Neues Batteriewechselsystem

Tausch in drei bis vier Minuten

Am selben Tag, an dem das Bundeskabinett auf Schloss Meseberg die milliardenschwere Ausweitung der Förderung für die E-Mobilität und den “Masterplan Ladeinfrastruktur” beschloss, stellte die deutsch-chinesische Infrawind in Berlin ein Batteriewechselsystem (BWS) vor, das für E-Flotten schnelle Akkuwechsel in etwa drei bis vier Minuten ermöglichen und dezentral Batterie-Speicherdienste für das Smart Grid bereitstellen kann. weiterlesen…

BMWi: Umweltbonus wird erhöht und bis 2025 verlängert – mehr Ladestationen

Förderung für 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge

Am 18.11.2019 hat die Bundesregierung einer Medienmitteilung zufolge die bestehende Förderrichtlinie (Umweltbonus für Elektro-Autos) bis Ende 2025 verlängert und die Einzelförderung beim Erwerb von Elektrofahrzeugen erhöht. Zuvor hatte das Kabinett auf Schloss Meseberg den Bericht des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, über die Änderung der Richtlinie zur Förderung des Absatzes elektrisch betriebener Fahrzeuge behandelt. Die Kaufprämie wird bei Fahrzeugen bis 40.000 Euro Nettolistenpreis um 50 Prozent und darüber hinaus bis zu einer Grenze von 65.000 Euro Nettolistenpreis um 25 Prozent steigen. Damit wird ermöglicht, weitere rund 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge zu fördern. Die Industrie wird sich weiterhin paritätisch daran beteiligen. weiterlesen…

Ein Molekül kann das Klima verändern

Bisher völlig unbekannter Prozess: Pyridinium-Ionen befördern Wolkenbildung

Pyridinium-Ionen fördern Keimbildungsprozesse in den frühen Phasen der atmosphärischen Aerosol- und Wolkenbildung und damit die Entstehung von Wolken. Wolken entstehen aus Wassertröpfchen, die sich um Aerosolpartikel in der Atmosphäre bilden. Luftschadstoffe tragen zur Entstehung dieser Aerosole wesentlich bei. Nun haben laut einer Veröffentlichung der Universität Innsbruck (s.a. PNAS 116/45) Wissenschaftler aus Frankreich, Japan und Österreich im Labor einen bisher völlig unbekannten Prozess entdeckt: Die Aerosol-Bildung wird durch Pyridinium-Ionen, die auch im Tabakrauch enthalten sind, verstärkt. weiterlesen…

Deutschland fünft-größter CO2-Sünder im Verkehrssektor

CO2-Emissionen: Kein G20-Staat auf 1,5-Grad-Kurs

Die G20-Staaten stoßen 80 Prozent des Treibhausgases aus. Der eben – unter entscheidender Mitwirkung von Germanwatch – publizierte Brown-to-Green-Report (B2G) 2019 zeigt: Alle 19 Länder (plus EU) sind weit davon entfernt, die Erderwärmung entscheidend zu begrenzen – geschweige denn auf 1,5 Grad. Der Treibhausgas-Ausstoß der 19 Industrie- und Schwellenländer und der Europäischen Union steigt dagegen weiter, so der B2G-Report, den das Netzwerk „Climate Transparency“ kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid veröffentlichte. Im vergangenen Jahr nahmen die Emissionen demnach um 1,8 Prozent zu. weiterlesen…

„Klimawandel spürbar – hier und heute“

Lancet Countdown: Forschungsbericht zu Klimawandel und Gesundheit

Bis zum Ende dieses Jahrhunderts sind jährlich bis zu fünf zusätzliche Hitzewellen in Norddeutschland und bis zu 30 in Süddeutschland zu erwarten, wenn wir mit dem Ausstoß von Treibhausgasen so weitermachen wie bisher. Damit einhergehender Hitzestress und hohe bodennahe Ozonkonzentrationen können schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit haben. Dazu zählen unter anderem Hitzschlag, Herzinfarkt und akutes Nierenversagen aufgrund von Flüssigkeitsmangel. Am stärksten gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge, Patienten mit chronischen Erkrankungen sowie Personen, die schwere körperliche Arbeit im Freien verrichten, etwa Bauarbeiter, wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitteilte. Zu diesen Ergebnissen komme ein am 14.11.2019 veröffentlichter Forschungsbericht der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“. Dieser sei Teil des internationalen Forschungsprojekts „The Lancet Countdown on Health and Climate Change“. weiterlesen…

