Wachsende Relevanz von Speichern

Regierung zur Netzentgeltsystematik bei Stromspeichern

Mit steigendem Anteil an Stromerzeugung aus fluktuierenden Quellen wie Wind und Sonne steigt der Bedarf an Flexibilität durch andere Erzeuger und auf Verbrauchsseite an einem stabilen und effizienten Systembetrieb, schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 05.05.2022 über einen Bericht der Bundesregierung (20/1653) zum Thema. Zu den wesentlichen Flexibilitätsoptionen zählen Speicher; insbesondere die vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke (PSW) verfügen aktuell über eine erhebliche Kapazität. Zugleich wächst die Relevanz der Speicher im Systembetrieb durch den Zuwachs von „neuen“ Verbrauchern wie Heimspeicher, Elektromobilen und Wärmepumpen. weiterlesen…

Bioenergie möglicherweise klimaschädlich

Regierung: Mittelbare Emissionen möglich

Die Nutzung von Bioenergie kann – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – mittelbar Treibhausgasemissionen verursachen und ökologisch wertvolle Gebiete gefährden, schreibt die Bundesregierung in ihrem Bericht (18/13299) zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe. Darin heißt es, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Biomasse für energetische Zwecke auf Flächen produziert werde, die vorher zur Produktion von Biomasse für andere Zwecke (zum Beispiel Lebens- oder Futtermittel) genutzt worden seien. Die Produktion dieser Lebens- oder Futtermittel könne infolgedessen zumindest teilweise in Gebiete mit hohem Kohlenstoffbestand wie Wälder oder Moore verdrängt werden. weiterlesen…

Nach der Flut ist vor der Flut

Universität Potsdam am BMBF-Projekt zu Wasser-Extremereignissen beteiligt

Extremereignisse wie Dürre, Starkregen und Sturzfluten haben in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Um das Risikomanagement bei extremen Niederschlägen, großflächigen Überschwemmungen oder lange anhaltenden Dürreperioden zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschungsverbünde mit der Maßnahme „WaX – Wasser-Extremereignisse“. Das Institut für Umweltwissenschaften und Geographie der Universität Potsdam ist mit dem Verbundvorhaben „Inno_MAUS“ sowie mit dem Vernetzungsvorhaben „Aqua-X-Net“ dabei. Die WaX-Auftaktveranstaltung findet heute und morgen in Bonn statt. (Foto: Hochwasser am Rhein bei Wiesbaden – © Franziska Vogt) weiterlesen…

Krisenanfälligkeit der Menschheit bedrohlich, aber beherrschbar

Folge bestehender Kontextbedingungen globaler Wirtschaft und nicht nachhaltiger Lebensformen

Klimaerwärmung, Pandemien und Migrationswellen sind Herausforderungen der jüngeren Geschichte, die immer öfter ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken. Ein Team von Wissenschaftlern rund um IASS-Direktor Ortwin Renn hat sich mit Auslösern und Folgen von einander überschneidenden Krisen (Polycrises) befasst. Sie untersuchten, was das Zusammenwirken von krisenauslösenden Ereignissen begünstigt, wie dies verhindert oder abgemildert werden kann, entwickelten einen analytischen Rahmen, mit dem komplexe und zusammenhängende Krisen identifizierbar werden, und veröffentlichten ihn am 02.05.2022. weiterlesen…

Fünf Thesen zum Ausbau der Windenergie

Handlungsempfehlungen für Entscheider in Politik und Verwaltung veröffentlicht

Deutschland bemüht sich um Klimaneutralität, doch vor allem der Ausbau der Windenergie an Land kommt nur stockend voran. Warum? – Wissenschaftler der Nachwuchsforschungsgruppe Multiple Umweltwirkungen Erneuerbarer Energien (MultiplEE) der Universität Leipzig haben gerade gemeinsam mit Kollegen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Leipzig einen Policy Brief zu dieser Thematik verfasst, in dem sie der Bundesregierung Handlungsempfehlungen für den angestrebten Ausbau der Windenergie geben und die aktuellen Lösungsvorschläge dazu wissenschaftlich einordnen. weiterlesen…

Deutscher Satellit will Beitrag zum Klimaschutz leisten

Umweltmission EnMAP: Fraunhofer IOF lieferte Spiegel für ersten deutschen Hyperspektralsatelliten

