Hitzewellen werden häufiger und tödlicher

Südeuropa besonders bedroht

Das Risiko von Hitzewellen mit vermehrten Todesfällen aufgrund von Dehydrierung, Hitzeschlag oder Herz-Kreislaufkollaps ist in den vergangenen zwanzig Jahren bereits stark gestiegen. In Zukunft werden solche Extreme häufiger und die hitzebedingte Übersterblichkeit wird zunehmen. Europa ist davon besonders betroffen, wie Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zurich zeigen. Die Übersterblichkeit eines heißen „Jahrhundertsommers“ wie 2003, ist heute alle zehn bis zwanzig Jahre zu erwarten, und in einer Zwei-Grad-Welt alle zwei bis fünf Jahre. Südeuropa ist besonders von zunehmenden Hitzewellen bedroht, ebenso die Golf- und Atlantikküsten der USA, die Pazifikküste Lateinamerikas, der Mittlere Osten und Südostasien. weiterlesen…

„Viele Berichte über Windkraft sind nicht ausgewogen“

Untersuchung der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung

Einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung (OBS) vom 24.08.2023 zufolge sind viele Medienberichte zur Windkraft nicht ausgewogen. Die Untersuchung von Kulturwissenschaftlerin Georgiana Banita von der Universität Bamberg ergibt laut einem Bericht des Deutschlandfunks, dass in der Berichterstattung oftmals die Emotionalisierung des Themas Vorrang vor wissenschaftlichen Erkenntnissen und Faktentreue hat. Die Studienautorin habe ausgewählte Medienberichte aus Frankfurter Allgemeiner Zeitung, Welt, Spiegel und Süddeutscher Zeitung untersucht und einen „Krieg der Werte“ identifiziert, bei dem sich zwei Lager herausgebildet hätten. weiterlesen…

Windkraft kostet Siemens Energy Milliarden

Reparaturen für Verlust verantwortlich

Siemens Energy befürchtet einen Jahresverlust in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Verantwortlich für die hohen Kosten sind Mängel (und dadurch nötige Reparaturen) bei den Windrädern an Land und das Hochfahren der Offshore-Anlagen, berichtet das Handelsblatt am 07.08.2023. Nach eingehender Analyse und zur Vorlage der Quartalszahlen teilte Siemens Energy laut der Frankfurter Allgemeinen am gleichen Tag mit, allein im abgelaufenen dritten Quartal belaufe sich der Nettoverlust auf fast 3 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr, das Ende September endet, rechnet der Dax-Konzern nunmehr mit einem Minus von rund 4,5 Milliarden Euro, wovon allein rund 4,3 Milliarden Euro auf Gamesa entfallen. weiterlesen…

Treibhausgasneutrale Kreislaufwirtschaft am Standort „Schwarze Pumpe“

Forschungszentrum „CircEcon – Green Circular Economy“ setzt Maßstäbe für nachhaltige Produktion und Klimaverträg­lichkeit

Ausgerechnet am ehemaligen Standort größter Umweltverschmutzung, der „Schwarzen Pumpe“: Sachsen ist heute eine einzigartige Forschungs- und Wachstumsregion auf dem Gebiet der Werkstoff- und Produktionstechnologien sowie der Verfahrens- und Recyclingtechnik. Diese Expertise wird mit Hilfe der Fördermaßnahmen für den Strukturwandel auch der Lausitz zugutekommen. Im Forschungscluster CircEcon – Green Circular Economy – werden die vier Hochschulen TU Dresden, TU Bergakademie Freiberg und TU Chemnitz sowie die Hochschule Zittau/Görlitz zusammenarbeiten, um wegweisende Lösungen für die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Lausitz zu stärken. Denn die Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüsselthema für die nachhaltige Transformation von Industrie und Gesellschaft. weiterlesen…

Befürchtung: Klimaneutralität nur durch Schönrechnen

Lies: „Kreislaufwirtschaft der nächsten Jahrzehnte entwickeln“

Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, Olaf Lies, lobte beim REWIMET-Symposium 2023 in Clausthal vor zahlreichen ExpertInnen die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie, die sich vor allem in der Recyclingregion Harz hervorragend entwickelt habe. Um in Deutschland die Industrie dauerhaft zu erhalten, seien jedoch nicht nur wettbewerbsfähige Produktionsbedingungen zu gewährleisten, sondern auch die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. weiterlesen…

Untersuchung fordert Nachbesserung beim Klimaschutz

Emissionsgutschriften durch vermiedene Entwaldung halten oft nicht, was sie versprechen

