Neues Konzept für preisgünstige Batterien

Technologie bereits Grundlage für Spin-off-Unternehmen

Eine Aluminium-Schwefel-Batterie, die aus billigen, reichlich vorhandenen Materialien produziert werden kann, könnte eine kostengünstige Reservespeicherung für Erneuerbare Energien bieten, schreibt David L. Chandler vom Nachrichtenbüro des Massachusetts Institute of Technology am 24.08.2022 auf der MIT-Internetseite. (Foto: Komponenten der Aluminum-Schwefel-Batterie – © Rebecca Miller, MIT.edu, BY-NC-ND/3.0) weiterlesen…

Untersuchung der emissionsfreien Stahlerzeugung

Metaanalyse der verschiedenen Technologiepfade

Die Fachkommission „HySteel“ des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) hat eine Untersuchung der Herausforderungen, Chancen und Lösungsansätzen für grünen Stahl in Deutschland bis 2045 der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) veröffentlicht. Die im März 2022 erschienen Studie umfasst eine Metaanalyse der verschiedenen Technologiepfade anhand techno-ökonomischer Parameter der Versorgung mit grünem Wasserstoff. Die Chancen und Risiken für die Stahlindustrie werden zusammengestellt und die relevanten Pfade bezüglich technischer Reife, Wirtschaftlichkeit, Beitrag zum Klimaschutz und industriepolitischer Bedeutung eingeordnet. weiterlesen…

„Privates Autofahren muss finanziell unattraktiv werden“

TU-Forschungsprojekt „Pull & Push – Gut & Böse“ will Verkehrswende anleiern – weg von der Subventionspolitik fürs Auto

Die Verkehrswende kommt nicht voran. In 30 Jahren, von 1990 bis 2020, wurden die CO2-Emissionen des Verkehrssektors laut Bundesumweltamt nur um zehn Prozent verringert. Lag der Treibhausgas-Ausstoß 1990 bei 164 Millionen Tonnen CO2, waren es 2020 immer noch 146 Mio. t. Erst am 26.08.2022 lehnte der Klimaexpertenrat den Notfallplan des Verkehrsministers als unzureichend ab. „Und dass die Bundesregierung ihr Ziel erreicht, die Emissionen des Verkehrssektor bis 2030 auf höchstens 85 Mio. t CO2 zu reduzieren, ist fraglich“, sagt Prof. Oliver Schwedes, Leiter des Fachgebietes Integrierte Verkehrsplanung der Technischen Universität Berlin laut einer Medienmitteilung vom 30.08.2022. weiterlesen…

Club of Rome fordert „Kehrtwende“ zur Rettung des Planeten

„Saat für den Zusammenbruch ganzer Weltregionen gelegt“

Die neue, am 30.08.2022 in der Berliner Bundespressekonferenz vorgestellte Untersuchung einer Forschergruppe unter Beteiligung des Club-of-Rome fordert „fünf drastische Schritte für eine lebenswerte Zukunft“. Derzeit werde die Saat für den Zusammenbruch ganzer Weltregionen gelegt – ohne eine Umverteilung des Reichtums lasse sich die Klimakrise nicht lösen. Daher bedürfe es einer Kehrtwende in der internationalen Wirtschafts- und Klimapolitik, um der Menschheit angesichts des Klimawandels und globaler Ungleichheit eine lebenswerte Zukunft zu sichern. weiterlesen…

Q ENERGY baut größtes schwimmendes Solarkraftwerk Frankreichs

66 MW auf ehemaliger Kiesgrube

Q ENERGY France belegte nach eigenen Angaben vom 30.08.2022 zufolge bei der jüngsten französischen PPE2-Solarausschreibung den ersten Platz und verfügt nun über einen festen Tarif sowie die Baugenehmigung für ein schwimmendes 66-MW-Solarprojekt auf einer ehemaligen Kiesgrube im Nordosten Frankreichs – dem größten seiner Art in Frankreich. Bei einem Gesamtvolumen von 339 MW belegte Q ENERGY France den ersten Platz in dieser Ausschreibungsrunde. (Foto: Schwimmende PV © SolarWriter – Own work – CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Natürlicher Klimaschutz gegen Klima- und Biodiversitätskrise

