Empa: „Charta kreislauforientiertes Bauen“

Zwölf Große machen Tempo

Wenn sich zwölf der ganz Großen beim Bauen in der Schweiz zur Kreislaufwirtschaft bekennen, dann hat das Wirkung. Heute gehen beim Bauen noch zu viele Rohstoffe unwiederbringlich verloren. Werden weniger nicht erneuerbare Rohstoffe und Energien verwendet, wird die Bauwirtschaft wesentlich nachhaltiger und zukunftsfähiger. Dafür haben am 30.06.2023 einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt zufolge neben der Schweizer Bundesregierung, der Stadt und dem Kanton Zürich eine Reihe privater Großunternehmen die „Charta kreislauforientiertes Bauen“ unterzeichnet. weiterlesen…

Uni Bayreuth treibt Forschung für verbesserte Kreislaufwirtschaft voran

Beispiel Auto-Batterien

In seinem neuen Projekt auf internationaler Ebene untersucht Prof. Dr. Christoph Helbig, Lehrstuhlinhaber für Ökologische Ressourcentechnologie an der Universität Bayreuth, einer Medienmitteilung vom 30.06.2023 folgend Rahmenbedingungen und Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft am Beispiel von Elektronik und Elektrofahrzeugbatterien. Er will konkrete Vorschläge für eine effizientere und umweltfreundlichere Kreislaufwirtschaft entwickeln. weiterlesen…

Rewe stoppt umweltschädliche, papierene Werbepost

Deutsche Umwelthilfe fordert Aldi, Lidl, Edeka & Co. auf, dem Beispiel zu folgen

Seit 01.07.2023 verteilt Rewe, zweitgrößter Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands, keine printbasierte Werbepost mehr. Der Konzern entspricht damit Forderungen der DUH und spart über 73.000 Tonnen Papier pro Jahr ein. Entsprechend fordert die DUH Händler wie Aldi, Lidl oder Edeka auf, sie sollten dem Beispiel folgen und die ressourcenvergeudende Werbeflut endlich beenden. weiterlesen…

dena-STUDIE: Fit für 2045

Zielparameter für Nichtwohngebäude im Bestand – die Herausforderung

Das neue Energieeffizienzgesetz verpflichtet die öffentliche Hand zu jährlichen Energieeinsparungen von zwei Prozent. Eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt erstmals für öffentliche Gebäude: Der Effizienzgebäudestandard 55 ist nach einer Sanierung nicht ausreichend für die Zielerreichung. Wie viel Energie dürfen Rathäuser, Schulen und Kitas nach einer Sanierung noch verbrauchen? Die Steigerung der Energieeffizienz und die Versorgung aus erneuerbaren Energien sind wesentliche Maßnahmen der Bundesregierung, um ihre klimapolitischen Ziele zu erreichen. Derzeit fehlt allerdings der Handlungsrahmen, der es der öffentlichen Hand ermöglicht, dieses ambitionierte Ziel, beispielsweise im Rahmen von Gebäudesanierungen, „smart“ zu definieren: spezifisch, messbar, attraktiv, erreichbar und terminiert. Diese Lücke schließt die vorliegende Studie von dena-contracting. Die dena empfiehlt ein Energiespar-Contracting mit Poolbildung. (Titel der dena-Studie „Fit für 2045 – Zielparameter für Nichtwohngebäude im Bestand“ – © dena.de) weiterlesen…

Kompost-Ratgeber vom VKU

Nachhaltiges Gärtnern

Hochwertige Komposterde ist essenziell für Blumen, Gemüse und Feldfrüchten. Dabei können wir alle zu hochwertiger, sortenreiner Komposterde im eigenen Garten oder unseres lokalen Entsorgungsunternehmens beitragen: über die sorgfältige Abfalltrennung unserer Bio-Hausabfälle in der Biotonne oder auf dem Komposthaufen – für optimales Pflanzen­wachstum, Schad­stofffreiheit – und als wichtiger Beitrag zur Bodenverbesserung und zum Klimaschutz – so ein Ratgeber des VKU. Mülltüten werden oft als „bio“ und damit kompostierbar beworben. Doch daran sind Zweifel angebracht. Entsprechend mahnen Entsorgungsunternehmen: Auch wenn auf „kompostierbar“ auf den Mülltüten steht, sollten sie nicht in den Bioabfall wandern. weiterlesen…

Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe (ReziProK)

Abschlusspublikation der BMBF-Fördermaßnahme – Einblicke in Ergebnisse von 25 Forschungsprojekten.

