Bayern vor EE-Revolution?

Grüne wollen weißblaue Energiewende vorantreiben

Die bayerischen Grünen wollen die Energiewende vor allem auf dem Land vorantreiben, indem sie Photovoltaik und Windenergie im Freistaat vervierfachen – so zahlreiche Medien über einen Leitantrag, der im Rahmen der Landesdelegiertenversammlung am 06.11.2021 in Augsburg besprochen wurde. Damit sollen auf dem Land Überschüsse in der Stromproduktion zur Versorgung der Städte erzeugt werden. Dazu fordern die weißblauen Grünen, die umstrittene 10H-Regel (10facher Abstand der Höhe von Windgeneratoren von Wohnhäusern) abzuschaffen. weiterlesen…

Roboter recycelt Batterien

Industrielle Demontage von Batteriemodulen und E-Motoren DeMoBat

Ausgediente Batterien (u.a. von Elektroautos) enthalten wertvolle Rohstoffe, die weiterhin nutzbar sind. Um sie recyceln zu können, entwickelt ein Forschungsteam vom Zentrum für Digitalisierte Batteriezellenproduktion (ZDB) im Projekt DeMoBat am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA eine Roboterzelle mit ganz verschiedenen Werkzeugen. Sie soll – so eine Medienmitteilung vom 03.11.2021 – alle nötigen Arbeitsschritte der Demontage ausführen können und sich für sämtliche Batterietypen eignen. weiterlesen…

Direkt recycelbare Lithium-Ionen Batterie

Innovationsplattform des Fraunhofer ISC für grüne Stromspeicherung

Technologische Souveränität und Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland, das nachhaltige Umdenken und Umsteuern bei der Nutzung von Rohstoffen und effizienter Einsatz sowie ressourcenschonende Nutzungskonzepte – die Industrie steht vor großen Herausforderungen. Vor allem der Wandel weg von fossil angetriebener hin zu einer zukunftsfähigen, auf regenerativen Energieträgern aufbauenden Mobilität hat die Diskussion um den Ressourcenbedarf für die notwendigen Batterien verstärkt. Das Verbundprojekt IDcycLIB des Würzburger Fraunhofer ISC und der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen setzt hier mit zukunftsweisenden Konzepten an. weiterlesen…

Welche Maßnahmen am stärksten Energieeinsparungen privater Haushalte fördern

Französische Anreizprogramme schneiden unterschiedlich ab

Förderprogramme in Frankreich, die private Haushalte bei der energieeffizienten Sanierung ihrer Wohnung unterstützen sollen, schneiden hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz unterschiedlich ab. Dies zeigt eine aktuelle Analyse des ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) Mannheim. „Im Ergebnis ist eine Reduktion des Energieverbrauches in den Haushalten am kosteneffizientesten mit den Energieeffizienz-Zertifikaten der Energieversorger zu erzielen“, erläutert ZEW-Wissenschaftlerin Claire Gavard, eine der Autorinnen der Analyse. Für Deutschland werden ähnliche Ergebnisse erwartet. weiterlesen…

Wissenschaftler empfehlen Förderstopp für ineffiziente kleine Wasserkraftanlagen

Wissenschaftliches Memorandum „Energiewende nicht auf Kosten der aquatischen Biodiversität“ – Betreiber widersprechen

65 Fachwissenschaftler aus 30 wissenschaftlichen Institutionen empfehlen der Bundespolitik in einer vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme dringend, die Förderung von ineffizienten Kleinwasserkraftwerken aus EEG- oder Steuermitteln zu beenden. Sollte die Politik darüber hinaus größere Wasserkraftwerke weiterhin fördern wollen, raten die Experten dazu, dies von der ökologischen Durchgängigkeit der Anlagen und der konsequenten Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben wie z.B. dem Wasserhaushaltsgesetz abhängig zu machen. In dem wissenschaftlichen Memorandum „Energiewende nicht auf Kosten der aquatischen Biodiversität“ betonen die Fachwissenschaftler, dass die Wasserkraftnutzung unstrittig einen wesentlichen Grund dafür darstelle, weshalb Deutschland verbindliche Umweltziele im europäischen Biodiversitäts- und Gewässerschutz verfehle. Branchenverbände widersprechen. ( Foto: Kleinwasserkraftwerk Buchholz, Schweiz – © Quadra7677, eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Abgasskandal reloaded?

