Mobiler Teststand für hochaufgelöste Power-to-X-Kinetikanalyse

Entwicklung von Fraunhofer ISE

Im Zuge der Energiewende gewinnt die Umwandlung von erneuerbarem Strom in chemische Energieträger durch sogenannte Power-to-X-Prozesse an Bedeutung. Als langfristige, speicherbare und leicht transportable Energieträger mit großer Kapazität maximiert PtX das Potenzial der erneuerbaren Erzeugung und ermöglicht eine vollständige Transformation aller Sektoren (Strom/Verkehr/Gebäude). Zukünftige PtX-Anlagen werden vorwiegend in abgelegenen Regionen mit hohem Potenzial erneuerbarer Energien oder zukünftig sogar offshore errichtet. Damit die chemischen Prozesse unter diesen herausfordernden Bedingungen realisiert werden können, sind innovative Synthesereaktoren und Betriebsstrategien erforderlich. Am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE wurde ein universell einsetzbarer Teststand für Kinetik-Untersuchungen entwickelt, um katalytische Festbettreaktionen unter dynamischen Betriebsbedingungen zu analysieren. Die kompakte, mobile „KISS“-Anlage kann überall eingesetzt werden. weiterlesen…

Lesehinweis: „Wir vergeuden Zeit mit Klimadebatten“

NYT: „Die nächsten Schritte sind klar“
Von John Bistline, Inês Azevedo, Chris Bataille und Steven Davis in der New York Times

Der jüngste Bericht des Weltklimarates, den wir gemeinsam mit vielen Kollegen verfasst haben, gibt Anlass zur Hoffnung auf eine Begrenzung der globalen Erwärmung, so die vier Autoren am 10.04.2022 in der New York Times. „Aber wir haben keine Zeit zu verlieren. Und zur verschwendeten Zeit gehört auch die Zeit, die wir mit Debatten verbringen, die uns von unseren wichtigsten Prioritäten im Moment ablenken.“ weiterlesen…

Afrika neues Grün-Wasserstoff-Eldorado?

Einige der größten Märkte in Afrika haben wichtige Schritte unternommen

In Afrika sind sich zehn Projekte für grünen Wasserstoff in verschiedenen Entwicklungsstadien. Der Kontinent verfügt über Landmasse und Sonnenlicht, zwei wichtige Merkmale und Projektvoraussetzungen, welche die Produktion von grünem Wasserstoff unterstützen. In Afrika sind 593 Kraftwerke für erneuerbare Energien mit einer Gesamtkapazität von 64 GW in Betrieb, und 580 Projekte mit einer Kapazität von 152 GW sind geplant. Eine Analyse von Erika Baldessin, Jennifer Tschopp und Laszlo Maio auf S&P Global Commodity Insights. weiterlesen…

Überlegungen zum Earth Day

Zum bevorstehenden Tag der Erde global denken und lokal handeln
von Dominick A. DellaSala, William Ripple und Franz Baumann

Wir verdanken dem heroischen Aktivismus der turbulenten 60er Jahre, die 1970 den ersten Tag der Erde hervorbrachten, eine Menge. Damals waren unsere Lebensmittel mit Pestiziden belastet, die Luft war mit Smog verpestet, unser Trinkwasser mit Schadstoffen verseucht, und unser nationales Symbol, der Weißkopfseeadler, stand kurz vor dem Aussterben. Präsident Richard Nixon unterzeichnete den Endangered Species Act (Gesetz über gefährdete Arten) und schuf die Environmental Protection Agency (EPA), um über Amerikas saubere Luft und Wasser zu wachen. Auch wenn all diese parteiübergreifende Unterstützung zu viel Optimismus führte, ist es noch ein weiter Weg zu einem wirklich sicheren Klima und einer lebendigen Welt, schreiben die drei Autoren in The Hill. (Foto: COP21-Paris – 23595388112 – © Arnaud-Bouissou – CC BY 2.0-Lizenz) weiterlesen…

Detektion von Wasserstoff durch Glasfasersensoren

Sicherheit im Umgang mit Wasserstoff

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyWasserstoff spielt in der deutschen Energie- und Klimapolitik eine zentrale Rolle. Kommt er zum Einsatz, sind Sicherheitsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung. Denn im Unterschied zu anderen gasförmigen oder flüssigen Energieträgern besteht bei Wasserstoff neben einer erhöhten Brandgefahr durch Leckagen unter bestimmten Bedingungen auch Explosionsgefahr. Um die Sicherheit im Umgang mit Wasserstoff noch weiter zu erhöhen, arbeiten Forschende am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI laut einer Medienmitteilung vom 01.04.2022 an Glasfaser-basierten Sensoren zu dessen Detektion, die herkömmlichen Sensoren in vielerlei Hinsicht überlegen sind. weiterlesen…

