Schrump­fen oder Aus­deh­nen – Wie re­agiert Eis­de­cke in der Ostant­ark­tis un­ter wär­me­rem Kli­ma?

In­ter­na­tio­na­le Ex­pe­di­ti­on un­ter­sucht, wie sich das ant­ark­ti­sche Eis­schild im Lauf von Tau­sen­den bis Mil­lio­nen von Jah­ren ver­än­dert hat

Ein Team des in­ter­na­tio­na­len For­schungs­pro­jekts MA­GIC-DML („Map­ping, Mea­su­ring and Mo­de­ling Ant­arc­tic Geo­mor­pho­lo­gy and Ice Chan­ge in Dron­ning Maud Land“) ist im De­zem­ber 2017 in die Ant­ark­tis auf­ge­bro­chen. Ziel ist es her­aus­zu­fin­den, wie sich das Vo­lu­men des Eis­schil­des ver­än­dert hat und künf­tig ver­än­dern wird. Die Mo­del­le da­für wer­den un­ter der Lei­tung von Dr. Iri­na Ro­goz­hi­na am MARUM – Zen­trum für Ma­ri­ne Um­welt­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Bre­men an­hand von ak­tu­el­len Pro­ben und Sa­tel­li­ten­da­ten be­rech­net. An dem in­ter­na­tio­na­len Pro­jekt sind Part­ner aus Schwe­den, Nor­we­gen, Groß­bri­tan­ni­en, den USA und Deutsch­land be­tei­ligt. weiterlesen…

Die Zukunft der deutschen Polarforschung

Polarforschungsagenda 2030 der DFG fasst heutigen Wissensstand zusammen

Wo steht die deutsche Polarforschung? Was sind die wichtigsten Zukunftsfragen? Welche Infrastruktur wird benötigt? Diese Fragen beantwortet die Polarforschungsagenda 2030, die das Nationalkomitee für Polarforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter dem Vorsitz von Prof. Günther Heinemann (Universität Trier) und der Mitarbeit von 68 Autorinnen und Autoren aus 17 Instituten – darunter viele Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts – zusammengestellt hat. weiterlesen…

Meereis fördert Wolkenbildung

Antarktis: Mikroorganismen und Weltklima

Die Erderwärmung wirkt sich auf die Entwicklung und Verteilung des Meereises in Arktis und Antarktis aus. Das polare Meereis beherbergt aber im Inneren eine Vielzahl von Mikroorganismen. Jedoch gibt es aktuell nur wenige und verstreute Beweise darauf, welche Auswirkungen die Erwärmung auf diese Mikroorganismen hat, und wie Veränderungen in polaren maritimen Ökosystemen das Klima selbst beeinflussen. Die Ergebnisse der PEGASUS 2015-Antarktis-Kampagne, geleitet von Rafel Simó und Manuel Dall’Osto vom Institut de Ciències del Mar CSIC in Barcelona mit einem internationalen Team von Forschern des italienischen , werfen ein neues Licht auf dieses Phänomen, das in einem Artikel in Scientific Reports veröffentlicht worden ist. weiterlesen…

1.000.000.000.000 Tonnen Eis

Kalbung eines Mega-Eisbergs – und die Folgen?

Einen eine Billion Tonnen schweren Eisberg – einen der größten jemals bekannt gewordenen – hat das Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis gekalbt. Solche Eisbergriesen sind aber nicht so selten, wie man meinen könnte. Ähnlich große Exemplare trieben schon 1987, 1998 und 2002 durchs Südpolarmeer, und „B 15“ war vor 17 Jahren gar doppelt so groß. Das Rätselraten der Experten über die Konsequenzen von A68 ist ungefähr ebenso groß. weiterlesen…

NYT: Antarktis-Eis vor Auftauen

Frühstadium eines irreversiblen Vorgangs

„Die Eisdecke der Antarktis könnte sich allmählich einem unaufhaltsamen Zusammenbruch nähern“, schrieb die New York Times in einem ihrer News Alerts am 18.05.2017. „Wir sind dorthin geflogen, um zu sehen, wie sich ihre Veränderungen auf den Rest der Welt auswirken: Vier Journalisten der New York Times schlossen sich Wissenschaftlern in der Antarktis an, um zu verstehen, wie das Eis sich über den Kontinent bewegt und ins Meer gleitet. Das Ergebnis ist eine dreiteilige Serie, die interaktive Karten und immersive Videos verwendet, um zu erforschen, was mit der Antarktis geschieht, während sich der Rest des Planeten erwärmt.“ weiterlesen…

