Erforschung der Eifelmaare deutet auf häufigeren Starkregen hin

Sedimentbohrkerne weisen auf verstärkte Wetterereignisse in Warmzeiten hin

Zwischen dem vom Hochwasser verwüsteten Kreis Ahrweiler und den Vulkanseen in der Eifel liegen weniger als einhundert Kilometer. Genau diese Maare belegen jetzt, dass Wetterextreme künftig zunehmen könnten. Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Max-Planck-Instituts für Chemie haben einer gemeinsamen Medienmitteilung vom 20.08.2021zufolge an Sedimentbohrkernen aus Maarseen und Trockenmaaren der Vulkaneifel präzise abgelesen, wie sich das Klima in Mitteleuropa während der letzten 60.000 Jahre veränderte: In Kaltzeiten schwankte das Klima weniger, Wetterextreme waren gedämpfter. In Warmzeiten hingegen gab es unter anderem extremere Niederschlagsereignisse. Dieses Ergebnis legt nahe, dass sich Mitteleuropa mit dem menschengemachten Klimawandel auf mehr Extremwetterereignisse einstellen muss. (Foto: Schalkenmehrener Maar – m. frdl. Genehmigung © Frank Sirocko, Johannes-Gutenberg-Universität) weiterlesen…

Solarkraftwerk im All?

China plant weltraumgestützte Solarenergiestation

Einem Regierungsplan zufolge will China bis 2030 eine 1-Megawatt-Solarenergiestation im Weltraum errichten, schrieb Stephen Chen am 17.08.2021 in der Hongkonger South China Morning Post. Sonnenenergie im Weltraum zu ernten und mit riesigen Raumstationen zur Erde zu übermitteln, galt bisher als Science-Fiction, aber bis 2030 soll die erste 1-Megawatt-Solarenergiestation im Weltraum arbeiten. Und bis 2049, wenn die Volksrepublik China ihr 100-jähriges Bestehen feiert, würde die Gesamtleistung auf 1 Gigawatt steigen, so viel, wie das derzeit größte AKW. weiterlesen…

Energiewende mit flüssiger Luft

Tech-Startup phelas bekommt mehr als halbe Million Euro

Deutschlands Strom wird zunehmend grüner. Die Speicherung von Wind- und Sonnenenergie bleibt dabei eine der größten Herausforderungen. Mit ihrem neuartigen elektrischen Großspeichersystem „Aurora“ will das Startup phelas aus München genau dieses Problem lösen und der Energiewende zum Durchbruch verhelfen. Das sechsköpfige Gründerteam konnte sich dafür jetzt eine Pre-Seed-Finanzierung von 600.000 Euro sowie Fördergelder sichern. Zu den Investoren gehören erfahrene Business Angels aus dem BayStartUP Investorennetzwerk (nach eigener Aussage „bayerisches Startup-Netzwerk für Startups, Investoren und die Industrie“), die selbst als Gründer und Unternehmer erfolgreich sind – so eine Medienmitteilung. (Foto: Kompressor – © stevepb auf pixabay) weiterlesen…

Soziale CO2-Kosten 3.000 €/t

Klimawirtschaftliche Rückkopplungen und Temperaturschwankungen

Die Kosten des Klimawandels könnten bis 2100 sehr viel höher sein als bisher angenommen. Das geht aus einer Studie hervor, die ein internationales Forscherteam am 06.09.2021 open access in Environmental Research Letters veröffentlicht hat. Darin modellieren Forscher die Auswirkungen des Klimawandels auf das künftige Wirtschaftswachstum. weiterlesen…

Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl

Einstellung der Parteien zu Erkenntnissen der Wissenschaft und zur Forschungsförderung

Vor der Bundestagswahl haben die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften – der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) – allen im Bundestag vertretenen Parteien sogenannte „Wahlprüfsteine“ vorgelegt, mit denen sie die Parteien nach ihren Plänen zu ausgewählten Themen aus Forschung, Bildung, Klimaschutz und Energiewende befragen. Auch die Einstellung der Parteien zu Erkenntnissen der Wissenschaft und zur Forschungsförderung in Deutschland sowie in der EU wurde abgefragt. Die gemeinsame Aktion soll dokumentieren, welche grundlegenden wissenschaftspolitischen Vorstellungen die jeweiligen Parteien haben. Solarify dokumentiert die Antworten. weiterlesen…

