Soziale Sicherung elementar für Katastrophenvorsorge

Welt-Risiko-Bericht und -Index 2021 erschienen: Vanuatu, Salomonen und Tonga Länder mit höchstem Katastrophenrisiko

Mit dem Fokus „Soziale Sicherung“ erschien am 15.09.2021 der diesjährige WeltRisikoBericht – vorgestellt vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden auch die Ergebnisse des diesjährigen WeltRisikoIndexes präsentiert, der das Katastrophenrisiko für 181 Länder erfasst. Die Corona-Pandemie, Waldbrände und Überflutungen haben zuletzt deutlich gemacht, wie elementar eine soziale Absicherung gegen existenzielle Risiken ist. (Bild: Weltrisikobericht 2021 – Titel © entwicklung-hilft.de) weiterlesen…

Umweltfreundliches Verfahren zur Synthese organischer Stoffe für Hochleistungsindustrie entwickelt

Nachhaltig und ein Viertel billiger

Die Herstellung von Materialien aus organischen Stoffen war bis dato nur mithilfe stark toxischer Lösemittel möglich. Ein Team um die Chemikerin Miriam Unterlass, Professorin der Universität Konstanz und Adjunct Principal Investigator am CeMM, entwickelte nun ein Verfahren, mit dem organische Stoffe nur durch das Erhitzen in Wasser völlig schadstofffrei für die Verwendung als Hochleistungsmaterialien nutzbar gemacht werden. Die im Journal of Materials Chemistry A veröffentlichte Untersuchung stellt einen wichtigen Meilenstein in der umweltfreundlichen Herstellung organischer Stoffe dar. (Bild: Koloriertes Mikroskopiebild eines Monolithen – © Lahnsteiner M, Unterlass M, veröffentlicht in Journal of Materials Chemistry A, CC-BY 3.0, 2021, cemm.at weiterlesen…

Fracking gefährdet Oberflächengewässer

IESE-Forschung in der Wissenschaft

Am 20.08.2021 in Science publizierte Forschungsergebnisse belegen, dass Fracking zu erhöhten Salzkonzentrationen in Oberflächengewässern führt. In dem Artikel kommen Professoren der IESE Business School, der Chicago Booth und der University of Bristol zu dem Schluss, dass bessere und häufigere Wassermessungen erforderlich sind, um die Umweltauswirkungen der sogenannten unkonventionellen Öl- und Gasförderung auf Oberflächengewässer vollständig zu verstehen. (Foto: In Deutschland nicht erlaubt: Provisorisches Fracking-Schlamm-Depot, Bakken-Formation, North Dakota – © Joshua Doubek – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

2030-Ziele erfordern Verdreifachung der Klimaschutzinvestitionen

30 Milliarden Euro Bundesmittel für CO2-Verringerung nötig

Um eine Minderung der Treibhausgasemissionen von 65 Prozent gegenüber 1990 im Jahr 2030 zu erreichen, müssen jährlich knapp 30 Milliarden Euro Bundesmittel in den Klimaschutz fließen – fast doppelt so viel wie bisher veranschlagt. Zusammen mit weiteren Finanzbedarfen auf kommunaler Ebene braucht es damit insgesamt bis zu drei Mal so hohe Klimaschutzinvestitionen, wie eine Studie im Auftrag von Agora Energiewende und dem Forum New Economy zeigt. weiterlesen…

GFS-Atomkraft-Analyse: „Nachhaltigkeit in Gefahr“

Technische Bewertung der Kernenergie durch EU-Forschungsstelle im Hinblick auf Kriterium „keine signifikante Schädigung“ kritisch analysiert

Die Ergebnisse eines gemeinsamen Policy Briefs von Christoph Pistner, Matthias Englert (Öko-Institut) und Ben Wealer (TU Berlin) stellen die fehlerhaften Grundannahmen der ursprünglichen Bewertung der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU (GFS, siehe: solarify.eu/eu-kernkraft-als-gruene-investition) in Frage, die zu dem Schluss kam, dass Kernenergie weder für Menschen noch für die Umwelt schädlich ist („do no significant harm“). Diese betreffen vor allem vier Aspekte: die Rolle der Kernenergie für die Stromerzeugung in der EU27, die Entsorgung nuklearer Abfälle, die Risikobewertung nuklearer Technologien und die Verbreitung von Kernwaffen. weiterlesen…

