Bundestag beschließt Klimaschutz- und Brennstoffemissionshandelsgesetz – Stimmen

CO2-Preis kommt

„Das ist ein dicker Baustein, um die Klimaschutzziele von Paris zu erfüllen“, schreibt die SPD-Bundestagsfraktion in ihrem Newsletter und erntet nicht nur Beifall: Der Bundestag hat am 15.11.2019 das Brennstoffemissionshandels- und das Klimaschutzgesetz beschlossen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, sagte in der Debatte, mit den beschlossenen Gesetzen hebe man die Klimapolitik „auf eine neue Ebene“. Er rief dazu auf, die Menschen beim Klimaschutz mitzunehmen. „Wir müssen auch an die denken, die eine alte Heizung haben und die sich nicht morgen ein neues Auto kaufen können.“ Matthias Miersch, stellvertretender SPD-Fraktionschef sagte, der Einsatz habe sich gelohnt; zum ersten Mal habe die SPD „2010 die Einführung eines Klimaschutzgesetzes verlangt“. (Foto: Bundestagsplenum vor Abstimmung über Klimaschutzgesetz – Screenshot © parlamentsfernsehen) weiterlesen…

Scharfe Kritik an Altmaiers Windenergie-Plänen

„Sicherheitsabstand“ stößt auf Widerstand – „droht Wirtschaft lahmzulegen“

Gewerkschaften und Industrie machen Front gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaiers Windenergie-Pläne. Besonders auf Widerstand stößt der Sicherheitsabstand von einem Kilometer zu Siedlungen, schreibt das Internetportal euractiv in einer Zusammenfassung. weiterlesen…

Mit Kohleausstiegsgesetz soll 52-GW-Deckel für Photovoltaik fallen

Dennoch „nicht alles erfreulich“

Im Referentenentwurf ist die Streichung enthalten. Allerdings ist nicht alles erfreulich, was in dem Gesetzentwurf zu lesen ist. Nach pv magazine-Informationen konnte eine zusätzliche Absenkung der Solarförderung über die Anpassung des atmenden Deckels wohl verhindert werden – so Sandra Enkhardt. Der genaue Zeitplan, wie und wann der Entwurf verabschiedet wird, sei noch nicht ganz klar. weiterlesen…

Norwegische staatlicher Pensionsfonds: Risikobasierte versus ethische Investitionen

Großteil der Investitionen des Fonds auf nicht nachhaltigem Weg

von Heidi Rapp Nilsen, Beate Sjåfjell und Benjamin J. Richardson – in Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 1 / 2019, S. 65-78

Der staatliche norwegische Pensionsfonds Global galt stets als Musterknabe für ethisch-ökologisches Investieren, wurde für Nachhaltigkeit und Divestment (Ausstieg aus fossilen Energieträgern) gefeiert (auch Solarify stimmte in die Lobeshymnen ein). Jetzt zeichnet eine in den Vierteljahrsheften zur Wirtschaftsforschung des DIW-Berlin erschienene Fallstudie ein kritisch-differenziertes Bild: Der Großteil der Investitionen befinde sich „auf einem nicht nachhaltigen Weg des ‚business as usual'“. Die Hauptthese des Artikels lautet, dass je weniger haltbar das „business as usual“ werde, „desto mehr nimmt die Bedeutung der finanziellen Risikobewertung zu und die Relevanz der Ethikrichtlinien ab“. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde gemeldet, der Fonds habe seine Beteiligung am Kohlekonzern RWE verdoppelt (taz vom 02.11.2018). weiterlesen…

EIB steigt aus Finanzierung von Kohle, Öl und Gas aus und gründet IKI-Fonds

EU-Bank startet neue Klimastrategie und Energiekreditpolitik

Die EIB wird einer Medienmitteilung vom 14.11.2019 zufolge die Finanzierung von Projekten zur Förderung fossiler Brennstoffe ab Ende 2021 einstellen. Die künftige Finanzierung werde die Innovation im Bereich der sauberen Energien, die Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien beschleunigen. Die EIB-Gruppe werde im Jahrzehnt bis 2030 eine Billion Euro für Klimaschutzmaßnahmen und umweltfreundliche, nachhaltige Investitionen bereitstellen und ab Ende 2020 alle Finanzierungen an die Ziele der Pariser Vereinbarung anpassen. weiterlesen…