DUH präsentiert Expertengutachten mit acht bisher unbekannten illegalen Abschalteinrichtungen in Euro 6 Mercedes-E-Klasse

Der Stuttgarter Daimler-Konzern ist tiefer in den Diesel-Abgasskandal verstrickt als bislang bekannt. Das enthüllt ein brisantes Kfz-Software-Gutachten von Kfz-Software-Experte Felix Domke, das die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 05.11.2021 ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Darin dokumentiert Domke im Auftrag der US-amerikanischen Kanzlei Milberg insgesamt acht bisher unbekannte Abschalteinrichtungen in einer Mercedes-Benz E-Klasse mit Euro 6 Diesel. Mit diesen nach Auffassung der DUH eindeutig illegalen sogenannten „defeat devices“ wird die wirksame Abgasreinigung durch den verbauten SCR-Katalysator reduziert. Das Ergebnis: Die realen Stickoxid-Emissionen auf der Straße liegen bis 500 Prozent über dem gesetzlich festgeschriebenen Grenzwert. Bislang hatte die Daimler AG stets abgestritten, illegale Abschalteinrichtungen bei in Deutschland und Europa verkauften Diesel-Pkw zu verwenden. weiterlesen…

Whistleblower: Energiecharta-Vertrag gefährdet Pariser Klimavertrag

ECT ermöglicht es Energiekonzernen, Regierungen auf Erstattung von entgangenen Profiten zu verklagen

Ein geheimes Investorengerichtssystem stellt laut Aktivisten eine echte Bedrohung für das Pariser Klimaabkommen dar, da Regierungen, die Maßnahmen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ergreifen, mit einer Flut milliardenschwerer Klagen wegen angeblich entgangener Gewinne rechnen müssen. Neue, dem Londoner Guardian vorliegende Geheimdokumente zeigen einen Anstieg der Klagen nach dem Energiecharta-Vertrag (ECT) um 269 %. Der ECT gestattet es Energiekonzernen, die ihre Gewinne beeinträchtigt sehen, Regierungen zu verklagen. weiterlesen…

ESYS weiß, wie PV und Wind schneller ausgebaut werden könnten

Impuls für klimagerechten Ausbau von Photovoltaik und Windenergie

Zu wenige ausgewiesene Flächen, langsame, komplexe Genehmigungsverfahren und Akzeptanzprobleme: Der Ausbau von Windenergie und Photovoltaik stockt. Dabei muss in etwas mehr als zwei Jahrzehnten Strom aus Erneuerbaren den gesamten Energiebedarf decken – auch in den Sektoren Wärme und Verkehr. Energie aus Wind und Sonne kommt in diesem Prozess eine besondere Rolle zu, denn sie wird in Zukunft einen Großteil der Stromerzeugung leisten. Das Akademienprojekt ESYS macht in einem Impulspapier Vorschläge wie Hemmnisse abgebaut und der Ausbau beschleunigt werden können. Dazu veröffentlichten acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaft am 05.11.2021 eine gemeinsame Medienmitteilung. weiterlesen…

„Planung der Gasinfrastruktur ist falsch“

Worüber keiner reden will: Der bevorstehende Abschied vom Gasnetz

„Zur Klimaneutralität gehört auch der Abschied von Erdgas. Die aktuelle Planung der Gasfern- und -verteilnetze setzt jedoch auf den unveränderten Fortbestand der Gasinfrastruktur – und riskiert damit Investitionsruinen für Staat und Haushalte“, schreibt Barbara Saerbeck, Projektleiterin Grundsatzfragen bei Agora-Energiewende, am 04.11.2021 auf der Webseite des Think Tanks. Die Gasindustrie investiere aktuell, „was das Zeug hält“. 2019 seien rund 2,5 Milliarden Euro in den Aus- und Neubau der deutschen Gasnetze (BNetzA Monitoring-Bericht) geflossen. weiterlesen…

Seegras als natürlicher CO2-Speicher

Dank Symbiose mit symbiotischen Bakterien

Seegraswiesen bieten einen vielseitigen Lebensraum an vielen Küsten. Zudem speichern sie große Mengen CO2 aus der Atmosphäre und speichern ihn im Ökosystem. Um gut zu gedeihen, brauchen die Seegräser Nährstoffe, hauptsächlich Stickstoff. Bisher glaubte man, dass die Pflanzen den Stickstoff vorwiegend aus dem umgebenden Wasser und Sediment aufnehmen. Diese sind allerdings extrem nährstoffarm. Nun zeigt eine Studie von Forschenden des Bremer Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie, dass Seegras im Mittelmeer in seinen Wurzeln eine Symbiose mit einem Bakterium unterhält, das den für das Wachstum notwendigen Stickstoff liefert. Solche Symbiosen waren bisher nur von Landpflanzen bekannt. (Foto: Forscher bei Probennahme in Mittelmeer-Seegraswiesen, ein Messgerät bestimmt Sauerstoffgehalt im Meeresboden – (mit frdl. Genehmigung MPI-Bremen) © Hydra Marine Sciences) weiterlesen…