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Archiv: Stickoxid-Belastung


Betroffene können NO2-Luftverschmutzung melden

Die Deutsche Umwelthilfe teilt mit: “Nach dem großen Erfolg unserer ersten bundesweiten Stickoxid-Messaktion im Februar 2018, starten wir im Juni 2018 nun unsere Sommer-Messaktion“. Unter dem Motto: “Decke auf, wo Atmen krank macht!” bittet die Umweltschutzorganisation um Unterstützung der Bewohner von deutschen Städten und Gemeinden, “bis zum 20.05.2018 mitzuteilen, wo die Luft durch Dieselabgase verpestet ist – damit wir nachmessen können.”


Europäer verloren 800.000 Lebensjahre

Seit längerem ist bekannt, dass hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft der Gesundheit schaden und unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Wie die Friedrich-Schiller-Universität Jena am 15.02.2018 mitteilte, haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena jetzt nachgewiesen, dass sich das kurzfristige Risiko für einen Herzinfarkt auch erhöht, wenn der Stickoxidgehalt in der Umgebungsluft innerhalb von 24 Stunden rasch ansteigt. Dynamische Anstiege der Luftverschmutzung sind durch europäische Grenzwerte bisher nicht erfasst.


POLITICO: “Freie Öffis gegen schlechte Luft”

In fünf deutschen Städten (Bonn, Essen, Herrenberg, Reutlingen und Mannheim) soll der Öffentliche Personennahverkehr bald gratis zur Verfügung stehen, schrieb am 13.02.2018 auf Politico Morgen Europa. Dadurch sollen Maßnahmen für sauberere Luft getestet werden, welche die Bundesregierung der Europäischen Kommission verspricht, bevor die erfolgreichen dann bundesweit eingeführt werden. Das steht in einem gemeinsamen Brief der Minister Barbara Hendricks, Peter Altmaier und Christian Schmidt an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella, über den Politico als erstes berichtete.


Verdienst der DUH: Diskussionen über Schadstoffbelastungen in immer mehr Städten

Dieselfahrer könnten bald bundesweit vor Problemen stehen: Denn nach Hamburg – dort wurden schon zwei große Durchgangsstraßen für Diesel gesperrt – und Stuttgart erwägt nun auch München Fahrverbote, schreibt im Berliner Tagesspiegel und zitiert Nina Bovensiepen aus der Süddeutschen Zeitung: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) denke wegen neuer Abgas-Messwerte über ein Fahrverbot nach.


Bundesregierung verabschiedete ersten Stickstoffbericht

Das Bundeskabinett hat am 31.05.2017 auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Bericht zum Stickstoffeintrag in die Umwelt beschlossen. Damit wird das Thema Stickstoff erstmals umfassend auf die politische Agenda gehoben. Stickstoff stelle eine zunehmende Belastung für Wasser- und Ökosysteme dar – so eine Medienmitteilung aus dem BMUB. Er beeinträchtige das Klima, die Luftqualität und die Artenvielfalt. Die Bundesregierung will jetzt Stickstoff durch einen sektorenübergreifenden Ansatz auf ein umwelt- und gesundheitsverträgliches Maß reduzieren.


Auch Euro-6-Diesel stoßen sechs Mal mehr Stickstoffoxide aus als erlaubt

Umweltbundesamt LogoDiesel-PKW überschreiten die Euro-Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) auf der Straße noch deutlich stärker als bislang angenommen. Ging man für das Jahr 2016 bislang von 575 mg NOx/km aus, liegt nun die Diesel-Pkw-Flotte in Deutschland bei durchschnittlich 767 mg NOx/km. Das ergaben neue Berechnungen für das Umweltbundesamt (UBA), wie der UBA-Pressemitteilung 16/2017 vom 25.04.2017 zu entnehmen ist.