Projekte zur Reduktion der Abholzung von Wäldern verkaufen oft Emissionsgutschriften – zum Beispiel an Verbraucher, die Flugtickets erwerben. Mehr als 90 Prozent dieser Projektgutschriften gleichen jedoch die Treibhausgasemissionen nicht wirklich aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande), der Universität Bonn, der University of Cambridge (Vereinigtes Königreich) und des European Forest Institutes in Barcelona (Spanien). Sie wurde beispielhaft für 26 Projekte in sechs Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse sind nun in Science erschienen. (Siehe auch: solarify.eu/co2-ausgleich-durch-waldschutz-massiv-ueberschaetzt). weiterlesen…

E-Mobilität mal anders

Solarzellen in Pkw-Motorhauben integriert

In den vergangenen Jahren präsentierten einige Autohersteller bereits erste Fahrzeug-Modelle mit integrierter Photovoltaik im Dach. Das Fahrzeugdach ist die am einfachsten nutzbare Fläche für die Erzeugung von Solarstrom an Bord. ForscherInnen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gingen nun einen Schritt weiter. Im Rahmen zweier öffentlich geförderter Forschungsprojekte integrierten sie Solarzellen in die Standard-Motorhaube eines Pkw. In Kombination mit der MorphoColor®-Technologie des Forschungsinstituts kann die solaraktive Fläche der Farbe des Autos angepasst werden. (Foto: Pkw mit solarer Motorhaube; mit der MorphoColor® Technologie kann die solaraktive Fläche der Motorhaube an die Farbe des Autos angepasst werden – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Bakterien für nachhaltige Kunststoffproduktion „zähmen“

Forschungsteam der Universität Gießen entwickelt neues System zur maßgeschneiderten Kontrolle der Genexpression

Viele Bakterien haben ein großes Potenzial für die Biotechnologie, zum Beispiel bei der Produktion von Biokunststoffen oder anderen industriell nutzbaren Materialien. Doch es ist oft schwierig, die Wildtypen dieser biotechnologisch interessanten Bakterien zu „zähmen“, also sie dazu zu bringen, die gewünschte Substanz zu produzieren. Der Schlüssel zur Zähmung von Bakterien liegt in der Kontrolle ihrer Genexpression, vor allem der für die Produktion und den Abbau der gewünschten Substanz wichtigen Gene. Ein Forschungsteam um Dr. Matthew McIntosh am Institut für Mikrobiologie und Molekularbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat am 15.08.2023 ein neues, bereits zum Patent engemeldetes System zur maßgeschneiderten Kontrolle der Genexpression veröffentlicht und in ACS Synthetic Biology veröffentlicht. weiterlesen…

Könnte künstliches Abdunkeln der Sonneneinstrahlung Eisschmelze verhindern?

Universität Bern: Geoengineering als mögliche Notlösung kritisch sehen

Mit Methoden des sogenannten Geoengineering könnte das Klima theoretisch künstlich beeinflusst und abgekühlt werden. Berner Forschende haben nun untersucht, ob man mit einer künstlichen „Abdunkelung der Sonne“ das Abschmelzen etwa des westantarktischen Eisschildes verhindern könnte. In Nature Climate Change erschien am 10.08.2023 open access eine Publikation (am 13.08.2023 auf der Internetseite der Uni Bern), in der Forschende um Johannes Sutter von der Abteilung Klima und Umweltphysik (KUP) am Physikalischen Institut und Thomas Stocker vom Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (beide Universität Bern) nun der Frage nachgehen, ob sich durch künstliche Beeinflussung der Sonneneinstrahlung das Abschmelzen des Eises in der Westantarktis verhindern ließe. weiterlesen…

CO2-Ausgleich durch Waldschutz massiv überschätzt

Science: Maßnahmen erforderlich, damit Kohlenstoffausgleich aus Walderhaltung zur Eindämmung des Klimawandels beiträgt

CO2-Kompensation durch Waldschutz im Rahmen von „REDD+“-Projekten ist laut einer Untersuchung in Science von sehr geringem Nutzen. „Ineffektiv für den Klimaschutz, aber ökonomisch effektiv für die Betreiber“, resümierte laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA etwa der deutsche Weltforstwirtschafter Michael Köhl von der Universität Hamburg angesichts des Ergebnisses, wonach nur etwa sechs Prozent der CO2-Zertifikate aus den untersuchten Projekten auch wirklich für vermiedene Emissionen stehen. weiterlesen…