Weltgrößte DAC-Anlage geht in Island in Betrieb

Orca saugt 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr ab

Die weltweit größte Anlage, die Kohlendioxid direkt aus der Luft absaugt und unterirdisch deponiert, ist am 08.09.2021 am Hellisheiði-Kraftwerk auf Island in Betrieb gegangen, so das auf direkte Abscheidung von Kohlendioxid aus der Luft (DAC – siehe: solarify.eu/schweizer-unternehmen-will-jaehrlich-4-000-tonnen-co2-versteinern) spezialisierte Schweizer Start-up-Unternehmen Climeworks AG, das hinter der neu entstehenden grünen Technologie steht. Climeworks hat sich mit dem isländischen Kohlenstoffspeicherunternehmen Carbfix zusammengetan, um mit „Orca“ eine Anlage zu entwickeln, die bis zu 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr absaugt. (Foto: Direct Air Capture (DAC)-Vorrichtung – Foto m. frdl. Genehmigung © climeworks) weiterlesen…

Wettbewerb zur Entsalzung von Meerwasser

US-Energieministerium fordert Erfinder heraus, Wellenkraft zu nutzen

Das amerikanische Energieministerium (DOE) sucht nach Geräten, die in Katastrophengebieten eingesetzt werden können, in denen der Strom ausgefallen ist. Dazu wurde 2019 vom National Renewable Energy Laboratory (NREL) des DOE ein Wettbewerb gestartet, der Tüftler herausfordern soll. Viele Unternehmen hatten es versucht, aber ihre Projekte zur Gewinnung von Wellenenergie – von denen einige zig Millionen Dollar gekostet hatten – waren im Grunde genommen im Sande verlaufen. Bis 2015 hatte sich nämlich die Nutzung von Sonnen- und Windenergie zwar zu einer großen Sache entwickelt, aber die Nutzung der Wellenenergie war immer noch ein Traum. (Foto: Hurrikan Sandy 2012, Schäden an Pier in New Jersey – Foto © Master Sgt. Mark C. Olsen, U.S. Air Force, New Jersey National Guard – Flickr, Gemeinfrei, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Politiker entscheiden sich verstärkt gegen Klimaschutz

DUH-Dienstwagen-Check mit ernüchternder CO2-Bilanz

„Politiker zeigen mit der Wahl ihrer Dienstwagen, dass sie die Dringlichkeit für mehr Klimaschutz noch immer nicht begriffen haben“ – so die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einer Medienmitteilung vom 08.09.2021 zum 15. Dienstwagen-Check unter Spitzenpolitikern. Der offenbart ausgerechnet im Jahr der Klimawahl und trotz zunehmend spürbarer Folgen der Klimakrise erneut steigende Klimagasemissionen. Durchschnittlich stoßen die Dienstwagen auf der Straße deutlich mehr als das Doppelte des erlaubten CO2-Flottengrenzwertes aus. weiterlesen…

Niedertemperatur-Wärmenetze – machbar und wirtschaftlich

Neues Handbuch

Wärmenetze sind zentrale Hebel für den Klimaschutz im Gebäudesektor. Um dort erneuerbare Energien und Abwärme optimal einbinden zu können, müssen die Temperaturen in den Netzen gesenkt werden. Das Fraunhofer IEE hat in enger Kooperation mit dem AGFW (Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK) und zusammen mit europäischen Forschungspartnern ein Handbuch darüber erstellt (und am 08.09.2021 , wie bestehende Fernwärme-Systeme umgerüstet und neue Niedertemperatur-Netze geschaffen werden können. Dabei stellen die Experten sowohl die technische als auch die ökonomische Seite dar. Zahlreiche Fallbeispiele belegen: Niedertemperatur-Fernwärme ist unter vielerlei Bedingungen technisch machbar – und wirtschaftlich sinnvoll. weiterlesen…

Potenziale für Wasserstoffantrieb bei Off-Highway-Fahrzeugen

Potenziale für Wasserstoffantrieb bei Off-Highway-Fahrzeugen

Für „Off-Highway“-Fahrzeuge wie Traktoren oder Baumaschinen und bestimmte Schienenfahrzeuge sind laut Bundesregierung „Potenziale von Wasserstoffverbrennungsmotoren für den Antrieb zu erkennen“ – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Ob dies auch in anderen Teilbereichen der Fall sein könnte, sei noch nicht abzusehen, heißt es in der Antwort der Regierung (19/32205) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/31768). Für andere bodengebundene Verkehrsmittel dürften im Bereich der Wasserstoffmobilität aus Effizienzgründen und aufgrund der Emissionsfreiheit Brennstoffzellenantriebe zu bevorzugen sein, schreibt die Bundesregierung. (hib/HAU) – Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…