Lehm kommt wieder in Mode

Nachhaltiger, wasserlöslicher, uralter Baustoff

Lehm, ein besonders nachhaltiger Baustoff, wird seit Jahrtausenden verwendet. Aktuell ist er wieder gefragt, denn er könnte vor allem im Wohnungssektor helfen, Klimaneutralität zu erreichen. Anders als herkömmliche Ziegel oder Zement werden Mauersteine aus Lehm nicht gebrannt, sondern getrocknet. Ihre Herstellung benötigt laut der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) daher bis zu 85 Prozent weniger Energie und weist eine gute CO2-Bilanz auf. Auch können Lehmmauersteine aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit vollständig recycelt werden: Sämtliche Bestandteile, insbesondere die wertvolle Ressource Sand, lassen sich sortenrein zurückgewinnen und können in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft erneut genutzt werden. (Foto: Strohlehmwand in Bad Endbach-Wommelshausen – © H2OMy – Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Streit um EU-Vorschriften

Industrie stemmt sich gegen Recycling-Verpackung für Kühlschränke

Die Industrie stemmt sich gegen die im November vergangenen Jahres vorgelegte EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) – diese soll unnötige Kartons und Verpackungen reduzieren und gleichzeitig Recycling und Wiederverwendung fördern. Laut dem von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Gesetz über Verpackungsabfälle müssen Haushaltsgroßgeräte bis 2030 in Recycling-Plastik eingepackt werden, berichtet Frédéric Simon auf EURACTIV.com. weiterlesen…

Die Ein-Dollar-Revolution

Von Franz Alt – mit freundlicher Genehmigung

Können wir reiche Europäer dazu beitragen, dass auch in den armen Ländern Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltverschmutzung reduziert werden? Ja, wir können das. Soeben hat das Europäische Parlament ein verhältnismäßig strenges Lieferketten-Gesetz beschlossen. Danach sind Firmen aus EU-Ländern künftig verpflichtet, in ihren weltweiten Zulieferfabriken höhere soziale und ökologische Standards umzusetzen. Ein Beispiel: Eine Näherin in Bangladesch verdiente bisher 25 Cent pro Stunde. Damit wir in den reichen Ländern ein T-Shirt für 3.99 Euro kaufen konnten. Das soll sich nun endlich ändern. (Foto: Franz Alt – © Bigi Alt) weiterlesen…

Gibt es die umweltschonende „Kreislauf-Flasche“ wirklich?

Plastik und Circular Economy

Der Plastikflaschen(PET)-Streit geht in die nächste Runde. Günther Jauch wirbt in einer TV-Kampagne für einen großen deutschen Discounter für die PET-Einwegflasche – mit unterschiedlichem Echo: Zu den Kritikern der Werbeoffensive gehört auch das Umweltbundesamt. Wie berechtigt sind die negativen Kommentare wirklich? fragt das Portal Umweltdialog.de, das seinerseits für die Position der Schweizer Enespa und ihres Geschäftsführers Cyrill Hugi wirbt – der sagt: „Tatsache ist, dass sich Plastik mittlerweile extrem gut recyceln lässt. Ein perfekter Kreislauf existiert zwar nicht, aber Kunststoff kann auf vielen anderen Wege verwertet werden – auch nachhaltig“. Mehrweg-Verbände und die DUH sehen das anders. weiterlesen…

Großes Potenzial

Mit Großwärmepumpen grüne Wärmequellen für Gebäude und Industrie nutzbar machen

Das verfügbare Angebot von Umwelt- und Abwärme in Deutschland, das über Wärmepumpen bereitgestellt werden kann, übersteigt bei weitem den Wärmebedarf für Gebäude und industrielle Prozesswärme bis 200 °C. Zusammen beläuft sich die potenzielle Wärmeleistung, die Wärmepumpen aus CO2-freien Quellen auch ohne Nutzung von Umgebungsluft zur Verfügung stellen können, auf rund 1.500 Terawattstunden. Das zeigt eine  Studie von Agora Energiewende. (Titel: Studie: Strategien für den Markthochlauf in Wärmenetzen und Industrie – © Agora Energiewende; Fraunhofer IEG) weiterlesen…

Globales Plastikabkommen reloaded

Zweite Verhandlungsrunde legt wichtige Grundsteine gegen die globale Plastiklawine

