Keine sozial-ökologische Wende in Sicht?

scilog: Paradoxon zwischen Ausnahmezustand, Erkenntnis und Handeln

Schon lange vor der Corona-Krise befand sich die Welt im Ausnahmezustand: Brennende Wälder, schmelzende Gletscher, rasanter Artenschwund und Bürgerkriege mit Hunderttausenden Flüchtlingen stellen die Menschen vor unabsehbare Folgen. Dennoch steigt der globale Verbrauch natürlicher Ressourcen ebenso weiter an wie die CO2-Emissionen, die Biodiversität nimmt ab, die sozialen Ungleichheiten nehmen zu, Kämpfe um verbleibende Ressourcen verschärfen sich. Diesem Paradoxon und Dilemma geht Ingolfur Blühdorn auf sozialwissenschaftlicher Ebene nach – so das Wissenschaftsportal scilog am 20.04.2020. weiterlesen…

Jede zehnte Insekten- und Pflanzenart ausgestorben

Sorgen um seltene Tierarten in Schleswig-Holstein

Der Kiebitz, die Uferschnepfe oder der Austernfischer teilen das gleiche Schicksal: Sie sind in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht. Das geht aus dem “Jahresbericht für biologische Vielfalt – Jagd und Artenschutz” hervor, den Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) am 18.12.2019 vorgestellt hat. So ist insgesamt die Zahl der Insekten, Tier- und Pflanzenarten in den vergangenen 15 Jahren um rund ein Viertel zurückgegangen. Weitere gut 40 Prozent sind bedroht. “Der Kampf gegen den Verlust der Artenvielfalt hat denselben Stellenwert wie der Kampf gegen den Klimawandel”, sagte Albrecht. weiterlesen…

UFZ: Den gordischen Knoten durchschlagen

Um Artenvielfalt zu retten, große globale Probleme jetzt angehen!

Seit den 70er Jahren wächst der Einfluss der Menschheit auf die Natur rasant, berichten Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe von Science, auf die eine Medienmitteilung aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) vom 12.12.2019 hinweist. Da aber eine Reihe von eng miteinander verzahnten Einflüssen vom Klimawandel bis zu Überfischung und Landübernutzung die Umwelt in die Zange nehmen, sollten diese weltweiten Herausforderungen alle gleichzeitig an der Wurzel gepackt werden, um weitere massive globale Schäden noch zu verhindern. Und das müsste sofort geschehen, betonen die Forscher. weiterlesen…

Insektenrückgang weiterreichend als vermutet

Ursachen für Artenschwund auf Landschaftsebene zu finden

Auf vielen Flächen tummeln sich heute etwa ein Drittel weniger Insektenarten als noch vor einem Jahrzehnt. Dies geht aus einer Untersuchung eines von der Technischen Universität München (TUM) geführten internationalen Forschungsteams hervor. Vom Artenschwund betroffen sind vor allem Wiesen, die sich in einer stark landwirtschaftlich genutzten Umgebung befinden – aber auch Wald- und Schutzgebiete. weiterlesen…

“Vorsätzliche Körperverletzung in vielen tausend Fällen”


DUH wirft Regierung Kniefall vor Konzern-Interessen vor – Jahresrückblick: “Lobbyarbeit von Minister Dobrindt”

juergen-resch-und-sascha-mueller-kraenner-duh-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarifyAnhand von drei Beispielen beantwortete die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 13.12.2016 in Berlin die Frage „Wer regiert dieses Land?“ Die immergleiche Antwort: Die Unternehmen. In ihrem Jahresrückblick hielten die Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner und Jürgen Resch der Bundesregierung Totalversagen beim Klimaschutz, Nichtvollzug von Gesetzen, Kumpanei mit der Wirtschaft, Aushöhlung des Verbraucherschutzes und insgesamt zu wenig ökologisches Engagement in allen relevanten umweltpolitischen Bereichen vor. weiterlesen…

Neues von Rotmilan und Mäusebussard


Studie: Bestand des Rotmilan nicht durch Windkraft gefährdet

Rotmilan (Milvus milvus) - Foto © WikipediaDie Studie „Windenergie und Rotmilan – Ein Scheinproblem“ des Schweizer Ingenieurbüros KohleNusbaumer hat unterschiedliche Reaktionen bei NABU und BWE hervorgerufen. Der Präsident der Energy Watch Group und EEG-Mitautor Hans-Josef Fell begrüßt die Studienergebnisse ausdrücklich, während die Naturschützer vom NABU Teilen der Windenergie-Branche unterstellen, “mit unhaltbaren Aussagen den Eindruck erwecken zu wollen, dass ein Konflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln gar nicht existiert”. weiterlesen…

Meeresbewohner in 40 Jahren halbiert


Laut WWF-Living Blue Planet Report nimmt biologische Vielfalt der Weltmeere weiter ab

Die biologische Vielfalt der Meere nimmt ab, warnt der WWF in seinem am 16.09.2015 veröffentlichten „Living Blue Planet Report“. Im Schnitt haben sich Populationszahlen von Meeressäugern, Seevögeln, Reptilien und Fischen innerhalb von 40 Jahren halbiert. Jede vierte Hai- oder Rochenart droht auszusterben. Hauptursache: Die weltweite Überfischung.
Die Eisschmelze im Nordpolarmeer hat in diesem Jahr wieder dramatische Ausmaße angenommen. Der durch den Klimawandel beschleunigte Rückgang des Meereises führ zu schwerwiegenden Veränderungen im arktischen Ozean. Fische wanderna, auch neue Arten stoßen ins zunehmend eisfreie Terrain vor: In der Kanadischen und Norwegischen Arktis werden vermehrt Orcas gesichtet. weiterlesen…