Neue Blockchain-Methoden umweltfreundlicher als ihr Ruf

Untersuchung des Wuppertal Instituts

Neue Blockchain-Methoden verbrauchen deutlich weniger Ressourcen und Energie als die Methoden der ersten Generation, wie sie etwa bei der Kryptowährung Bitcoin zum Einsatz kommen. Zu diesem Ergebnis kommt die am 15.09.2021 veröffentlichte Studie „Nachhaltigkeitskriterien Blockchain“ des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, die das BMU in Auftrag gegeben hatte. (Bild: Bitcoin-Logo © Coinmarket.to – CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

In neuartigem Metall fließen Elektronen mit flüssigkeitsähnlicher Dynamik

Forschungs-Ergebnisse bestätigen theoretische Vorhersagen, dass bestimmte metallische Proben eine flüssige Elektronen-Phononen-Phase aufweisen könnten

Ein Forscherteam des Boston College hat eine neue metallische Substanz entwickelt, in der die Bewegung der Elektronen wie Wasser in einem Rohr fließt – ein grundlegender Wechsel von teilchen- zu flüssigkeitsähnlicher Dynamik, berichtet das Team open access in Nature Communications. Fazel Tafti, Assistenzprofessor für Physik am Boston College, fand in Zusammenarbeit mit Kollegen von der University of Texas in Dallas und der Florida State University in dem Metallsupraleiter, einer Legierung aus Niob und Germanium (NbGe2), heraus, dass eine starke Wechselwirkung zwischen Elektronen und Phononen den Transport von Elektronen von einem diffusiven oder teilchenartigen zu einem hydrodynamischen oder flüssigkeitsartigen Zustand verändert. (Bild: Kleiner Kristall des neuen Metalls – Einblendung zeigt atomare Anordnung im Material – © Fazel Tafti, Boston College, open access: CC BY-ND) weiterlesen…

Umweltfreundliches Verfahren zur Synthese organischer Stoffe für Hochleistungsindustrie entwickelt

Nachhaltig und ein Viertel billiger

Die Herstellung von Materialien aus organischen Stoffen war bis dato nur mithilfe stark toxischer Lösemittel möglich. Ein Team um die Chemikerin Miriam Unterlass, Professorin der Universität Konstanz und Adjunct Principal Investigator am CeMM, entwickelte nun ein Verfahren, mit dem organische Stoffe nur durch das Erhitzen in Wasser völlig schadstofffrei für die Verwendung als Hochleistungsmaterialien nutzbar gemacht werden. Die im Journal of Materials Chemistry A veröffentlichte Untersuchung stellt einen wichtigen Meilenstein in der umweltfreundlichen Herstellung organischer Stoffe dar. (Bild: Koloriertes Mikroskopiebild eines Monolithen – © Lahnsteiner M, Unterlass M, veröffentlicht in Journal of Materials Chemistry A, CC-BY 3.0, 2021, cemm.at weiterlesen…

100 % erneuerbarer Kraftstoff in Le Mans

TotalEnergies mit Biosprit bei den 24 Stunden und in FIA-Langstrecken-WM

TotalEnergies entwickelt einer Medienmitteilung vom 20.08.2021 zufolge einen zu 100 % erneuerbaren Kraftstoff für Motorsportwettbewerbe, der ab der nächsten Saison in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), einschließlich der 24 Stunden von Le Mans 2022, und in der European Le Mans Series (ELMS) eingeführt werden soll. (Foto: Bio-Methan-LMP2 von Welter Racing für 24 Std.v.Le Mans 2016 (nicht gestartet) – Foto © Cnaulin – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Fracking gefährdet Oberflächengewässer

IESE-Forschung in der Wissenschaft

Am 20.08.2021 in Science publizierte Forschungsergebnisse belegen, dass Fracking zu erhöhten Salzkonzentrationen in Oberflächengewässern führt. In dem Artikel kommen Professoren der IESE Business School, der Chicago Booth und der University of Bristol zu dem Schluss, dass bessere und häufigere Wassermessungen erforderlich sind, um die Umweltauswirkungen der sogenannten unkonventionellen Öl- und Gasförderung auf Oberflächengewässer vollständig zu verstehen. (Foto: In Deutschland nicht erlaubt: Provisorisches Fracking-Schlamm-Depot, Bakken-Formation, North Dakota – © Joshua Doubek – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Kohle wichtigster Energieträger