In Paris endete am 02.06.2023 die zweite internationale Verhandlungsrunde (INC-2) für ein neues globales Plastikabkommen. Die internationale Meeresschutzorganisation OceanCare zieht eine gemischte Bilanz. So wollen etwa Öl-exportierende Länder der globalen Flut an Neuplastik kaum rechtlich verbindliche Grenzen entgegensetzen. Zudem konnte das Regelbuch (Rules of Procedures) nicht final angenommen werden. Ebenfalls Streitpunkt blieb, ob Entscheide im Konsens gefällt werden müssen oder ob Abstimmungen möglich sein werden. weiterlesen…

Balance zwischen Plastikreduktion und nachhaltigem Umgang mit recyclingfähigen Kunststoffen

Neuer Wegweiser für zukunftssichere, kreislauforientierte und nachhaltige Kunststoffwirtschaft

Wie sieht eine zukunftssichere, kreislauforientierte und nachhaltige Kunststoffwirtschaft aus? Die Antwort ist eine Balance zwischen Plastikreduktion und einem nachhaltigen Umgang mit recyclingfähigen Kunststoffen. Denn die steigende Nachfrage nach Kunststoffen in hochwertigen Anwendungen wie Lebensmittelverpackungen, Autoteilen oder synthetischen Textilien erfordert einen ganzheitlichen Wandel. Mit vier strategischen Ansätzen geben Forschende des Fraunhofer UMSICHT und des niederländischen Instituts TNO in ihrem aktuell erschienenen Whitepaper „From #plasticfree to future-proof plastics“ nun Einblicke, wie diese Balance in Zukunft aussehen kann. (White Paper – How to use plastics in a circular economy – © TNO Innovation for life; Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Kaffee-Kapseln droht offenbar das Aus

EU plant angeblich Verbot

Weitgehend unbeachtet wird in Brüssel ein Verbot der Aluminium Kaffeekapseln diskutiert. Die Frage ist: Plant die EU wirklich ein Verbot von Kaffeekapseln? „Es hätte weitreichende Folgen für Verbraucher“, so die Frankfurter Rundschau am 29.05.2023. Die Kapseln erleichtern Verbraucherinnen und Verbrauchern, verursachen jedoch Riesenmüllberge. Dem könnte Brüssel bald ein Riegel vorschieben werden. weiterlesen…

RKI: „Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Menschheit“

Sachstandsbericht zu Klimawandel und Gesundheit erschienen

Mehr Hitzetote, neue und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten, erhöhte Allergiebelastung, Zunahme von Antibiotikaresistenzen, mehr Lungenerkrankungen als Folge zunehmender Feinstaubbelastung, mehr Hautkrebs durch erhöhte UV-Strahlung – das sind einige der negativen Folgen des Klimawandels für die Gesundheit der Bevölkerung. Ein neuer Bericht, der unter Federführung des Robert Koch-Instituts (RKI) entstanden ist, gibt einen Überblick zu den gesundheitlichen Folgen durch den Klimawandel und Möglichkeiten, ihnen entgegenzutreten. Die Koordination der Publikation erfolgt im Rahmen des Projekts „KlimGesundAkt“, das durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird. weiterlesen…

„Schweine fliegen“

T&E: Einsatz tierischer Fette im europäischen Verkehrswesen stark gestiegen

Eine im Auftrag von Transport and Environment erstellte Untersuchung sieht die wachsende Nachfrage nach Biokraftstoffen aus tierischen Fetten für das europäische Verkehrssystem gmit Sorge über die Auswirkungen auf das Klima und potenziellen Betrug. Ausgeschmolzene tierische Fette sind Nebenprodukte der industriellen Fleischproduktion und haben eine Reihe von mehr oder weniger überraschenden Verwendungsmöglichkeiten. Bisher wurden tierische Fette vor allem in der Tiernahrung und in der oleochemischen Industrie (z. B. Seifen, Kosmetika) verwendet. Weniger bekannt ist jedoch ihre Verwendung als Verkehrskraftstoff, derzeit vor allem in Pkw und Lkw. (Titel der Untersuchung „The fat of the land“ – © „The fat of the land“ (nach dem Album der britischen Beat Big Band „The Prodigy“) – © Cerulogy) weiterlesen…