Hälfte der Emissionen

Dritter Teil des IPCC-Reports geleakt

Eine kleine Gruppe von Forschern hat den Teil 3 des 6. IPCC-Entwurfs veröffentlicht – daraus geht hervor, dass vergleichsweise wenige Menschen verantwortlich für den Großteil der Emissionen sind: Die reichsten zehn Prozent der Menschheit sind für 36 bis 45 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Die Wissenschaftlergruppe nennt sich Scientist Rebellion und ist ein Ableger der Bewegung Extinction Rebellion. Im Papier findet sich diese Zahl, die Reichsten verursachen mehr als zehnmal so viel Emissionen wie die ärmsten zehn Prozent. Dieses Zehntel der Weltbevölkerung habe lediglich drei bis fünf Prozent zu verantworten. (Titel: 1. Teil des 6. Sachstandsberichts (am 09.08.2021 veröffentlicht) – © ippc.com) weiterlesen…