Atomkraft ohne Zukunft

DIW: „Technisch und ökonomisch“

Der Atomausstieg ist nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sowohl aus technischen als auch aus ökonomischen Gründen sinnvoll und sollte wie geplant bis Ende 2022 vollzogen werden. Das geht aus einer aktuellen Analyse im Wochenbericht des DIW Berlin hervor. „Die Atomkraft entzieht sich jeglicher ökonomischen Rationalität“, sagte Forschungsdirektor Christian von Hirschhausen. „Noch nie konnte auf der Welt ein Atomkraftwerk wirtschaftlich betrieben werden, wenn man die Risiken für Mensch und Umwelt, Kosten für einen späteren Rückbau und die Endlagerung sowie die notwendigen Ausgaben für Infrastruktur, Forschung und Entwicklung miteinbezieht.“ Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin, hält der EU-Kommission zugleich eine massive Unterschätzung der Kosten der Atomkraft in ihren Szenario-Analysen vor. weiterlesen…

Chinas große Biomasse-Pläne

Bisher nur 5 % Anteil

China, weltweit größter Umweltverschmutzer, nutzt nur etwa fünf Prozent seines gesamten Biomasse-Potenzials. Jetzt soll dieser Bereich größere Anteile am  jährlichen Energieverbrauch der gesamten Nation liefern und ihre Verschmutzungssorgen lösen helfen. Ein Beitrag von Gosia Klimowicz in „Eco-Business – Asia Pacific’s sustainable business community“. weiterlesen…

Siemens investiert 370 Mio. im britischen Hull

WAB: EEG-Entwurf verantwortlich

Das Wind-Branchennetzwerk WAB erneuerte die Kritik an dem von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgelegten Entwurf zur Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Anlass war die Ankündigung von Siemens in Hull, Großbritannien, ein Rotorblattwerk und Offshore-Service-Standort mit rund 1.000 Arbeitsplätzen und einem Investitionsvolumen von ca. 370 Millionen Euro zu errichten. weiterlesen…

„Kein Allheilmittel für den Klimaschutz“

Öko-Institut zweifelt an Power-to-Gas

Die vieldiskutierte Power-to-Gas-Technologie ist aus Sicht des Öko-Instituts nicht dazu geeignet, größere Mengen CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre zu entziehen. Zudem ist die Technik mit großen energetischen Umwandlungsverlusten verbunden, die eine großangelegte Nutzung ineffizient und teuer machen. Ergebnisse einer aktuellen Studie des Öko-Instituts. weiterlesen…

Gabriel hört auf SPD- und Grüne-Länder

Eigenstrom aus Altanlagen sollen von der EEG-Umlage befreit bleiben

Energieminister Gabriel hat ein Einsehen: Er will einen Vorschlag der Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg „in die Beratungen einbringen“, dass der von der Industrie für den eigenen Verbrauch in bestehenden Kraftwerken selbst produzierte Strom komplett von der Ökostrom-Umlage befreit bleibt. Dies soll auch bei Modernisierungen und Nachrüstungen der Anlagen gelten. Strom aus neu errichteten Kraftwerken soll dagegen in die „Besondere Ausgleichsregelung“ einbezogen und dafür folglich nur eine stark reduzierte Umlage fällig werden. weiterlesen…

Politiker am Nasenring der Energie-Multis

Gastkommentar von Ernest Lang, Bayerischer Rundfunk

Es hatte sich so gut angehört: Als Ministerpräsident Seehofer nach dem Reaktorunfall von Fukushima im Jahr 2011 im Landtag den Ausstieg aus der Atomenergie verkündete, wollte er Bayern zum Musterland der erneuerbaren Energien machen. Tatsächlich glänzen auf vielen Dächern Photovoltaik-Anlagen in der Sonne, haben Regionale Planungsverbände und Landkreise ihre Hausaufgaben gemacht und Vorrangflächen für die Windkraft ausgewiesen – und dennoch mehren sich in jüngster Zeit die Zweifel, ob der Atomausstieg wie geplant bis zum Jahr 2022 zu schaffen ist. Vor allem verstärkt sich der Eindruck, dass in den Amtsstuben der zuständigen Ministerien der Wille zur Energiewende eher ein bloßes Lippenbekenntnis ist. So kann der ehemalige CSU-Minister Ramsauer jetzt auch ungeniert ein weiteres Festhalten am Atomstrom fordern. Auch Ministerpräsident Seehofer selbst scheint massive Zweifel zu haben, ob seine 2011 euphorisch verkündete Vision vom energiepolitischen Musterland Bayern noch mit der Realität in Einklang zu bringen ist. weiterlesen…

Erdgasfahrzeuge befördern Klimawandel

Studie: Pipeline-Lecks verschlechtern Klima-Bilanz

Erdgasfahrzeuge gelten – eigentlich –  als klimaschonend. Doch sind sie es dann nicht, wenn man sich ihren gesamten Lebenszyklus anschaut, sagt eine neue Studie aus Science. Pipeline-Lecks aus denen Methan austritt, verschlechtern ihre Klimabilanz so dramatisch, dass es sogar besser wäre, Kohle zu verbrennen. Ein Artikel in Technology Review. weiterlesen…

Mephisto Putin

„Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“, lässt Goethe Mephistopheles auf Fausts Frage „wer bist du denn?“ antworten. Man könnte diesen Zitat-Gassenhauer auf Putin anwenden. Dessen imperialistische Annexions-Politik mit dem Ziel einer Wiederherstellung des Stalin-Reiches (für die man nach Betrachtung der jüngsten Geschichte nach dem Mauerfall sogar ein gewisses Verständnis aufbringen kann – seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich kaum jemand im Westen gefragt, ob der Osten sich vielleicht auch durch den Westen bedroht fühlt und nicht nur umgekehrt) könnte nämlich im Westen Europas (anstelle eher fragwürdiger Sanktionen, die immer beide Seiten treffen) den Effekt zeitigen, dass die erneuerbaren Energien zum Durchbruch gelangen. Denn Europa, mehr noch Deutschland muss darüber nachdenken, wie (und wann) Putins riesige Öl- (laut Bafa 35,5 % der deutschen Ölimporte)  und Gasvorkommen (42,4 % unserer Gasimporte) – aber auch die davon direkt oder indirekt abhängigen Arbeitsplätze – nicht mehr entscheidend das außen- und energiepolitische Handeln bestimmen. weiterlesen…

Speichergas im EEG-Entwurf zu wenig beachtet

Stellungnahme von performing energy zum EEG-Entwurf des BMWi

Das BMWi hat am 04.03.2014 den Referentenentwurf zur EEG-Reform veröffentlicht und die Betroffenen zur Konsultation eingeladen. performing energy – Bündnis für Windwasserstoff (PE) beteiligte sich an dem Prozess und merkt an, das Thema „Speichergas“ finde in dem Entwurf zu wenig Beachtung. Es sei  bedauerlich, dass Speichergas ausschließlich als Stromspeicher angesehen werde. Die Nutzung von Wasserstoff biete deutliche Klimaschutzvorteile gegenüber konventionellen Technologien. Solarify dokumentiert die Stellungnahme. weiterlesen…