Antriebskräfte der Eisberg-Wanderungen entschlüsselt

Antarktis-Forschung: Tafeleisberge treiben acht Jahre und länger durch das Südpolarmeer und schmelzen vor allem an der Unterseite

Wenn in absehbarer Zukunft am Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis ein Tafeleisberg von der annährend siebenfachen Größe Berlins abbricht, beginnt für ihn eine Wanderung, deren Route Klimawissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung schon jetzt ziemlich genau vorzeichnen können. Den Forschern ist es nämlich gelungen, die Drift antarktischer Eisberge durch das Südpolarmeer treffend zu modellieren und dabei die physikalischen Antriebe ihrer Wanderung und ihres Schmelzens zu identifizieren. Welche Kräfte dabei maßgeblich wirken, hängt nämlich von der Größe des Eisberges ab. Die neuen Ergebnisse sind im Online-Portal des Fachmagazins Journal of Geophysical Research: Oceans erschienen. (Foto: Eisberg im Amundsenmeer – Foto © Thomas Ronge/awi.de)

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Neue Haftungsregeln für die Antarktis

Schutz der südlichsten Umwelt weiter verbessern

Das Bundeskabinett hat am 18.01.2017 den Entwurf des Antarktis-Haftungsgesetzes beschlossen. Ziel des Gesetzes ist es, den Schutz der Umwelt in der Antarktis weiter zu verbessern. Mit dem Antarktis-Haftungsgesetz setzt die Bundesrepublik Deutschland den sogenannten Haftungsannex zum internationalen Antarktis-Umweltschutzprotokoll in innerstaatliches Recht um. In Kraft treten werden die Regeln auch in Deutschland erst, wenn alle beteiligten Staaten den Beschluss ratifiziert haben. weiterlesen…

Westantarktischem Eisschild droht Kollaps

Kritische Stabilität: Meeresspiegel könnte mehrere Meter ansteigen

Wenn die Temperatur des Südlichen Ozeans weiter steigt, kann das die Stabilität des Westantarktischen Eisschildes empfindlich schwächen – der globale Meeresspiegel stiege um mehrere Meter. Ein ähnlicher Kollaps der Westantarktis könnte in der letzten Warmzeit vor 125.000 Jahren passiert sein, als die polare Oberflächentemperatur um etwa zwei Grad Celsius höher war als heute. Das ist das Ergebnis einer Reihe von Modellrechnungen, die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) jetzt online in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlichen. weiterlesen…

„Ewiges Eis ist nicht ewig“

West-Antarktis könnte komplett schmelzen

Der riesige Eispanzer der westlichen Antarktis könnte vollständig verschwinden, wenn dort das vergleichsweise winzige Amundsen-Becken instabil würde – das haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt berechnet. Gelange allein dieses Eis komplett in den Ozean, steige der Meeresspiegel um rund drei Meter. Einige vor wenigen Monaten veröffentlichte Studien deuten darauf hin, dass dieses Gebiet des Eiskontinents seine Stabilität bereits verloren hat – damit wäre das erste Element des Erdsystems tatsächlich gekippt. Die neue Veröffentlichung zeigt zum ersten Mal die Folgen einer solchen Entwicklung. Wenige Jahrzehnte Erwärmung des Ozeans können einen über Jahrhunderte und Jahrtausende andauernden Eisverlust auslösen, so die Computersimulationen. weiterlesen…

Meeresspiegel könnte um 50 Meter steigen

…wenn wir alle verfügbaren fossilen Energiequellen verbrennen

Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt: Wenn wir alle verfügbaren Energiequellen verbrennen, wird die Eisdecke der Antarktis nahezu komplett abschmelzen und einen seit Menschengedenken nie dagewesenen Anstieg des globalen Meeresspiegels verursachen.
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