Leibniz-Forschungsverbund Energiewende

22 Leibniz-Institute  begleiten Prozess

Für die Forschung bietet die Energiewende viele Ansatzpunkte – immerhin steht das deutsche Energiesystem vor dem größten Umbau in seiner Geschichte. Daher haben sich 22 Leibniz-Institute zum Forschungsverbund Energiewende zusammengeschlossen. Gemeinsam begleiten sie – zunächst fünf Jahre lang – diesen Prozess. So eine Meldung im Newsletter des WZB (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung). weiterlesen…

Wir brauchen eine europäische Energiewende

Von Matthias Ruchser
(Zuerst erschienen im Diplomatischen Magazin 08.2014)

Nach der völkerrechtswidrigen Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland Mitte März 2014 verhängte der Westen umgehend Sanktionen gegen Russland. Vor Wirtschaftssanktionen, vor allem gegen den russischen Energiesektor, schreckte Europa jedoch zurück. Trotz des Rückzugs der prorussischen Separatisten aus den besetzten ostukrainischen Städten Anfang Juli ist die Ukraine-Russland-Krise nicht vorbei, solange Russland die Separatisten weiter unterstützt und die territoriale Integrität der Ukraine missachtet. Deshalb hält sich Europa die Option einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland weiter offen. weiterlesen…

By design or by disaster

Buchneuerscheinung: „Transformationsdesign. Wege in eine zukunftsfähige Moderne“ von Bernd Sommer und Harald Welzer

Immer wenn es um Zukunftsentwürfe geht, fällt der Name Harald Welzer. Für das Gottlieb Duttweiler Institute gehört er zu den 100 wichtigsten Vordenkern der Welt, seit 2012 leitet er das Norbert Elias Center für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Zusammen mit Bernd Sommer legt er am 29.09.2014 „Transformationsdesign. Wege in eine zukunftsfähige Moderne“ (oekom verlag) vor. Schonungslos kritisieren die Autoren darin die Wachstumsgesellschaft und fordern ein radikales Redesign unserer Zukunftsbilder. „Unsere Welt verändert sich auf jeden Fall“, so lautet ihre Überzeugung, „die Frage ist nur, ob by design or by disaster. Wir plädieren für design: Transformationsdesign.“ weiterlesen…

Energiewende digital:

Energiewende weiterdenken

Mit freundlicher Genehmigung von (Erstveröffentlichung in Green Wiwo)

Eike Wenzel leitet das Institut für Trend- und Zukunftsforschung an der Universität Heidelberg – das deutschlandweit erste Trendforschungsunternehmen, das an einer Hochschule angesiedelt ist und wissenschaftliche Forschung betreibt. Wenzel gilt als einer der renommiertesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher und hat sich als erster deutscher Wissenschaftler mit den LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) beschäftigt. Im Folgenden  schreibt er darüber, warum uns die Anfang August in Kraft getretene EEG-Reform nicht interessieren muss. Denn den tiefgreifenden Wandel der Energieversorgung wird sie kaum beeinflussen.

Schauen wir doch einmal weit nach vorne, über das Jahr 2030 hinaus. Es gibt verlässliche Anzeichen dafür, dass wir in dieser nicht mehr allzu fernen Zukunft über die neueste EEG-Deformation herzlich lachen werden. Es gibt sogar verlässliche Anzeichen dafür, dass wir dann überhaupt keine Energieversorger mehr brauchen. weiterlesen…

„Welt“-Unternehmerforum: Finanzierung der Energiewende ist Illusion

Schlechte Aussichten für die Energiewende: Nicht durchsetzbar, wenn Umsetzung ausschließlich auf höheren Strompreisen beruht

„Der deutsche Sonderweg funktioniert derzeit nicht“, rief Wirtschaftswissenschaftler Andreas Löschel in den Rokoko-Saal des Hoftheaters Schwetzingen. Die zentralen Ziele der Energiewende – vor allem in Bezug auf den Klimaschutz – würden nicht erreicht. Beim Unternehmerforum der Tageszeitung Die Welt füllten rund 200 Unternehmer und Geschäftsführer den Konzertsaal des Schlosses bis in die Logenplätze. weiterlesen…

Kanzlerin zum EEG

Merkel in Bundespressekonferenz über Energiewende

In unregelmäßigen Abständen stellen sich die Bundeskanzler in der Bundespressekonferenz den Fragen der Hauptstadt-Korrespondenten- so auch Angela Merkel am 18.07.2014. Dieses Mal sagte Merkel , die Regierung habe „sehr viel auf den Weg gebracht“. Als Beispiele nannte sie das EEG, die Rentenpolitik, die Einführung von Mindestlöhnen und die Investitionen in der Bildungspolitik. Noch in dieser Wahlperiode müsse das EEG noch einmal reformiert werden; es ehe um den Netzausbau und die weitere Förderung der Energieeffizienz. Solarify dokumentiert die Äußerungen der Kanzlerin in Bezug auf EEG und Energiewende. weiterlesen…

Neuer Internet-Dienst: Clean Energy Wire

Informationen und Kontakte rund um die Energiewende

Seit Anfang Juli 2014 ist ein neuer Mitspieler auf dem Platz der Energiewende-Webseiten-Anbieter: Der Clean Energy Wire – nach eigener Aussage „ein neuer gemeinnütziger und unabhängiger Informations- und Medienservice für Journalisten und die interessierte Öffentlichkeit“. CLEW will mit seiner Arbeit Qualitätsjournalismus im In- und Ausland rund um die deutsche Energiewende machen und unterstützen. Solarify heißt den Clean Energy Wire willkommen auf dem Spielfeld. weiterlesen…

Fraunhofer ISE schaltet umfassende Energiedatenbank online

Energy Charts machen die Energiewende transparent

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE stellt ab sofort die kompletten elektrischen Energiedaten für Deutschland zeitnah und kostenlos zur Verfügung. „Wir wollen damit einen Beitrag zu Transparenz und Versachlichung der Diskussion um die Energiewende leisten“, so Institutsleiter Professor Eicke Weber. Stromerzeugung aus allen konventionellen und erneuerbaren Quellen, Import und Export stehen in individuell gestaltbaren Grafiken unter www.energy-charts.de bereit. weiterlesen…

Neues Kompetenzzentrum: Naturschutz und Energiewende

Regierung: Naturschutz und Energiewende-Kompetenzzentrum kommt

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netze stand in der Vergangenheit oft in Konflikt mit dem Naturschutz. Deshalb hatten die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag vereinbart, ein Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende einzurichten. Das soll helfen, die Energiewende künftig  naturverträglicher zu gestalten. weiterlesen…

Photovoltaik: Vom Hoffnungsträger zum Sündenbock

Gastbeitrag von Tina Ternus

Die Geschichte einer Inszenierung: Jeder, der schon längere Zeit in der PV-Branche ist, erinnert sich. Wurde man Mitte 2000 gefragt, was man beruflich macht, kam als Antwort „Super, das ist die Zukunft“. Die Stimmung war von Begeisterung geprägt und Aufbruch. Photovoltaik verkörperte das Mitmach-Prinzip. Bis Ende 2009 unterstützten 95% der Bevölkerung einen verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien und bis zu 85% die Förderung über das EEG. Die EEG-Umlage, zugleich eine Art Indikator für die Akzeptanz der dezentralen Energiewende, betrug etwas über 1 Ct/kWh, bzw. entsprach einer Maß Bier im Monat. weiterlesen…