Wie Kohlenstoffe „grüner“ werden

Meilenstein für nachhaltige Batterien

Ein kürzlich gestartetes Verbundprojekt namens HiQ-CARB (01.01.2021 bis 31.12.2023) zielt darauf ab, neue Kohlenstoffe mit einer überlegenen Leistung und einem geringen CO2-Fußabdruck für zukünftige grüne Batterien in Europa bereitzustellen. HiQ-CARB erhält laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC vom 04.06.2021 EU-Fördermittel von EIT RawMaterials (Europäisches Institut für Innovation und Technologie), um dieses essenzielle neue Batteriematerial zu skalieren und zu validieren. weiterlesen…

Neuer Separator macht Niedrigtemperatur-Batterien sicherer

Zudem gesteigerte Batterieleistung bei extrem niedrigen Temperaturen

Gesucht werden Lithium-Ionen-Batterien, die Fahrzeuge auch in extremer Kälte antreiben können, wie zum Beispiel Raumfahrzeuge oder Satelliten. Eine neue Technologie könnte die Sicherheit dieser Batterien, die mit Gaselektrolyten bei extrem niedrigen Temperaturen arbeiten, drastisch verbessern. Nano-Ingenieure der University of California San Diego haben einen Separator entwickelt – den Teil der Batterie, der als Barriere zwischen Anode und Kathode dient – und verhindert, dass die gasbasierten Elektrolyte in diesen Batterien verdampfen. Dieser neue Separator könnte wiederum helfen, den Druckaufbau im Inneren der Batterie zu verhindern, der zu Schwellungen und Explosionen führt. weiterlesen…

3x billige Katalysatoren

Chemiker der RUDN Universität fanden Ersatzweg

Chemiker der russischen Universität der Völkerfreundschaft RUDN haben einen neuen Weg zur Synthese von Katalysatoren für die Umwandlung von Ethylalkohol gefunden. Die erhaltenen Materialien sind vielversprechende Katalysatoren für die selektive Umwandlung von Ethanol. Die Ergebnisse der Studie sind in Catalysis Today veröffentlicht worden. Eine andere Gruppe synthetisierte zwei heterometallische Cluster mit fast 100 % Effizienz – mögliche Katalysatoren für Pharmazie, Herstellung von Polymeren und andere Zweige der chemischen Industrie. Eine dritte (internationale) Gruppe hatte bereits im vergangenen Oktober in amorphem Titanoxid einen weiteren Kat-Ersatz gefunden. (Grafik: Katalysator für Umwandlung in Acetaldehyd – © RUDN Universitäteurekalert.org, freie Verwendung) weiterlesen…

Hochleistungsrechner modellieren Klima in 100 Jahren

Wissenschaftler wollen drängende Fragen mit Supercomputern beantworten

Computerberechnungen ermöglichen umfangreiche Klimasimulationen, die neben dem Zustand der Atmosphäre, auch die Entwicklung in den Ozeanen sowie physikalische Effekte auf dem Land berücksichtigen. Weitere wichtige Felder sind die Pharma-Industrie, die Entwicklung elektrischer Motoren oder auch die bessere Behandlung von Herzkrankheiten. Um dabei umfassende und genaue Erkenntnisse zu gewinnen, forschen Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg gemeinsam mit europäischen Partnern an Algorithmen für künftige Hochleistungsrechner. (Foto: Super-Computer JUWELS in Jülich – © m. frdl. Genehmigung Forschungszentrum Jülich, Wilhelm-Peter Schneider) weiterlesen…

Härtetest bestanden

Neues Niedrig-PH-System recycelt mehr Kohlenstoff in wertvolle Produkte

Forscher der Fakultät für Ingenieurwesen an der Universität Toronto („U of T Engineering“) haben ein verbessertes elektrochemisches System entwickelt, das den Einsatz von abgeschiedenem CO2 aufwertet, indem es mehr davon in wertvolle Produkte umwandelt als je zuvor, schreibt Tyler Irving am 03.06.2021 auf der U of T Engineering News-Seite. Die IEA hat CCS und CCU zwar für geeignet gehalten, um die globale Erwärmung bis 2050 auf 1,5 C zu begrenzen. Doch die Abscheidung von Kohlenstoff hat derzeit kaum wirtschaftlichen Wert; das verringert den Anreiz für Unternehmen, in diese Technologie zu investieren. weiterlesen…

