Moorbrände setzen weniger klimaschädliche Gase frei als gedacht

Tübinger Forscher entdecken Mechanismus, der Methanausstoß verringert – neuer Faktor für globale Klimamodelle

Durch Klimaveränderungen entstehen in Mooren der nördlichen Breiten immer häufiger Großbrände, die gewaltige Mengen Kohlendioxid freisetzen. Allerdings geht nicht die ganze Biomasse des Moores in Rauch auf, teilweise wird sie unter Luftabschluss verkohlt. Nun haben Tianran Sun und Professor Lars Angenent aus der Umweltbiotechnologie der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit Kollegen der Cornell University in den USA entdeckt, dass die verkohlte Biomasse den Ausstoß des natürlicherweise im Moor entstehenden Methangases verringert. Sie schätzen, dass dadurch in den Torflandschaften nach einem Feuer langfristig 13 bis 24 Prozent weniger Methan freigesetzt wird als zuvor. weiterlesen…

Auf dem Feld verrottende Pflanzenreste gut fürs Klima

CO2-Speicherung durch abgestorbene Pflanzenteile

Im Boden verrottende Pflanzen sind nicht nur als Kompost wertvoll. Tatsächlich spielen Pflanzenreste eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Kohlenstoff im Boden zu halten, was für die Reduzierung der CO2-Emissionen des Planeten wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und anderen Institutionen. weiterlesen…

Wie erneuerbarer Wasserstoff wettbewerbsfähig wird

Politische Instrumente zur Unterstützung von grünem H2

Damit erneuerbarer Wasserstoff in der EU wettbewerbsfähig wird, fallen bis Ende des Jahrzehnts Fördersummen in Höhe von 10 bis 24 Milliarden Euro jährlich an. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Thinktanks Agora Energiewende und Guidehouse. Um die Ausgaben für den Ausbau der erneuerbaren Wasserstoffproduktion ökonomisch sinnvoll zu gestalten, sollten Fördermittel zunächst in die Bereiche fließen, wo künftig unumstrittenen und unerlässlich Bedarf an erneuerbarem Wasserstoff entsteht – etwa in der Industrie als Ersatz für Erdgas oder für Flugzeugtreibstoffe. weiterlesen…

Starkregen und Hitze – neue Details zum Klimawandel

Mögliche Klimaänderungen auf Landkreisebene – neuer Klimaservice im GERICS

Die globale Erderwärmung schreitet voran. Längst ist die 1-Grad-Marke überschritten. Die Folgen sind auch in Deutschland spürbar: Die Zahl der Hitzetage etwa nimmt zu, Extremwetterereignisse werden häufiger. Doch wie sieht es konkret bis zum Ende des Jahrhunderts aus? Forschende des Climate Service Center Germany (GERICS), einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Hereon, haben hierzu „Klimaausblicke“ für Regionen und Landkreise entwickelt. Damit stellen sie mögliche Klimaänderungen für die kommenden Jahrzehnte anhand von 17 Kennwerten bereit. weiterlesen…

CO2-Recycling mithilfe von Plasma und Elektrolyse

Plasmen in Flüssigkeiten zünden

Plasmen in Flüssigkeiten werden längst bei Wasserreinigung und Wundbehandlung angewendet. Nun sollen sie die Effizienz und Lebensdauer von Elektrolysezellen verbessern, die zur CO2-Umwandlung eingesetzt werden. Forschenden der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist es gelungen, den Zündungsprozess von Plasma unter Wasser anzuschauen und zeitscharf zu verfolgen. Physikerin Katharina Grosse lieferte die ersten Datensätze mit sehr hoher Zeitauflösung und unterstützt so eine neue Hypothese zur Zündung dieser Unterwasserplasmen. (Foto:Plasmazündung unter Wasser – mehrere Plasmaentladungen durch lange Belichtungszeit eingefangen – Große Plasmaelektrolyse – © Damian Gorczany, RUB) weiterlesen…