Klimaklage von Greenpeace und DUH gegen BMW, Daimler, VW und Wintershall Dea

Deutsche Konzerne auf Klimaschutz verklagt

Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe fordern deutsche Konzerne auf, ihre CO2-Emmissionen deutlich schneller zu verringern. Gemeinsamen Medienmitteilungen vom zufolge berufen sich die Organisationen auf das Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts und auf einen ähnlich spektakulären Spruch in den Niederlanden(siehe: solarify.eu/gericht-verurteilt-holllaendische-regierung-zum-klimaschutz). Bis 2030 sollen drei deutsche Autohersteller unter anderem den Verkauf klimaschädlicher Diesel- und Benzin-Verbrenner stoppen; das Öl- und Erdgasunternehmen Wintershall Dea soll spätestens ab 2026 keine neuen Öl- und Gasfelder mehr erschließen. weiterlesen…

Grenzen einer CO2-Bepreisung

Greenpeace-Studie: Wer sich allein auf den CO2-Preis verlässt, wird Klimaziele verpassen

Eine Bepreisung von CO2 kann nur gemeinsam mit anderen Maßnahmen die deutschen Klimaziele erreichen – für sich allein wirkt der Preis zu schwach. Das zeigt eine am 02.09.2021 veröffentlichte Untersuchung von DIW Econ, einer Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin im Auftrag von Greenpeace. Mit dem Fokus auf Energiewirtschaft und Verkehr weisen die Autoren um Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am DIW, eine Reihe von Hemmnissen nach, die einen CO2-Preis weitgehend wirkungslos machen und benennen flankierende Maßnahmen.(Titel: Greenpeace-Studie) weiterlesen…

RWE: zwei Zuschläge für PV-Speicher-Kraftwerke am Tagebau Garzweiler

31,5 MW PV und 10,1 MW Speicher

RWE goes Renewables: Insgesamt plant der Energiekonzern auf Betriebsflächen des Tagebaus 31,5 Megawatt Photovoltaik und 10,1 MW Batteriespeicher. Beide Projekte sollen laut einer Medienmitteilung vom 31.08.2021 Anfang 2023 ans Netz gehen. 16 Zuschläge für Photovoltaik-Speicher-Kombinationen mit insgesamt 156 Megawatt hatte die Bundesnetzagentur im August als Ergebnis ihrer Innovationsausschreibung erteilt. (Foto: Aussichtspunkt Skywalk am Tagebau Garzweiler – bald soll sich der Blick ändern – Foto © RWE Power) weiterlesen…

Berlin auf Platz 1 im Städteranking „Klimaschutz und Klimaanpassung“

Einwohnerzahl hat starken Einfluss auf Aktivität

Forschende des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner und der Universität Potsdam haben erstmals ein vergleichendes Ranking für die Aktivität von Städten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeitet. Sie betrachteten 104 Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Dabei zeigte sich, dass größere Städte klimapolitisch aktiver sind als kleinere. Städtisches Engagement für den Klimaschutz zieht außerdem tendenziell Engagement für die Anpassung der Stadt an die Klimawandelfolgen nach sich. weiterlesen…

Wertvolle Klimaschutz-Ressourcen

Untersuchung zeigt hohe Kohlenstoffspeicherung in afrikanischen Bergwäldern

Die tropischen Bergwälder Afrikas speichern in ihrer oberirdischen Biomasse mehr Kohlenstoff als alle anderen tropischen Wälder der Erde. Sie leisten mit dieser – bisher vom Weltklimarat IPCC erheblich geringer veranschlagten hohen Speicherkapazität einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 25.08.2021 in Nature veröffentlichte Untersuchung eines internationalen Forschernetzwerks, das mit Nachdruck zum Erhalt dieser kohlenstoffreichen Ökosysteme aufruft. Andreas Hemp von der Universität Bayreuth und sein Team haben einer Medienmitteilung vom 26.08.2021 zufolge in diesem Rahmen die Kohlenstoff-Vorräte in den Bergwäldern am Kilimandscharo untersucht. (Foto: Nebelwald am Kilimandscharo – m. frdl. Erlaubnis © Andreas Hemp) weiterlesen…