Falsche Weichenstellung

Greenpeace-Report: EU-Mercosur-Abkommen würde Handel mit Wegwerfplastik steigern

Das umstrittene EU-Mercosur-Handelsabkommen würde Zölle auf Produkte aus Einweg-Plastik abschaffen und damit riskieren, die Flut an Plastikmüll deutlich zu steigern. Das zeigt ein am 09.11.2023 von Greenpeace veröffentlichter Report.  Die Zölle wie geplant zu senken, würde die Produktion und den Export von Plastikrohstoffen, Plastikmüll und Einweg-Produkten wie Plastikbesteck aus der Europäischen Union in die Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay verstärken. weiterlesen…

US-Wissenschaftler wandeln Kohlendioxid in Treibstoff um

MIT- und Harvard-Forscher revolutionieren die Umwandlung von CO2 in umweltfreundlichen Kraftstoff

Wissenschaftler am MIT und in Harvard haben ein innovatives Verfahren zur Umwandlung von CO2 in Kraftstoff entwickelt und in Cell Press Physical Sciences publiziert – mit einem doppelten Ziel: Neben der Verringerung der anthropogenen Kohlendioxidemissionen wird eine erneuerbare Energiequelle erzeugt. Die Kohlenstoffeffizienz ist heute eines der drängendsten Probleme der Kohlendioxid-Elektroreduktion. Es gibt zwar Studien über Anionen-Austauschmembran-Elektrolyseure mit Kohlendioxid (Gas) und bipolare Membranelektrolyseure mit Bicarbonat (wässrigem) Ausgangsmaterial, aber beide leiden unter einer geringen Kohlenstoffeffizienz. weiterlesen…

EU-Unterhändler einigen sich auf Naturschutzgesetz

Für mehr Moore und Wälder

Über das EU-Gesetz zum Naturschutz ist in Brüssel heftig gestritten worden – nun haben sich Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des EU-Parlaments in der Nacht zum 10.11.2023 auf einen heiß diskutierten Kompromiss des Naturschutzvorhabens geeinigt. Das Gesetz könnte am Ende aber doch noch scheitern, befürchtet tagesschau.de. Damit sich die Natur in der EU erholt, sollen Wälder aufgeforstet, Moore wiedervernässt und Flüsse in ihren natürlichen Zustand versetzt werden. weiterlesen…

BMUV fördert innovative Anlage zum optimierten Metall-Recycling

Pilotanlage in Schleswig-Holstein erhält Förderung aus dem Umweltinnovationsprogramm

Mit einer neuen Anlage zur Behandlung von Schrotten will die LSH Lübecker Schrotthandel GmbH Metalle möglichst vollständig und gut verwertbar voneinander trennen und damit für das Recycling aufbereiten. Dabei sollen jährlich über 1.000 Tonnen verschiedener Metalle zurückgewonnen und rund 7.300 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Pilotprojekt wird mit rund 900.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums gefördert. weiterlesen…

Ressourcen und Umwelt schonende Energiewende

DBU: Startups liefern Zukunfts-Ideen für Solarbranche

Photovoltaik (PV) ist neben Windenergie eine wichtige Säule, um den Energiebedarf langfristig nachhaltig zu decken. Bislang wird jedoch der Rohstoffverbrauch etwa beim Herstellen von Solaranlagen noch zu wenig thematisiert. Die Deutsche BundUmesstiftung welt (DBU) fördert zwei Startups aus Freiburg und Braunschweig mit zukunftsweisenden Ideen zur Ressourcenschonung in der Solarindustrie. weiterlesen…

Wärmster Oktober seit Menschengedenken

2023 mit ziemlicher Sicherheit das wärmste Jahr der Aufzeichnungen

Der Oktober 2023 war der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen, mit einer durchschnittlichen Oberflächentemperatur von 15,3° C – 0,85° C über dem Oktober-Durchschnitt von 1991-2020 und 0,40° C über dem bisher wärmsten Oktober im Jahr 2019. Das meldet der Copernicus Climate Change Service (C3S), der vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage im Auftrag der Europäischen Kommission mit finanzieller Unterstützung der EU durchgeführt wird. (Grafik: Global gemittelte Anomalien der Oberflächenlufttemperatur im Vergleich zu 1991-2020 für jeden Oktober von 1940 bis 2023 – © Data Source: ERA5. Credit: C3S/ECMWF) weiterlesen…