Energy Sharing: So können Bürger die Energiewende beschleunigen

IÖW-Analyse zeigt: 42 Prozent des Zubaus erneuerbarer Energien bis 2030 können Bürgerübernehmen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat in seiner Eröffnungsbilanz deutlich gemacht, dass es neue Instrumente braucht, um erneuerbare Energien schneller auszubauen und Deutschlands Klimaziele zu erreichen. Das Bündnis Bürgerenergie hat mit dem Energy-Sharing-Konzept einen Vorschlag geliefert. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hat nun das Potenzial untersucht, das darin steckt, wenn Bürger über Energy Sharing an der Energiewende beteiligt werden. In ganz Deutschland gibt es der Untersuchung des IÖW zufolge geeignete Standorte, so dass sich mehr als 90 Prozent der Menschen in „Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften“ zusammenschließen könnten. weiterlesen…

Innovatives Verfahren der CO2-Abscheidung in der Zementindustrie

thyssenkrupp, Holcim und TU Berlin starten Forschungsprojekt zur Emissionsreduktion durch Aminwäsche (Carbon Capture)

In der Zementindustrie wird vielfach an der Reduktion von CO2-Emissionen gearbeitet. Denn auch bei vollständigem Einsatz von erneuerbaren Energien wird bei der Zementherstellung rohstoffbedingt CO2 frei und an die Atmosphäre abgegeben. In einem gemeinsamen Projekt untersuchen drei Partner daher den Einsatz neuster Aminwäsche-Technologie zur CO2-Abtrennung. Der CO2-Ausstoß von bestehenden Zementanlagen soll deutlich reduziert und gleichzeitig das abgetrennte CO2 für weitere Anwendungengenutzt werden. Konkret werden unter anderem neue Stoffaustausch-Apparate entwickelt, die den Wirkungsgrad verbessern und widerstandsfähiger gegen Verunreinigungen sein sollen – so eine gemeinsame Medieninformation von TU Berlin, thyssenkrupp Uhde und Holcim Deutschland GmbH. weiterlesen…

Weltrekord in Solarzellenforschung

Organische Materialien und neuartige Perowskit-Halbleiter

Solarzellen noch besser machen, damit sie einen entscheidenden Beitrag im Rahmen der Energiewende leisten – dieses Ziel verfolgen Forscher der Bergischen Universität Wuppertal am Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente. Eine neuartige Solarzelle wurde in der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Riedl an der Universität Wuppertal zusammen mit Forschern vom Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln und weiteren Projektpartnern von den Universitäten Potsdam und Tübingen sowie dem Helmholtz-Zentrum Berlin und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf entwickelt. Nun gelang ihnen ein Durchbruch mit Weltrekord- so eine Medienmitteilung vom 14.04.2022. Ihre Arbeit wurde am 13.04.2022 in Nature veröffentlicht. weiterlesen…

Erneuerbare Energien übernehmen 2021 Löwenanteil am weltweiten Stromzuwachs

Medienmitteilung der IRENA

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien setzte sich stetig und deutlich über dem langfristigen Trend fort, mit einem neuen Rekordanteil von 81 % am gesamten aKapazitätsausbau im Vorjahr. Neue Daten der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) zeigen, dass die erneuerbaren Energien trotz der globalen unsicheren Lage weiter wachsen und an Dynamik gewinnen. Ende 2021 betrug die weltweite Erzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien 3 064 Gigawatt (GW), was einer Steigerung des Bestands an erneuerbarer Energie um 9,1 % entspricht. weiterlesen…

Mit dünnen Lithium-Schichten zu hohen Energiedichten

Neue Materialkombinationen des Fraunhofer-FEP

Innerhalb des vom BMBF geförderten Gemeinschaftsprojektes „nextBatt“ (Förderkennzeichen: L1FHG42421) sollten ressourceneffiziente Produktionsprozesse für Batterieanoden der nächsten Generation entwickelt werden. Am Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP wurden dazu nach eigenen Angaben vom neue Materialkombinationen und eine effiziente Fertigungstechnologie erarbeitet. weiterlesen…