Großes Potenzial für eine ökologische Steuerreform in Deutschland

Konsequentes Bepreisen von Umwelt- und Gesundheitsschäden würde hunderte Milliarden Euro mobilisieren. Analyse des Energiewende-Projekt Ariadne mit Beteiligung des MCC

Es ist eine zentrale Erkenntnis der Umweltökonomie: Wenn der Staat die sogenannten Externalitäten des Wirtschaftens in die Produktpreise einfließen lässt, kann er den Wohlstand maximieren. Externalitäten sind zum Beispiel Klimawandel, Luftverschmutzung, Überdüngung, Plastikmüll oder Staus – also Schäden für Umwelt und Gesundheit, für die ohne politische Eingriffe niemand explizit die Kosten übernimmt. Wie groß diese Schäden sind, und was sich daraus an möglichem Handlungsspielraum für die nächste Bundesregierung ableitet, das beschreibt jetzt so umfassend wie noch nie eine wissenschaftliche Analyse unter starker Beteiligung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). weiterlesen…

Kippelemente können einander destabilisieren

PIK-Risikoanalyse zeigt Klima-Domino-Effekte

Kipp-Elemente im Erdsystem können sich gegenseitig destabilisieren, mit dem Risiko von Klima-Domino-Effekten, wenn die globale Erwärmung weiter voranschreitet. Die Eisschilde auf Grönland und der Westantarktis sind hierbei mögliche Ausgangspunkte für Kippkaskaden, wie eine neuartige Netzwerkanalyse vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt. (Foto: Eisbergtunnel vor Portal Point (Antarktische Halbinsel) – © Derek Oyen / Unsplash) weiterlesen…

„Kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft“

Erklärung von 129 Nobelpreisträgern vor G7

Das gab es noch nie“ – mit dieser Feststellung begann das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 03.06.2021 eine Medienmitteilung zur erneuten Veröffentlichung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Erklärung von 129 Nobelpreisträgern und weiteren bekannten Wissenschaftlern vom 28.04.2021: Unter dem Titel „Unser Planet – unsere Zukunft – die Menschheit geht kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft ein“ fordern die Unterzeichner entschlossenes Handeln von den G7-Staats- und Regierungschefs. Solarify dokumentiert Medienmitteilung und Erklärung. weiterlesen…

Kleine Wasserkraftwerke schaden mehr als sie nützen

Beispiel Rumänien zeigt Zielkonflikte und Fehlentwicklungen europäischer Umwelt- und Energiepolitik

Wasserkraft liefert zwar Erneuerbare Energie, aber meist nicht umweltfreundlich; das wissen wir nicht erst seit Itaipú (Südamerika), einem der weltgrößten Wasserkraftwerke, dem Tausende Ureinwohner weichen mussten, riesige Regenwaldflächen wurden abgeholzt oder verschwanden in den Fluten. Eine am 31.05.2021 in den Renewable and Sustainable Energy Reviews veröffentlichte Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB-Berlin) zeigt am Beispiel Rumäniens, wie auch der Ausbau kleiner Wasserkraft oft den Zielen der EU-Umweltpolitik zuwiderläuft. weiterlesen…

Nanomaterialien mit Laserdruck herstellen

Fotoelektroden zur Erzeugung grünen Wasserstoffs

Ein interdisziplinäres Team vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm stellt in Nature Communications (open access) erstmals eine Lasertechnologie vor, die es ermöglicht, Nanopartikel wie Kupfer-, Kobalt- und Nickeloxid herzustellen. Mit der üblichen Druckgeschwindigkeit entstehen auf diese Weise zum Beispiel Fotoelektroden für viele Anwendungsbereiche wie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. (Grafik: Neue Methode – Laserdruck für grünen Wasserstoff – © mpikg.mpg.deCC-BY-4.0) weiterlesen…