Vom Sinn der Kreislaufwirtschaft

Gesellschaftlicher Wandel durch Circular Economy

Circular Economy ist mehr als Abfallmanagement, so das Öko-Istitut in seiner jüngsten Publikation auf seiner Webseite. Sie strebt sowohl das Schließen von Rohstoffkreisläufen an als auch eine Verlangsamung der Ressourcenkreisläufe insgesamt. Circular Economy beinhaltet Konzepte wie Abfallvermeidung, Wiederverwendung oder Reparaturen. Sie setzt bereits beim Design von Produkten an, befasst sich mit ihrer Herstellung ebenso wie mit ihrer (Nach-)Verwendung und dem Recycling. Zu den Instrumenten der Circular Economy gehören Maßnahmen, die zu einer längeren Lebens- und Nutzungsdauer von Produkten führen, wie etwa Mindesthaltbarkeitsanforderungen und nicht zuletzt Suffizienz, also die Verringerung des Konsums verbunden mit einem geringeren Rohstoff- und Energieverbrauch. weiterlesen…

Widersprüche zwischen Klimasimulationen und Klimaspuren klären

Beim Klimawandel Regionen im Blick behalten

Bislang stehen Ergebnisse von Klimasimulationen manches Mal im Widerspruch zur Analyse von Klimaspuren aus der Vergangenheit. Ein Team um den Physiker Thomas Laepple, Forschungsstelle des Potsdamer Alfred-Wegener-Instituts, und die Klimatologin Kira Rehfeld, Universität Tübingen, hat deshalb Fachleute für Klimamodelle und Klimaspuren zusammengebracht, um zu klären, wie es zu den Diskrepanzen kommt. Das überraschende Ergebnis wurde jetzt in Nature Geoscience veröffentlicht: In gewisser Weise haben beide Seiten recht. Klimamodelle schätzen globale Temperaturtrends richtig ein, unterschätzen aber oft die Stärke regionaler Klimaschwankungen vor allem im Laufe von Jahrzehnten bis Jahrhunderten. Text am 06.11.2023 auf der Internetseite des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. (Foto: Höhlenmineralien (Speläotheme) in einer Höhle in Brasilien: Eines der für die Rekonstruktion vergangenen Klimas nutzbaren Klimaarchive – © Kira Rehfeld (CC-BY 4.0)) weiterlesen…

Nicht die Klimakrise trifft die Armen, sondern die Anpassung

Fehleinschätzung der Armutsursachen und -folgen

Das Narrativ, die Klimakrise bedrohe besonders die Armen der Welt, hat sich weitgehend durchgesetzt; dagegen argumentiert Tilak Doshi in Forbes vom 26.10.2023 jedoch, dass die ergriffenen Gegenmaßnahmen den Ärmsten am meisten schaden. Denn während der Westen in erster Linie durch die Verringerung der Treibhausgasemissionen auf die Eindämmung des Klimawandels dränge, fehle der Fokus auf die Anpassung durch Maßnahmen zur Verringerung der Anfälligkeit der Menschen für die Auswirkungen des Klimawandels, wie z. B. die Verbesserung von Wohnraum, Wasserversorgung und Zugang zu sauberer Energie. (Grafik: Klimawandel: ‚Warming stripes‘ – © Ed Hawkins, globalcore, climate-lab-book.ac.uk, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Berufe der Zukunft: Carbon Accountant

Immer mehr Unternehmen stellen Spezialisten ein, um ihren Beitrag zum Klimawandel zu erkennen.

Sein offizieller Titel lautet „Vice President of regulated reporting solutions“. In Wirklichkeit ist Billy Scherba „Carbon Accountant“, etwa Kohlenstoffbuchhalter – so die MIT Technologiy Review am 25.10.2023. Bei einer Plattform für Klimamanagement arbeitet er mit Unternehmen zusammen, um deren Beitrag zum Klimawandel zu berechnen, zu verwalten und offenzulegen. Carbon Accountants helfen dabei, zu verstehen, welche Daten für ihre Klimabilanz wichtig sind, wie sie diese Daten auf konsistente Weise erfassen und welche Teile ihrer Geschäftstätigkeit die meisten Emissionen verursachen. weiterlesen…