Energieverbrauch in Deutschland sinkt erneut

AGEB mit Neun-Monats-Statistik

Der deutsche Energieverbrauch wird in diesem Jahr erneut zurückgehen. Auf Basis der jetzt vorliegenden Zahlen für den Energieverbrauch der ersten neun Monate rechnet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für das Gesamtjahr mit einem Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland um gut 2 Prozent auf etwa 12.810 Petajoule (PJ) beziehungsweise 437 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) – oder 3.557 TWh. Da der Verbrauch an Kohle besonders stark rückläufig war und die Erneuerbaren Energien weiter zulegen konnten, rechnet die AG Energiebilanzen in einer Medienmitteilung vom 30.10.2019 mit einem merklichen Rückgang der CO2-Emissionen.
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Energiewende zu „ertragbaren Kosten“

655 Milliarden bis 1,85 Billionen (Bruchteile des BIP)

Deutschland soll bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral sein. Dazu muss das Energiesystem in allen Bereichen – Energiesektor, Gebäude, Industrie und Verkehr – umfassend umgebaut werden. Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich haben berechnet, was es kostet, unser Energiesystem bis 2050 so umzugestalten, dass wir die Pariser Klimagrenzen einhalten: Insgesamt 655 Milliarden Euro, wenn um 80 Prozent reduziert werden soll. Das 95 Prozent-Szenario würde mit 1,85 Billionen Euro zu Buche schlagen. Die Jülicher Studie beruht auf detaillierten Berechnungen mithilfe einer ganzen Familie von neu entwickelten Computermodellen – so eine Medienmitteilung aus Jülich vom 31.10.2019. weiterlesen…

FAZ: Das Grenzwert-Drama – 95 Gramm

Ab 2020 nur 4 Liter Benzin, oder 3,5 l Diesel

Seit 01.09.2018 gilt das weltweit harmonisierte Prüfprogramm WLTP. Es bringt realitätsnähere CO2-Prüfwerte. „Sachlich bewertet, kommen Folgerichtigkeit, Zielgenauigkeit und oft eingeforderte Steuergerechtigkeit zum Tragen“, hieß es damals in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Das WLTP-Messverfahren bildet im Vergleich zur NEFZ-Messung realitätsnähere und damit höhere CO2-Emissionswerte ab. In der Folge bringt das neue Messverfahren Veränderungen sowohl bei der Höhe der Kfz-Steuer für neu zugelassene Pkw als auch bei den Einnahmen durch die Kfz-Steuer mit sich. weiterlesen…

Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann

„…und nur ein breites politisches und gesellschaftliches Bündnis die Bedrohung noch abwenden“

Deepwater Horizon, das Abschmelzen des Polareis oder Fracking – nur ein paar Beispiele aus jüngster Vergangenheit, die belegen, welchen Raubbau der Mensch an seiner Lebensgrundlage der Erde betreibt. Hinzu kommen jedes Jahr verheerendere Waldbrände, längere Dürreperioden und heftigere Regenfälle, die Häuser, Ernten und den Lebensraum von Menschen und Tieren vernichten. Die bekannte Umweltaktivistin Naomi Klein hat mit Green New Deal ihr bislang wichtigstes Buch geschrieben: Angesichts der unverminderten Zerstörung unserer Umwelt und laxen Gesetzen zeigt sie, warum die Vision einer grüne Zukunft nicht nur nötig, sondern absolut unumgänglich ist. weiterlesen…

In nur 30 Jahren könnte unsere Auslöschung beginnen

Wissenschaftlicher Bericht aus Australien rechnet mit Ende der Menschheit ab 2050 – wenn wir so weitermachen

Eine durchaus ernstzunehmende australische Studie des Breakthrough National Centre for Climate Restoration vom Mai 2019 zeigt, wie weit wir unseren Planeten bis heute schon zerstört haben. Es könnte bedeuten, dass uns noch viel weniger Zeit bleibt, als wir – und vor allem auch die Wissenschaft – glauben. Noch sei die Konsequenz vermeidbar, dass der Klimawandel den Weltuntergang und unser Ende bedeutet. Die Arbeit der australischen Wissenschaftler führt jedoch drastisch vor Augen, dass sich die Situation zunehmend verschärft – nicht linear, sondern exponentiell. Demnach könnte das Aussterben großer Teile der Menschheit sogar schon 2050, also in 30 Jahren, beginnen. Bereits jetzt stelle der Klimawandel eine „existenzielle Bedrohung für die menschlichen Zivilisation“ dar, die ab 2050 für Jahrhunderte nicht mehr abwendbar sei. Solarify dokumentiert die (rechtefreie) Studie. weiterlesen…