Statistisches Bundesamt zur Stromerzeugung im 1. Halbjahr 2021: Windarmes Frühjahr führt zu 21 % weniger Strom aus Windkraft

Der in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte im 1. Halbjahr 2021 mehrheitlich aus konventionellen Energieträgern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 13.09.2021 mitteilte, stieg die Stromerzeugung aus konventioneller Energie gegenüber dem 1. Halbjahr 2020 um 20,9 % und machte einen Anteil von 56,0 % an der gesamten Stromerzeugung aus. Wichtigster Energieträger war aufgrund des windarmen Frühjahrs die Kohle. weiterlesen…

Neues über zweidimensionale Funktionsmaterialien

Nasschemische Synthese von zweidimensionalen Metallnanomaterialien für die Elektrokatalyse

Zweidimensionale (2D) Metallnanomaterialien genießen aufgrund ihrer faszinierenden physikalisch-chemischen Eigenschaften und vielversprechenden Anwendungen, insbesondere im Bereich der Elektrokatalyse, ein stetig wachsendes Forschungsinteresse. Weil sie aber eine recht große Oberflächenenergie einer bestimmten, thermodynamisch ungünstigen Facette besitzen, ist ihre Synthese schwierig. In einem in der Pekinger National Science Review veröffentlichten Übersichtsartikel geben Wissenschaftler der Shenzhen Institutes der City University of Hong Kong und der Nanyang Technological University einen Überblick über Fortschritte bei der nasschemischen Synthese von 2D-Metallnanomaterialien für elektrokatalytische Reaktionen und erläutern ihre Sichtweise. weiterlesen…

2030-Ziele erfordern Verdreifachung der Klimaschutzinvestitionen

30 Milliarden Euro Bundesmittel für CO2-Verringerung nötig

Um eine Minderung der Treibhausgasemissionen von 65 Prozent gegenüber 1990 im Jahr 2030 zu erreichen, müssen jährlich knapp 30 Milliarden Euro Bundesmittel in den Klimaschutz fließen – fast doppelt so viel wie bisher veranschlagt. Zusammen mit weiteren Finanzbedarfen auf kommunaler Ebene braucht es damit insgesamt bis zu drei Mal so hohe Klimaschutzinvestitionen, wie eine Studie im Auftrag von Agora Energiewende und dem Forum New Economy zeigt. weiterlesen…

GFS-Atomkraft-Analyse: „Nachhaltigkeit in Gefahr“

Technische Bewertung der Kernenergie durch EU-Forschungsstelle im Hinblick auf Kriterium „keine signifikante Schädigung“ kritisch analysiert

Die Ergebnisse eines gemeinsamen Policy Briefs von Christoph Pistner, Matthias Englert (Öko-Institut) und Ben Wealer (TU Berlin) stellen die fehlerhaften Grundannahmen der ursprünglichen Bewertung der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU (GFS, siehe: solarify.eu/eu-kernkraft-als-gruene-investition) in Frage, die zu dem Schluss kam, dass Kernenergie weder für Menschen noch für die Umwelt schädlich ist („do no significant harm“). Diese betreffen vor allem vier Aspekte: die Rolle der Kernenergie für die Stromerzeugung in der EU27, die Entsorgung nuklearer Abfälle, die Risikobewertung nuklearer Technologien und die Verbreitung von Kernwaffen. weiterlesen…

Weltgrößte DAC-Anlage geht in Island in Betrieb

Orca saugt 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr ab

Die weltweit größte Anlage, die Kohlendioxid direkt aus der Luft absaugt und unterirdisch deponiert, ist am 08.09.2021 am Hellisheiði-Kraftwerk auf Island in Betrieb gegangen, so das auf direkte Abscheidung von Kohlendioxid aus der Luft (DAC – siehe: solarify.eu/schweizer-unternehmen-will-jaehrlich-4-000-tonnen-co2-versteinern) spezialisierte Schweizer Start-up-Unternehmen Climeworks AG, das hinter der neu entstehenden grünen Technologie steht. Climeworks hat sich mit dem isländischen Kohlenstoffspeicherunternehmen Carbfix zusammengetan, um mit „Orca“ eine Anlage zu entwickeln, die bis zu 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr absaugt. (Foto: Direct Air Capture (DAC)-Vorrichtung – Foto m. frdl. Genehmigung © climeworks) weiterlesen…