Kippelemente können einander destabilisieren

PIK-Risikoanalyse zeigt Klima-Domino-Effekte

Kipp-Elemente im Erdsystem können sich gegenseitig destabilisieren, mit dem Risiko von Klima-Domino-Effekten, wenn die globale Erwärmung weiter voranschreitet. Die Eisschilde auf Grönland und der Westantarktis sind hierbei mögliche Ausgangspunkte für Kippkaskaden, wie eine neuartige Netzwerkanalyse vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt. (Foto: Eisbergtunnel vor Portal Point (Antarktische Halbinsel) – © Derek Oyen / Unsplash) weiterlesen…

„Kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft“

Erklärung von 129 Nobelpreisträgern vor G7

Das gab es noch nie“ – mit dieser Feststellung begann das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 03.06.2021 eine Medienmitteilung zur erneuten Veröffentlichung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Erklärung von 129 Nobelpreisträgern und weiteren bekannten Wissenschaftlern vom 28.04.2021: Unter dem Titel „Unser Planet – unsere Zukunft – die Menschheit geht kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft ein“ fordern die Unterzeichner entschlossenes Handeln von den G7-Staats- und Regierungschefs. Solarify dokumentiert Medienmitteilung und Erklärung. weiterlesen…

Kleine Wasserkraftwerke schaden mehr als sie nützen

Beispiel Rumänien zeigt Zielkonflikte und Fehlentwicklungen europäischer Umwelt- und Energiepolitik

Wasserkraft liefert zwar Erneuerbare Energie, aber meist nicht umweltfreundlich; das wissen wir nicht erst seit Itaipú (Südamerika), einem der weltgrößten Wasserkraftwerke, dem Tausende Ureinwohner weichen mussten, riesige Regenwaldflächen wurden abgeholzt oder verschwanden in den Fluten. Eine am 31.05.2021 in den Renewable and Sustainable Energy Reviews veröffentlichte Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB-Berlin) zeigt am Beispiel Rumäniens, wie auch der Ausbau kleiner Wasserkraft oft den Zielen der EU-Umweltpolitik zuwiderläuft. weiterlesen…

Nanomaterialien mit Laserdruck herstellen

Fotoelektroden zur Erzeugung grünen Wasserstoffs

Ein interdisziplinäres Team vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm stellt in Nature Communications (open access) erstmals eine Lasertechnologie vor, die es ermöglicht, Nanopartikel wie Kupfer-, Kobalt- und Nickeloxid herzustellen. Mit der üblichen Druckgeschwindigkeit entstehen auf diese Weise zum Beispiel Fotoelektroden für viele Anwendungsbereiche wie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. (Grafik: Neue Methode – Laserdruck für grünen Wasserstoff – © mpikg.mpg.de – CC-BY-4.0) weiterlesen…

Kalifornischer Rauch trübte im Herbst 2020 die Sonne bei uns

Vergleich mit Bodenmessungen belegt: ESA-Windsatellit Aeolus liefert auch wertvolle Daten zum Aerosol in der Atmosphäre

Der Rauch der extremen Waldbrände im September 2020 an der US-Westküste zog über viele Tausend Kilometer bis nach Leipzig, wo er noch Tage danach die Atmosphäre beeinflusste. Ein am 01.06.2021 in den Geophysical Research Letters (CC BY 4.0) veröffentlichter Vergleich von Boden- und Satellitenmessungen des zeigt: Das Waldbrandaerosol trübte die freie Troposphäre über Leipzig so stark wie nie zuvor. Die Auswertung eines internationalen Forschungsteams unter Leitung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS) ergab am 11.09.2020 eine außergewöhnliche optische Dicke, die das Sonnenlicht um ein Drittel abgeschwächt hat.

