Antarktis-Gletscher schmilzt

Thwaites-Eismassen lassen Meeresspiegel steigen

Der riesige Thwaites-Gletscher in der Antarktis stand in den vergangenen Jahren im Rampenlicht, während Wissenschaftler ein mehrteiliges internationales Projekt zu seiner Untersuchung aus allen Blickwinkeln durchführten. Die Dringlichkeit ergibt sich aus Beobachtungen und Analysen, die zeigen, dass sich die Menge des Eises, das aus dem Thwaites-Gletscher fließt – und zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt – innerhalb von drei Jahrzehnten verdoppelt hat – und der Gletscher von der Größe Floridas oder Britanniens damit zu verschwinden droht. Die Wissenschaftler glauben, dass der Gletscher südlich von Argentinien in naher Zukunft noch dramatischere Veränderungen erfahren könnte – so eine Meldung des Earthobservatory der Nasa. weiterlesen…

Das feine Gesicht der Antarktis

Eine neue Karte zeigt die unter dem Eis verborgenen Geländeformen so genau wie nie zuvor. Das erlaubt bessere Prognosen über die Zukunft der Gletscher und den Anstieg des Meeresspiegels

Wenn der Klimawandel die Gletscher der Antarktis immer rascher Richtung Meer fließen lässt, ist das keine gute Nachricht. Denn dadurch verlieren die gefrorenen Giganten immer mehr Eis, das dann in geschmolzener Form den Meeresspiegel ansteigen lässt. Wie schnell und in welchem Umfang dies geschieht, hängt aber nicht nur vom Anstieg der Temperaturen ab. Auch der Untergrund unter dem Eis spielt eine entscheidende Rolle. Denn während manche Geländeformen den Eisschwund bremsen, können ihn andere beschleunigen. Allerdings war über die Topografie der Landschaft unter dem Eis bisher nicht genug bekannt, um diese Risiken richtig einschätzen zu können. Mehr Licht ins Dunkel bringt nun eine neue Karte, an der auch Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) mitgearbeitet haben. weiterlesen…

Die Zukunft der deutschen Polarforschung


Polarforschungsagenda 2030 der DFG fasst heutigen Wissensstand zusammen

Wo steht die deutsche Polarforschung? Was sind die wichtigsten Zukunftsfragen? Welche Infrastruktur wird benötigt? Diese Fragen beantwortet die Polarforschungsagenda 2030, die das Nationalkomitee für Polarforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter dem Vorsitz von Prof. Günther Heinemann (Universität Trier) und der Mitarbeit von 68 Autorinnen und Autoren aus 17 Instituten – darunter viele Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts – zusammengestellt hat. weiterlesen…

Peruanischer Kleinbauer verklagt RWE


Gletscherschmelze infolge Klimawandels bedroht Anwohner

Erstmals in Europa wird ein Verursacher des Klimawandels verklagt: Unterstützt von Germanwatch reichte der Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya aus Peru am 24.11.2015 beim Landgericht Essen Klage gegen RWE ein. Der Grund: Die gewaltigen Emissionsmengen des Energiekonzerns gefährden seine Familie, sein Eigentum sowie einen großen Teil seiner Heimatstadt Huaráz. Ein durch den Klimawandel schnell wachsender Gletschersee wird zum Risiko für die 120.000-Einwohner-Stadt in den Anden. weiterlesen…

„Ewiges Eis ist nicht ewig“


West-Antarktis könnte komplett schmelzen

Der riesige Eispanzer der westlichen Antarktis könnte vollständig verschwinden, wenn dort das vergleichsweise winzige Amundsen-Becken instabil würde – das haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt berechnet. Gelange allein dieses Eis komplett in den Ozean, steige der Meeresspiegel um rund drei Meter. Einige vor wenigen Monaten veröffentlichte Studien deuten darauf hin, dass dieses Gebiet des Eiskontinents seine Stabilität bereits verloren hat – damit wäre das erste Element des Erdsystems tatsächlich gekippt. weiterlesen…

Gletscherschmelze in “Höllentempo”

Die Gletscher verlieren mehr und schneller Eis denn je. Der Welt-Gletscher-Beobachtungsdienst an der Universität Zürich präsentierte dramatische Ergebnisse: Wenn die Temperatur der Erdatmosphäre weiter im gleichen Tempo steige, würden bis 2100 90 Prozent des Gletschereises verschwunden sein. Weltweit schrumpft die Eisdecke demnach jährlich zwischen einem halben und einem Meter – mit fatalen Folgen. Das berichtet Dietrich Karl Mäurer vom ARD-Hörfunkstudio Zürich. weiterlesen…