Solarer Sturmlauf – 20% mehr Leistung bei 25% geringeren Kosten binnen 15 Monaten

Blog von Karl-Heinz Remmers

Frankfurt am Main, 26.09.2012: Ich habe seinerzeit (noch als Herausgeber) mit pv magazine zu einem Frühstücksevent während der EUPVSEC eingeladen. Das Thema polarisiert: 300 GWp/a Photovoltaik weltweit 2025, für Deutschland insgesamt max. 200 GWp. Wie sich heute zeigt: zu konservativ für Deutschland, aber global auf gutem Weg. Damals für viele absurd hohe Zahlen, denn den jetzt bereits seit einigen Jahren stattfindenden Sturmlauf der Photovoltaik konnten sie sich nicht vorstellen. (Foto: Karl-Heinz Remmers – © Solarify) weiterlesen…

IEA: SUVs machen Vorteile von Elektroautos zunichte

2040 zwei Millionen Barrel Öl mehr

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) gefährdet der Energiebedarf der wachsenden SUV-Flotte die globalen Nachhaltigkeitsziele. Die schweren Verbrenner könnten positive Effekte der E-Autos zunichte machen. Laut IEA konterkarieren die Dickschiffe positive Effekte der Elektromobilität. Die Nachfrage nach den Sports Utility Vehicles und anderen schweren Fahrzeugen sorge bereits jetzt dafür, dass weltweit mehr Öl verbraucht werde. Sie schluckten 2040 zwei Millionen Barrel Öl mehr – pro Tag. weiterlesen…

IEA-WEO mit großen Brüchen im Energiesystem

Internationale Energieagentur stellt World Energy Outlook 2019 vor

„Tiefe Ungleichgewichte prägen die heutige Energiewelt“, so der World Energy Outlook 2019. Das „Flaggschiff“ der einst als Antwort auf die Ölkrise 1974 gegründeten Internationalen Energieagentur untersucht diese sich verbreiternden Gräben im Detail. Er erklärt die Auswirkungen der heutigen Entscheidungen auf die Energiesysteme von morgen und beschreibt einen Weg, der es der Welt ermöglicht, Klima-, Energiezugangs- und Luftqualitätsziele zu erreichen und gleichzeitig einen starken Fokus auf die Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit von Energie für eine wachsende Weltbevölkerung zu legen (s.a. Randnotiz re.). weiterlesen…

Tesla kommt

Heilsbringer Musk? Eine Presseschau

„Tesla greift deutsche Autobauer an“, titelte bizz-energy seine Meldung: Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will vor den Toren Berlins, in Grünheide in Brandenburg eine neue Fabrik bauen – gleich in der Nähe des Flughafens BER. Experten spechen von einer Kampfansage Musks an die verschlafenen deutschen Autoschmiede. Die Kommentare sind überwiegend positiv. Doch ist auch von schwierigen Arbeitsbedingungen die Rede. Eine Presseschau. weiterlesen…

Wakes machen Offshore-Windturbinen zu schaffen

IWES-Projekt: Wie beeinflussen Windparks den Wind auf See?

Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES startete am 01.11.2019 ein neues Forschungsprojekt zur Frage: Wie verändert der Ausbau der Windenergie die Bedingungen in der deutschen Bucht? Offshore-Windparks liefern einen immer größeren Anteil unserer Stromverbrauchs: Fast 17 Milliarden Kilowattstunden waren es in den ersten neun Monaten 2019 – bei einer installierten Leistung von knapp 6,7 GW – berichtet erneuerbareenergien.de. Und es sollen mehr werden. (Foto: Forschungsflugzeug in geringer Flughöhe liefert hochaufgelöste meteorologische Daten – © Mark Bitter, TU Braunschweig) weiterlesen…