Am 01.04.2022 ist EnMAP, der erste in Deutschland entwickelte und gebaute Hyperspektralsatellit, vom Gelände der Cape Canaveral Space Force Station in Florida aus mit einer SpaceX Rakete Falcon 9 erfolgreich ins Weltall gestartet. Er soll künftig unsere Umwelt analysieren und damit nicht nur Folgen des Klimawandels, sondern auch potenzielle Naturgefahren sichtbar machen. Insgesamt elf Spiegel sowie diverse optische Schichten für Teleskop- und Spektrometer-Optiken wurden dafür am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hergestellt. Einen Monat nach dem Start liegen nun die ersten Aufnahmen aus dem All vor. (Bild: EnMAP-Beobachtung: Chlorophyll-Konzentration im Bosporus – © DLR (CC BY-NC-ND 3.0)) weiterlesen…

Klimawandel: Kohlenstoff besser im Wald oder im Holz einlagern?

Verzicht auf Waldnutzung „nicht zu rechtfertigen“

Um den Klimawandel zu bremsen, müssen die Autoren dringend die Treibhausgase reduzieren, besser noch Wege finden, wie die Autoren zusätzliches CO2 einlagern können. Der C-Bindungsfähigkeit von Bäumen wird dabei eine maßgebliche Rolle zugeschrieben. Vielfach wird gefordert, Wälder stillzulegen, um den sogenannten „Waldspeicher“, also in der Biomasse und dem Boden gebundenen Kohlenstoff, möglichst zu erhöhen, schreibt Heinrich Höllerl in Forstpraxis. Ein internationales Forscherteam um Ernst-Detlef Schulze, emeritierter Professor des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena, kam in einem am in den Annalen der Forstwissenschaft publizierten Artikel jedoch zu dem Ergebnis, ein Verzicht auf die Nutzung des Waldes gegenüber einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Sinne des Klimaschutzes sei nicht zu rechtfertigen ist und könne künftig sogar zu hohen CO2-Emissionen führen. weiterlesen…

Klimaziele allein mit CO2-Preis nicht zu erreichen

Mehr Maßnahmen nötig

Der CO2-Preis allein reicht nicht aus, damit die Emissionen im Verkehr, von Gebäuden und weiteren im Brennstoffemissionshandel geregelten Sektoren so stark sinken, um die Klimaziele zu erreichen. Vielmehr müssten weitere Maßnahmen greifen, um klimaschädliche Technologien und Anlagen früher auszutauschen und klimafreundlichen Alternativen den Weg zu bereiten. Zu diesem Fazit kommt eine Untersuchung des Öko-Instituts mit weiteren Forschungspartnern im Auftrag des Umweltbundesamtes, die verschiedene Entwicklungspfade des CO2-Preises untersucht hat. (Titel: Verschiedene Preispfade und ihr Klimaschutzbeitrag – © uba) weiterlesen…

Plastikfressendes Enzym könnte Milliarden Tonnen Deponieabfälle beseitigen

Entdeckung mit Vorläufern

Eine von Wissenschaftlern der University of Texas in Austin auf der Basis von Vorläuferforschungen entwickelte Enzymvariante kann umweltbelastende Kunststoffe, deren Abbau normalerweise Jahrhunderte dauert, in nur wenigen Stunden bis Tagen abbauen. Diese am 27.04.2022 in Nature veröffentlichte Entdeckung könnte dazu beitragen, eines der dringendsten Umweltprobleme zu lösen. weiterlesen…

Allianz: Energiewende könnte bis 2032 mehr als 400.000 Jobs schaffen

Ukrainekrieg stätkt Rückhalt

Eine am 05.05.2022 veröffentlichte Untersuchung des Versicherungskonzerns Allianz Trade (früher Euler Hermes) prophezeit, die Energiewende könnte bis 2032 als Folge des Osterpakets signifikantes Wirtschaftswachstum und mehr als 400.000 Arbeitsplätze schaffen. Allerdings falle der Startschuss für die nächste Phase der grünen Transformation in eine „schwierige Zeit mit Inflation, Ukraine-Invasion sowie Knappheit bei Rohstoffen und Arbeitskräften“. Entscheidend für den Erfolg sei die Investitionsbereitschaft des Privatsektors. Der Ukrainekrieg stärke jedoch den „Rückhalt für Energiewende bei Regierung und Bevölkerung“. weiterlesen…