Kritische NGO-Stimmen zur EEG-Reform

BUND: Steinzeit-Energiepolitik à la Merkel und Gabriel: EEG-Novelle bremst Ausbau der erneuerbaren Energien

Die Naturschutz-Organisationen und Erneuerbaren-Energienverbände übten scharfe Kritik an der verabschiedeten EEG-Novelle. So protestierten direkt vor der Entscheidung Bürger dagegen, dass die Große Koalition „beim Ausbau der erneuerbaren Energien massiv auf die Bremse trete“. Die Energiepolitik der Regierungskoalition stehe für ein „Zurück in die Kohlezeit“. Eine Merkel- und eine Gabriel-Puppe im Steinzeit-Look befeuerten vor dem Berliner Reichstag keuleschwingend einen großen Kraftwerksschlot. Die Aktion wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact und den NaturFreunden Deutschland organisiert. weiterlesen…

Kempmann neuer BDEW-Präsident

„BDEW hat Schlüsselrolle im Dialog mit Politik“

Johannes Kempmann, Technischer Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg, wurde am 26.06.2014 einstimmig zum neuen Präsidenten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gewählt. Der bisherige Verbandspräsident Ewald Woste, Vorstandsvorsitzender der Thüga AG, München, hatte nach zwei Amtszeiten von jeweils zwei Jahren nicht wieder kandidiert. weiterlesen…

Deutscher Beitrag zur Energieeffizienz

Nationaler Energieeffizienz-Aktionsplan 2014 vorgelegt

Der Gesamt-Endenergieverbrauch in Deutschland ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Wurden 2011 8881,4 Petajoule verbraucht, so waren es ein Jahr später 8918,3 Petajoule. Während der Verbrauch in den Bereichen Industrie und Verkehr sank, war im Bereich Haushalte ein Anstieg zu verzeichnen. Dies liege allein an witterungsbedingten Einflüssen, heißt es in dem von der Bundesregierung als Unterrichtung (18/1860) vorgelegten Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan 2014 der Bundesrepublik Deutschland. weiterlesen…

Negative Strompreise sind Preisschild für Inflexibilität des Stromsystems

Sechs-Stunden-Regelung erschwert Direktvermarktung

Minus 41 EUR/MWh betrug der durchschnittliche Strompreis während insgesamt 97 Stunden mit negativen Strompreisen zwischen Dezember 2012 und Dezember 2013 – mit der Folge, dass die Stromverbraucher rund 90 Millionen Euro mehr für die Förderung der Erneuerbaren Energien zahlen mussten. Die Bundesregierung hat deshalb in den EEG-Entwurf eine Bestimmung aufgenommen, wonach neue Erneuerbare-Energien-Anlagen dann keine Vergütung mehr erhalten, wenn der Strompreis sechs Stunden lang im Minus ist. weiterlesen…

„Unterwegs in Sachen Nachhaltigkeit“

Symposion in der Humboldt-Universität und Festakt im Roten Rathaus Berlin

„Unterwegs in Sachen Nachhaltigkeit“ lautete gewissermaßen die Überschrift über dem 75. Geburtstag des Physikers und Chemikers, Biologen und Umweltwissenschaftlers Ernst Ulrich von Weizsäcker am 25.06.2014. Eine illustre Rednerliste war zusammen gekommen: Hartmut Graßl, Klaus Töpfer, Gesine Schwan und Sigmar Gabriel, Hans-Joachim Schellnhuber und Reinhard Loske. Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), deren Vorsitzender Weizsäcker von 1988 bis 1991 war, und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, dessen Gründungspräsident er war, nahmen diesen Tag zum Anlass, gemeinsam mit weiteren Unterstützern Ernst Ulrich von Weizsäcker mit einem Symposium und einem Festempfang zu ehren. weiterlesen…

