Politiker am Nasenring der Energie-Multis

Gastkommentar von Ernest Lang, Bayerischer Rundfunk

Es hatte sich so gut angehört: Als Ministerpräsident Seehofer nach dem Reaktorunfall von Fukushima im Jahr 2011 im Landtag den Ausstieg aus der Atomenergie verkündete, wollte er Bayern zum Musterland der erneuerbaren Energien machen. Tatsächlich glänzen auf vielen Dächern Photovoltaik-Anlagen in der Sonne, haben Regionale Planungsverbände und Landkreise ihre Hausaufgaben gemacht und Vorrangflächen für die Windkraft ausgewiesen – und dennoch mehren sich in jüngster Zeit die Zweifel, ob der Atomausstieg wie geplant bis zum Jahr 2022 zu schaffen ist. Vor allem verstärkt sich der Eindruck, dass in den Amtsstuben der zuständigen Ministerien der Wille zur Energiewende eher ein bloßes Lippenbekenntnis ist. So kann der ehemalige CSU-Minister Ramsauer jetzt auch ungeniert ein weiteres Festhalten am Atomstrom fordern. Auch Ministerpräsident Seehofer selbst scheint massive Zweifel zu haben, ob seine 2011 euphorisch verkündete Vision vom energiepolitischen Musterland Bayern noch mit der Realität in Einklang zu bringen ist. weiterlesen…

China baut zweitgrößten PV- und größten Windpark der Welt

2019: Mit 1,1 GW das größte der Welt – und 20 GW Wind

China denkt in anderen Größenordnungen: In der Provinz Gansu entsteht das zweitgrößte Sonnenkraftwerk der Welt. Im Endausbau soll die Anlage 2019 sogar die weltgrößte werden: sie kann dann mit 1,1 GW so viel Strom erzeugen wie ein großes Kohle oder Atomkraftwerk. Schon 2009 wurde ein Mega-Windkraftwerk begonnen, das ab 2020 20 GW Strom produzieren wird. weiterlesen…

Wind-Think-Tank warnt vor Ausbremsen der Energiewende

Expertengremium aus Schleswig-Holstein fordert Änderungen an geplanter EEG-Novelle

Bundeswirtschaftsminister Gabriel will  mit der EEG-Reform will den Ausbau der Windenergie begrenzen. „Die Begründung Gabriels ist, dass er die Stromkosten begrenzen will. Dazu möchte er die Windkraft deckeln. Dabei ist die Förderung der Onshore-Windenergie mit einem Anteil von nur 4 Prozent an der EEG-Umlage besonders günstig – Sie zu begrenzen macht für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende keinen Sinn“, sagte Dr. Matthias Hüppauff von windcomm schleswig-holstein, einer vom Land und der EU finanzierten Netzwerkagentur, die den „Think Tank Energiewende Schleswig-Holstein“, ein Expertengremium aus Vertretern der Windbranche und der Fachbehörden des nördlichsten Bundeslandes gegründet hat – so eine Pressemitteilung von windcomm. weiterlesen…

Wohin mit überschüssigem Windstrom?

 Nachhaltige, robuste Flexibilisierungsoptionen

Die zunehmende Einspeisung von Strom aus fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen stellt das Energiesystem vor viele Herausforderungen. Eine davon ist die wachsende Menge an Windstrom, die insbesondere auf Grund von Netzengpässen nicht zu den Verbraucher(inne)n transportiert werden kann, sondern abgeregelt werden muss. Eine neue Studie des Wuppertal Instituts beschäftigt sich mit verschiedenen technischen Flexibilisierungsoptionen, die für einen problemorientierten, flexiblen Umgang mit Windstromüberschüssen in Frage kommen und im Einsatz nachhaltig bzw. robust sein werden. Eine im Auftrag des NRW-Umweltministeriums erstellte Vorstudie des Wuppertal-Instituts. weiterlesen…

IEA-Studie: PV- und Windenergie überall integrierbar

Auf lange Sicht geringe zusätzliche Kosten

„Wind- und Sonnenenergie (PV) sind unabdingbar, um den zukünftigen Energiebedarf zu decken und gleichzeitig den Stromsektor zu dekarboniseren“ – sagt die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Bericht The Power of Transformation. Der Einsatz der beiden Technologien ist in den letzten Jahren rasch ausgeweitet worden – einer der wenigen Lichtblicke in einem ansonsten düsteren Bild der Fortschritte im Bereich sauberer Energien. IEA-Szenarien zeigen, dass sich dieser Trend über Jahrzehnte fortsetzen wird. Jedoch nährt die inhärente Schwankungsbreite von Wind- und Sonnenenergie Bedenken: Können Energie-Systeme bei gleichzeitigem hohen Anteil der volatilen erneuerbaren Energien zuverlässig und kostengünstig bleiben?  Und wenn ja, wie? weiterlesen…

Wind: Anlagen werden immer größer – Strom billiger

Samsung baut 7-MW, Vestas plant 8-MW-Anlage – auch 20 MW sind möglich

Die technische Entwicklung der Windkraft sei keineswegs abgeschlossen, berichtet Telepolis auf heise.de. Wie der amerikanische Windenergieverband AWEA berichtet, sind in den USA aufgrund technischer Fortschritte die Kosten für Windenergie in nur vier Jahren um 43 Prozent gesunken. weiterlesen…

Keine Störung der Flugsicherung durch Windgeneratoren

Gericht lehnt Antrag ab

Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat es mit aktuellem Beschluss vom 05.02.2014 -5 B 6430/13-, den Bau und Betrieb von fünf Windenergieanlagen (WEA) im Windpark Ganderkesee – Lemwerder „Sannauer Helmer“ in einem Verfahren des vorläufigen Rechtschutzes auf Antrag der Deutschen Flugsicherungs-GmbH – DFS – vorläufig zu stoppen. Dies teilte das Verwaltungsgericht Oldenburg mit. weiterlesen…

Wind-Onshore wuchs wie erwartet

Windenergie an Land: Zubau 2013 wie prognostiziert<div>Ungewissheit für 2014 und 2015 bleibt groß

Der deutsche Markt für Onshore-Windenergieanlagen wächst – so wie von Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und VDMA Power Systems prognostiziert. Die von der Deutschen WindGuard im Auftrag von BWE und VDMA Power Systems ermittelten Zahlen der aktuellen Herstellerbefragung zeigen einen stabilen Aufwärtstrend: Von den 2.998 MW neu installierter Leistung an Land wurden knapp 60 Prozent in Mittel- und Süddeutschland errichtet. weiterlesen…

Mobiltelefone mit Wind oder Sonne laden

Science Fiction?

Apple experimentiert einem Berichte der New York Times folgend mit kleinen Solarpanels, um Geräte wieder aufzuladen. Zwei Wissenschaftler der Universität Texas in Arlington haben angeblich Miniaturwindräder entwickelt, die kleine Akkus etwa von Smartphones wieder aufladen könnten – 10 passen auf ein Reiskorn. weiterlesen…