Aktionsprogramm  soll Klimaschutzleistung der Ökosysteme stärken und Folgen der Klimakrise mildern

Endlich werden Klimakatastrophe und Artenschwund zusammen gesehen, wo doch letzterer genau betrachtet gefährlicher für das Fortbestehen der Menschheit ist, als zwei bis drei Grad Erwärmung der Atmosphäre. Bundesumweltministerin Lemke hat am 31.08.2022 den Entwurf für das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (Entwurf und Kurzfassung) im Rahmen eines Moorbesuchs in einem vom BMUV geförderten Pilotprojekt, den Möllmer Seewiesen bei Oranienburg (Brandenburg), vorgestellt. weiterlesen…

Brandenburg verabschiedet Energiestrategie 2040

33 GW Photovoltaik und 15 Windenergie

Das Landeskabinett hat am 25.08.2022 eine „Energiestrategie 2040“ sowie einen Pfad mit Zwischen- und Sektorenzielen für den (noch zu erarbeitenden) Klimaplan beschlossen. Demnach soll Brandenburg bis 2045 klimaneutral sein – so auf PV Magazine und das Brandenburgische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Die 6 Abrechnungen der europäischen Energie

von Gerard Reid, Experte in Energie und Mobilität

Angesichts der Tatsache, dass sowohl die europäischen Großhandelspreise für Erdgas, Kohle und Strom als auch die CO2-Preise so hoch sind wie nie zuvor, stehen die Europäer vor einem Winter der Unzufriedenheit, der viele Jahre andauern könnte. Die Kunden, ob Industrie, Gewerbe oder Einzelhandel, müssen mit Preiserhöhungen rechnen, die ein Vielfaches dessen betragen, was sie in den letzten Jahren gezahlt haben. Dies sind seismische Erschütterungen, die so groß sind, dass sie das gesamte Ökosystem destabilisieren könnten: das soziale, wirtschaftliche und politische Gefüge Europas. weiterlesen…

Wasserstoff-Ammoniak-Brücke Kanada-Deutschland

Ab 2025

Deutsche Energiekonzerne wollen die Dekarbonisierung vorantreiben: Eon Hydrogen und Uniper wollen ab 2025 unabhängig voneinander viel grünen Wasserstoff aus Kanada und Ammoniak importieren. Entsprechende Absichtserklärungen haben die beiden deutschen Energiekonzerne jetzt mit dem kanadischen Projektentwickler Everwind Fuels unterzeichnet. Der baut derzeit in Point Tupper, Nova Scotia, im Osten Kanadas eine Produktionsstätte für grünen Wasserstoff und Ammoniak (u.a. von Ralph Diermann, pv magazine). weiterlesen…

Uniper beschert finnischem Energieriesen Fortum hohe Verluste

Bund übernimmt 30 Prozent

Die durch den Ukraine-Krieg angeschlagene deutsche Tochter Uniper hat den finnischen Mutterkonzern Fortum tief in die Verlustzone gerissen. Im Rahmen des genehmigten „Stabilisierungspakets“ beteiligte sich die Bundesregierung mit 30 Prozent an Uniper – der schwächelnde Energieversorger erhielt im Gegenzug 15 Milliarden Euro Eigenkapital und Liquiditätshilfen – so EURACTIV. Die finnische Fortum (zu 51 Prozent in Staatsbesitz) bleibt mit einem reduzierten Anteil von 56 Prozent seit 2020 der größte Aktionär von Uniper, meldete aber einen Nettoverlust von 7,4 Milliarden Euro zwischen April und Juni dieses Jahres. Der Aktienkurs von Fortum fiel an der Börse in Helsinki um mehr als drei Prozent. weiterlesen…