Antarktis-Gletscher schmilzt

Thwaites-Eismassen lassen Meeresspiegel steigen

Der riesige Thwaites-Gletscher in der Antarktis stand in den vergangenen Jahren im Rampenlicht, während Wissenschaftler ein mehrteiliges internationales Projekt zu seiner Untersuchung aus allen Blickwinkeln durchführten. Die Dringlichkeit ergibt sich aus Beobachtungen und Analysen, die zeigen, dass sich die Menge des Eises, das aus dem Thwaites-Gletscher fließt – und zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt – innerhalb von drei Jahrzehnten verdoppelt hat – und der Gletscher von der Größe Floridas oder Britanniens damit zu verschwinden droht. Die Wissenschaftler glauben, dass der Gletscher südlich von Argentinien in naher Zukunft noch dramatischere Veränderungen erfahren könnte – so eine Meldung des Earthobservatory der Nasa. weiterlesen…

Das feine Gesicht der Antarktis

Eine neue Karte zeigt die unter dem Eis verborgenen Geländeformen so genau wie nie zuvor. Das erlaubt bessere Prognosen über die Zukunft der Gletscher und den Anstieg des Meeresspiegels

Wenn der Klimawandel die Gletscher der Antarktis immer rascher Richtung Meer fließen lässt, ist das keine gute Nachricht. Denn dadurch verlieren die gefrorenen Giganten immer mehr Eis, das dann in geschmolzener Form den Meeresspiegel ansteigen lässt. Wie schnell und in welchem Umfang dies geschieht, hängt aber nicht nur vom Anstieg der Temperaturen ab. Auch der Untergrund unter dem Eis spielt eine entscheidende Rolle. Denn während manche Geländeformen den Eisschwund bremsen, können ihn andere beschleunigen. Allerdings war über die Topografie der Landschaft unter dem Eis bisher nicht genug bekannt, um diese Risiken richtig einschätzen zu können. Mehr Licht ins Dunkel bringt nun eine neue Karte, an der auch Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) mitgearbeitet haben. weiterlesen…

Peruanischer Kleinbauer verklagt RWE

Gletscherschmelze infolge Klimawandels bedroht Anwohner

Erstmals in Europa wird ein Verursacher des Klimawandels verklagt: Unterstützt von Germanwatch reichte der Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya aus Peru am 24.11.2015 beim Landgericht Essen Klage gegen RWE ein. Der Grund: Die gewaltigen Emissionsmengen des Energiekonzerns gefährden seine Familie, sein Eigentum sowie einen großen Teil seiner Heimatstadt Huaráz. Ein durch den Klimawandel schnell wachsender Gletschersee wird zum Risiko für die 120.000-Einwohner-Stadt in den Anden. weiterlesen…