Blindflug durch das Entgeltsystem

Agora Energiewende kritisiert Fehlentwicklungen und empfiehlt grundlegende Neuordnung des Stromnetzentgelt-Systems

Das System der Stromnetzentgelte steuere auf immer gravierendere Fehlentwicklungen zu: Zum einen stiegen die Netzkosten und könnten schon bald der größte Einzelposten auf der Stromrechnung sein. Zum anderen behinderten die aktuellen Regeln für die Netzentgelte den Umbau des Stromsystems im Zuge der Energiewende – sie wirkten ihm zum Teil sogar entgegen. Hierbei könnten Politik und Wissenschaft aber nicht nachzuvollziehen, wofür die Netzentgelte in der Höhe von bundesweit jährlich rund 24 Milliarden Euro genau ausgegeben und wie sie auf die unterschiedlichen Gruppen von Stromverbrauchern umgelegt würden. Die Netzausgaben würden daher de facto im Blindflug gesteuert, kritisiert Agora Energiewende. Damit die Politik die Steuerbarkeit wiedererlangt, empfiehlt der Berliner Thinktank in einem am 15.04.2019 veröffentlichten Impuls-Papier dringend eine umfassende Reform der Netzentgelte. weiterlesen…

Umstellung auf 100 % EE bis 2030 auch in Österreich möglich


Mit der Studie „Stromzukunft 2030“ der TU Wien wurde erstmals ein detailliertes Szenario für den Umbau des österreichischen Stromsystems vorgelegt.

Das Ergebnis: 100% erneuerbarer Strom bis 2030 ist technisch möglich und bringt ökonomische Vorteile. „Der Siegeszug der erneuerbaren Energien ist weltweit nicht mehr aufzuhalten, auch in Österreich nicht“, so Peter Püspök, Präsident des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). „Eine Stromerzeugung, schon in naher Zukunft, aus 100% erneuerbaren Energien bietet ungeahnte Chancen für unsere Wirtschaft.“ weiterlesen…

IEA-Studie: PV- und Windenergie überall integrierbar

Wind- und Sonnenenergie (PV) sind unabdingbar, um den zukünftigen Energiebedarf zu decken und den Stromsektor zu dekarboniseren – sagt die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Bericht The Power of Transformation. Der Einsatz der beiden Technologien ist in den letzten Jahren rasch ausgeweitet worden – einer der wenigen Lichtblicke in einem ansonsten düsteren Bild der Fortschritte im Bereich sauberer Energien. IEA-Szenarien zeigen, dass sich dieser Trend über Jahrzehnte fortsetzen wird. Jedoch nährt die inhärente Schwankungsbreite von Wind- und Sonnenenergie Bedenken: Können Energie-Systeme bei gleichzeitigem hohen Anteil der volatilen erneuerbaren Energien zuverlässig und kostengünstig bleiben? Und wenn ja, wie? weiterlesen…

EWI: Optimierungsmodell für Stromerzeugungssystem

Mit dem Modell MORE (Market Optimization for Electricity with Redispatch in Europe) hat das Energiewirtschaftliche Institut der Uni Köln (EWI) ein Instrument entwickelt, das für die Berechnung vieler Szenarien im Kraftwerkseinsatz ausgelegt ist. Einzelne Kraftwerksblöcke werden mit ihren technischen Eigenschaften detailliert abgebildet. Das Modell umfasst alle elektrisch verbundenen Marktgebiete in Europa und Nordafrika und zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus – sowohl hinsichtlich der Gebotszonen als auch der Zeiträume, die betrachtet werden sollen – so eine Pressemitteilung des EWI. weiterlesen…

EWI: Zukunftsfähiges Strommarktdesign

Kölner energiewirtschaftliches Institut stellt Gutachten zu einem zukunftsfähigen Strommarktdesign vor:
Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ein Gutachten zum Thema ,Zukunftsfähiges Strommarktdesign’ vorgelegt. “Das Gutachten unterstreicht einmal mehr, dass die Entwicklung eines umfassenden ordnungspolitischen Gesamtkonzepts die vordringliche Aufgabe beim geplanten Umbau des Stromsystems darstellt. weiterlesen…