Kartellamt: E.on darf Gasnetz verkaufen

Australisches Konsortium übernimmt

Das Bundeskartellamt hat Deutschlands größtem Energieversorger E.on grünes Licht für den Verkauf seines Gastransportnetzes gegeben. Die Wettbewerbsbehörde teilte am 02.07.2012 mit, sie habe keine fusionskontrollrechtlichen Bedenken gegen die 3,2 Milliarden Euro teuere Übernahme.
Die E.on-Gasnetztochter Open Grid Europe (OGE) soll von einem Konsortium um die australische Macquarie Bank übernommen werden. OGE gilt mit seinen insgesamt 12.000 Kilometer langen Pipelines als die wichtigste Drehscheibe für Gas in Europa. Macquarie hatte zuvor bereits das früher zu RWE gehörende Gastransportnetz der Thyssengas erworben. Für das Unternehmen, das das größte Gasleitungsnetz in Deutschland betreibt, wurde laut E.on ein guter Preis erzielt. Der Verkauf soll dem Schuldenabbau dienen und sei für zukünftige Investitionen nötig gewesen. weiterlesen…

SWP zu EU-Russland-Gasbeziehungen

Über die Bewältigung von neuen Unsicherheiten und Ungleichgewichten

Die Gasbeziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und Russland befinden sich in einer kritischen Phase. Ein hohes Maß an Unsicherheit bringt die Balance zwischen Versorgungs- und Nachfragesicherheit ins Wanken. Langfristige Geschäftsbeziehungen stehen im Zuge neuer Marktentwicklungen und wegen des Dritten Binnenmarktpakets Energie unter Druck. weiterlesen…

Brisanter Statusstreit: Wann ist ein Meer ein Meer?

Kaspische Region und Europas Energieversorgung

Ist das Kaspische Meer ein Meer oder ist es ein See? Das ist keine Frage nur für juristische Experten, sondern eine politisch und wirtschaftlich hochbrisante Streitfrage für den Bau einer transkaspischen Pipeline. Das spielt bei Shah Deniz eine Rolle, eine der größten Öl- und Gaserschließungen der Welt. Von der Definition hängt ab, wer welche Bodenschätze fördern darf. Es geht um Erdöl und Erdgas im Wert von mehreren Billionen US-Dollar. Aber diese Frage ist auch für den Bau einer transkaspischen Pipeline relevant. weiterlesen…

SWP: Erdgas-Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit beim Erdgas
Ein Schlaglicht auf vier Herausforderungen für die Politik

von Kirsten Westphal

SWP-Aktuell 2012/A 24, April 2012, 8 Seiten

Anfang Februar 2012 hatten Kürzungen der russischen Erdgaslieferungen Engpässe in der Versorgung Südwestdeutschlands zur Folge. Das alte Thema sichere Versorgung mit Erdgas hat somit aktuelle Brisanz und neue Qualität gewonnen. Das Versorgungssystem zeigte weniger Robustheit (Resilienz) als noch während des russisch-ukrainischen Gasstreits 2009, obwohl damals zeitweise keinerlei Lieferungen über die Ukraine erfolgten. Die mangelnde Resilienz hat auch mit der sensiblen Übergangsphase zu tun, in der sich die Gaswirtschaft befindet. Im Ergebnis wird der Markt kaum allein Versorgungssicherheit gewährleisten. Die Politik ist hier nicht nur im Binnenmarkt, sondern auch bei den Außenbeziehungen gefordert.
weiterlesen…

Gas aus Wind

Ein Einspeisegesetz für Windgas muss her

Seit ein paar Jahren macht der Vorschlag Furore, überschüssigen Ökostrom in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln und so speicherbar zu machen. Technisch ist das kein Problem, doch bisher gibt es nur wenige Anlagen. Ein Gaseinspeisegesetz könnte die Technik voranbringen. weiterlesen…

Welt-Energiereport alarmierend

Internationale Energieagentur warnt vor schneller Erderwärmung

Alarmierende Prognose der OECD: Der weltweite Energiebedarf steigt bis 2035 um ein Drittel. Öl wird dadurch dramatisch teurer, Klimaziele werden unerreichbar. Die Erde wird sich weiter erwärmen. Ohne einen raschen Kurswechsel der Politik wird die weltweite Energieversorgung in den nächsten Jahren immer „unsicherer, ineffizienter und klimaschädlicher“. Davor warnt die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Welt-Energiereport „World Energy Outlook 2011“. weiterlesen…