Die Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe (ReziProK)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützte seit 2019 die Forschung und Entwicklung von Innovationen für eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft. In 25 Forschungsprojekten entwickelten Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie in dreieinhalb Jahren Forschung neue Geschäftsmodelle, Designkonzepte und digitale Technologien. Dabei verfolgten die Projekte laut einer Medienmitteilung der DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. – vom 28.06.2023 ein breites Spektrum an Themen und Branchen. (Titel: Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – © Dechema) weiterlesen…

Dieselklagen ab sofort mit größeren Chancen

BGH hat entschieden

Manipulierte Abgasreinigungen berechtigen zum Schadensersatz in Höhe von fünf bis 15 Prozent des Kaufpreises, hat der Bundesgerichtshof  am 26.06.2023 entschieden: Autobauer müssen Schadensersatz für Dieselautos mit sogenannter Thermofenster-Technik zahlen. Falls die Technik zu wenig Abgase von Schadstoffen reinigt, steht den Käufern grundsätzlich Schadensersatz zu. weiterlesen…

Schlimmer als Diesel und Benzin?

Ohne CO2-Bepreisung in der Landnutzung ist Bioenergie genauso klimaschädlich wie fossile Kraftstoffe

Die Nachfrage nach modernen Biokraftstoffen wird künftig voraussichtlich erheblich steigen, denn Bioenergie gilt als klimaneutrale Alternative zu Benzin und Diesel. Eine Studie im Fachjournal Nature Climate Change zeigt jedoch, dass unter derzeitiger Landnutzungspolitik die CO2-Emissionen durch die großflächige Rodung von Wäldern für den Anbau von Biomasse sogar höher liegen können als die aus der Verbrennung von Diesel. Damit Bioenergie einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten kann, müssen internationale Vereinbarungen den effektiven Schutz von Wäldern und natürlicher Flächen durch eine CO2-Bepreisung sicherstellen, argumentiert das Expertenteam vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

Mit neuer Methode PFAS nachhaltig aus Wasser entfernen

Gefährliche Substanzen natürlich nicht abbaubar

PFAS – per- und polyfluorierte Chemikalien – sind zwar wahre Alleskönner – die fett-, wasser- und schmutzabweisenden Chemikalien kommen in tausenden Varianten vor, zum Beispiel in Kochgeschirr, in Funktionskleidung, in Kosmetika und als Feuerlöschmittel. Leider verursachen sie aber auch massiv Probleme für die Umwelt (siehe: solarify.eu/pfas-pfoa-pfos). Denn sie können nicht auf natürlichem Weg abgebaut werden. Polymerchemiker aus dem Saarland und den USA haben eine Methode gefunden, wie man PFAS nachhaltig aus dem Wasser entfernen kann. Ihre Methode haben sie in ACS Applied Materials & Interfaces veröffentlicht. (Grafik: Zur reversiblen Aufnahme perfluorierter Verbindungen verwendetes, metallhaltiges Polymer mit Ferrocen-Einheiten – © Markus Gallei) weiterlesen…

SRU-Sondergutachten: Umwelt und Gesundheit konsequent zusammendenken

„Probleme unzureichend gelöst“

Eine intakte Umwelt ist eine zentrale Voraussetzung für die menschliche Gesundheit. Damit alle Menschen gut und gesund leben können, sollte die Gesundheitsdimension des Umweltschutzes viel stärker als bislang in die relevanten Politikfelder integriert werden. Der SRU analysiert in einem Sondergutachten, was dafür notwendig ist. (Illustration: Titelbild des SRU-Sondergutachtens: Umwelt und Gesundheit konsequent zusammendenken – © SRU) weiterlesen…