Wissenschaftler verwerten CO2 effizienter mit Magneten

Mit intensivierter Elektrolyse

Seit Jahrzehnten arbeiten Forscher daran, überschüssige atmosphärische CO2-Emissionen zu verringern. Ein vielversprechender Ansatz besteht darin, atmosphärisches CO2 abzufangen und es dann durch CO2-Elektrolyse in wertschöpfende Chemikalien und Zwischenprodukte wie Ethanol, Ethylen und andere nützliche Chemikalien umzuwandeln. Während erhebliche Forschungsanstrengungen unternommen wurden, um die Geschwindigkeit und Selektivität der CO2-Elektrolyse zu verbessern, wurde die Verringerung des Energieverbrauchs dieses leistungsstarken Prozesses bisher nur unzureichend erforscht. Eine Publikation in ACS Energy Letters könnte hierzu Aufschluss geben. weiterlesen…

Neue 2D-Legierung aus fünf Metallen baut CO2 ab

Erste demonstrierte Anwendung

Ein zweidimensionales Legierungsmaterial – hergestellt aus fünf Metallen im Gegensatz zu den traditionellen zwei – wurde von einer Zusammenarbeit zwischen Forschern an der McKelvey School of Engineering an der Washington University in St. Louis und dem College of Engineering an der University of Illinois in Chicago entwickelt. Als erstes Material dieser Art hat es sich als hervorragender Katalysator für die Reduktion von CO2 zu CO erwiesen, was potenzielle Anwendungen in der Umweltsanierung ermöglicht, schreibt Brandie Jefferson am 28.06.2021 auf der Internetseite der Washington University St. Louis. weiterlesen…

Mikroorganismen produzieren Wasserstoff

Energieeffiziente Herstellung

Ein internationales Forschungsteam der Universitäten Jena und Mailand-Bicocca hat einer Medienmitteilung vom 22.06.2021 aus Jena zufolge erstmals detailliert beschrieben, wie eine von der Natur inspirierte Verbindung Wasserstoff produziert. Die Erkenntnisse sind ein Grundstein zur energieeffizienten Produktion von Wasserstoff als nachhaltigem Energieträger. weiterlesen…

Neue Erkenntnisse zur „Dressur“ hochreaktiver chemischer Verbindungen

„Bindungsvorlieben“ erforscht und verstanden

Hochreaktive Moleküle können in der Natur nicht lange überleben. Möchten Wissenschaftler sie genauer untersuchen, müssen sie unter sehr speziellen Laborbedingungen hergestellt werden. Viele dieser winzig kleinen Teilchen haben eine hervorstechende Eigenschaft im Vergleich zu „normalen“ Molekülen: Sie gehen einfach mit allem, was sie umgibt, eine Verbindung ein und lassen sich daher sehr schlecht kontrollieren. Forschenden des Wilhelm-Ostwald-Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig unter der Leitung von Jonas Warneke ist laut einer Medienmitteilung vom 24.06.2021 ein entscheidender Fortschritt bei der Erforschung einer Sorte extrem hochreaktiver Teilchen gelungen: Sie haben deren „Bindungsvorlieben“ erforscht und verstanden. weiterlesen…

Afrika: Partnerschaften für erneuerbare Energien entwickeln

Teilnahme am LEAP-RE Programm der Europäischen und der Afrikanischen Union

Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG) nimmt am LEAP-RE Programm der Europäischen und der Afrikanischen Union teil. LEAP-RE („Long-Term Joint European Union – African Union Research and Innovation Partnership on Renewable Energy“) wird im Rahmen des Horizon 2020 Programms der Europäischen Union finanziert.Es leitet darin in zwei Projekten die Maßnahmen zum Kompetenzaufbau und Wissenstransfer. Themen sind ein Geothermie-Atlas für Afrika und die Vorbereitung von vier Geothermie-Demonstrationsprojekten. weiterlesen…