PIK pro CO2-Abscheidung

CO2-Abscheidung nötig, um Klimaziele zu erreichen

PIK-Potsdam: Um künftige Risiken und Kosten des Klimawandels zu mindern und Klimaziele zu erreichen, könnten Technologien nötig sein, die heute noch umstritten sind. Die Kombination von Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen und Biomasse mit der Abtrennung und Speicherung des emittierten Kohlendioxids (CCS) könnte eine Schlüsseltechnologie sein, etwa für die Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze. Das zeigt die bislang umfassendste Studie zu möglichen Technologiestrategien zur Bekämpfung des Klimawandels, die in einer Sonderausgabe des Fachjournals Climatic Change veröffentlicht wurde. Dazu wurden Simulationen aus 18 Computermodellen von einem internationalen Forscherteam unter dem Dach des Stanford Energy Modeling Forum untersucht (Projekt EMF 27). weiterlesen…

Gabriels Energie-Agenda

„Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes machen wir die Förderung erneuerbarer Energien zukunftsfähig“, heißt es in einer Mitteilung des BMWi vom 26. 06. 2014. Die Novelle sei der „erste Schritt, die Energiewende in Deutschland zu einer ökologischen und ökonomischen Erfolgsgeschichte zu machen“. Die „10-Punkte-Energie-Agenda“ des BMWi zeige nun die weiteren, zentralen Vorhaben der Bundesregierung zur Energiewende in dieser Legislaturperiode auf. Die Agenda verzahne „die verschiedenen, offenen Baustellen der Energiewende zeitlich und inhaltlich“. weiterlesen…

Wie weiter mit der EEG-Umlage?

BMWi mit dei Szenarien

 Das BMWi belegt in einer am 26. 06. 2014 auf seiner Internetseite veröffentlichten Zusammenstellung von Szenarien für die zukünftige Entwicklung der EEG-Umlage den Zusammenhang zwischen EEG-Umlage und Börsenstrompreisen und zeigt drei Szenarien: niedrige, mittlere und hohe Strompreise. Die Summe aus Umlage unbd Preis unterscheidet sich dabei kaum: Denn die EEG-Umlage steigt bei niedrigen und sinkt bei hohen Börsenstrompreisen. weiterlesen…

Erstes Serien-KFZ mit H2-Antrieb

Weltweit erstes Brennstoffzellen-Auto

„Toyota präsentiert das weltweit erste Serienauto mit Brennstoffzellenantrieb – und die Konkurrenz aus Deutschland kann nur zuschauen. Dem japanischen Hersteller könnte mit dem Modell FCV ein Coup wie einst mit dem Hybridwagen Prius gelingen,“ schlagzeilt sensationsträchtig der Spiegel. Auto Motor und Sport sieht es gelassener: „Die Serienversion des Toyota FCV zeigt sich gegenüber der Studie der Tokio Motor Show 2013 kaum verändert. Die Brennstoffzellen-Limousine soll ab April 2015 zunächst in Japan angeboten werden. Im Sommer 2015 folgt die Markteinführung in Europa und den USA.“ Solarify berichtete bereits im Januar. weiterlesen…

Kemfert und Töpfer: Grenzwerte für CO2

Kohleverstromung gefährdet Klimaschutzziele und Energiewende: DIW Berlin und IASS sehen dringenden Handlungsbedarf

  • CO2-Zertifikatehandel setzt keine ausreichenden Anreize für Wechsel zu emissionsarmen Technologien
  • Europäischer Emissionshandel derzeit nicht vollständig funktionsfähig
  • DIW Berlin und IASS diskutieren flankierende Maßnahmen

Angesichts der anhaltend hohen Kohleverstromung in Deutschland sehen das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS-Potsdam) die kurzfristigen Klimaschutzziele der Bundesregierung und die deutsche Energiewende in Gefahr. „Der Handlungsbedarf ist sehr groß, denn derzeit gibt es keine Marktsignale, die die Kohleverstromung reduzieren würden“, sagen Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin, und Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des IASS. weiterlesen…