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Absaugen von Turbulenzen steigert Wind-Effizienz

Wichtiger theoretischer Teilschritt für die Energiewende

Überall dort, wo Oberflächen umströmt werden, geht Energie verloren. Dieser Energieverlust steigt enorm an, sobald die Umströmung turbulent wird. In der Strömungsmechanik wird daran geforscht, den Übergang von einer gleichmäßigen in eine turbulente Strömung so weit wie möglich hinauszuzögern. Dies lässt sich zum Beispiel durch ein wortwörtliches Absaugen der Strömung an Oberflächen wie Tragflächen oder Windrädern erreichen. Die mathematische Darstellung dieser Vorgänge ist nun an der TU Darmstadt erstmals gelungen. Die Ergebnisse wurden am 26.05.2021 in Physics of Fluids des American Institute of Physics (AIP) veröffentlicht, als Featured Article ausgezeichnet und stellen einen wichtigen theoretischen Beitrag für die Energiewende dar. weiterlesen…

Altmaier „entschuldigte“ sich bei Windbranche

Infraschall 4.000mal überbewertet

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat aufgrund eines Rechenfehlers jahrelang mit viel zu hohen Werten beim Infraschall von Windturbinen arbeiten lassen. Jahrelang setzte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Infraschall-Belastung von Windkraftanlagen um den Faktor 4.000 zu hoch an – Wasser auf die Mühlen der Windkraft-Gegner. Stefan Holzheu, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bayreuth, hat einen schwerwiegenden Irrtum in der BGR-Studie erkannt, der die Ergebnisse grob verfälscht. Bundeswirtschaftsminister Altmaier bat um Entschuldigung: „Es tut mir sehr leid, dass falsche Zahlen über einen langen Zeitraum im Raum standen.“ weiterlesen…

Künstliche Intelligenz zur umweltfreundlichen Herstellung von Batteriezellen

BMBF fördert ZSW-Projekt „KontElPro“ mit 1,8 Mio. Euro

Die Herstellungsprozesse von Batteriezellen sollen mithilfe Künstlicher Intelligenz optimiert werden. Daran arbeitet das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in einem Forschungsverbund, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Verfahren zur Produktion von Batterieelektroden umweltfreundlich, wirtschaftlich und lösungsmittelfrei zu gestalten. Zu dem Verbund gehören neben dem ZSW das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM sowie das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS. weiterlesen…

Erst heiß, dann kalt: Neues zur Entstehung von Eis

Bisheriges Verständnis der Eisbildung auf den Kopf gestellt

Die weltweit erste molekulare Beobachtung zur Entstehung von Eis durch Forschende der TU Graz sowie der Unis Cambridge und Surrey zeigt einer Medienmitteilung zufolge, dass Wassermoleküle für den ersten Schritt der Eisbildung zusätzliche Energie aufbringen müssen. Die in open access in Nature Communications veröffentlichten Forschungsergebnisse von Anton Tamtögl et al. führen zu einem völlig neuen Verständnis der Eisbildung: Wassermoleküle brauchen zusätzliche Energie, bevor sie zu Eis gefrieren. weiterlesen…

BMWi und BMVI bringen 62 Wasserstoff-Großprojekte auf den Weg

„Wir wollen bei Wasserstofftechnologien Nummer 1 in der Welt werden“

Am 28.05.2021 haben BMWi und BMVI 62 Wasserstoff-Großprojekte ausgewählt, die im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Wasserstoffprojekts (sog. Wasserstoff-IPCEI – Important Projects of Common European Interest) staatlich gefördert werden sollen. Sie setzen damit laut einer gemeinsamen Medienmitteilung eine wichtige Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie um. Mehr als acht Milliarden Euro an Bundes- und Landesmitteln werden für die Wasserstoffprojekte zur Verfügung gestellt, rund 4,4 davon aus dem BMWi, bis zu 1,4 aus dem BMVI. Insgesamt sollen nach Angaben der Ministerien 33 Milliarden Euro Investitionen ausgelöst werden, davon mehr als 20 Milliarden von privaten Investoren. Die übrigen Fördermittel werden von den Bundesländern zur Verfügung gestellt (Karte: IPCEI-Projekte © BMWi und BMVI). weiterlesen…