Von Zebras, Einhörnern und Zukunft

Organisationen erforschen

Ali Aslan Gümüșay erforscht mögliche Varianten der Zukunft und alternative Formen des Organisierens. Seit Januar 2023 ist er Professor für Innovation, Entrepreneurship und Nachhaltigkeit an dert Ludwig-Maximilians-Universität in München: „Egal, ob Klimakrise, soziale Gerechtigkeit oder Digitalisierung: Alle zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit haben immer auch eine organisationale Komponente.“ (Foto: Hauptgebäude der LMU – Foto © wikimedia, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Global Water Report

2023 war Klima-Extremjahr

Das Klima ändert sich, und damit der Wasserkreislauf. Nun liegt der jährlich vom Global Water Monitor Consortium veröffentlichte „Global Water Report 2023“ vor, an dem die TU Wien maßgeblich mitbeteiligt war. Der am 11.01.2024 erschienene Report zeigt, wie stark sich der Klimawandel im vergangenen Jahr auf den Wasserkreislauf der Welt auswirkte. 2023 zeigten sich diese Auswirkungen besonders dramatisch: In manchen Regionen kam es zu extremen Trockenheiten, in anderen hingegen zu Überflutungen. Extreme Temperaturen führten zu massiver Schädigung der Vegetation. weiterlesen…

Nature-Untersuchungen über anthropogene Erdstöße

Geophysiker der Freien Universität Berlin untersuchen durch Industrie induzierte Erdbeben

Der Mensch kann durch Eingriffe in die Natur Erdbeben auslösen – das ist bereits länger bekannt. Vor allem Industrieaktivitäten wie etwa tiefe Geothermie, Öl- oder Gasförderung und die unterirdische Entsorgung großer Salzwassermengen, die mit Kohlenwasserstoffen mitgefördert wurden, können zu Erschütterungen der Erde führen, die in Ausnahmesituationen mit Todesopfern, häufig aber mit weiteren negativen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen in den betroffenen Regionen verbunden sind. Ein Forschungsteam von Geophysikern der Freien Universität Berlin hat zusammen mit KollegInnen der ETH Zürich, der Universität Pisa, der Stanford University und der Southern University of Shenzhen die komplexen physikalische Prozesse zusammengefasst, die vor allem bei industriellen Flüssigkeitsinjektionen in die Erde sowie bei Extraktionen aus der Erde auftreten. (Grafik: Menschliche Eingriffe, vor allem Industrieaktivitäten wie tiefe Geothermie, Öl- oder Gasförderung, können Erdbeben verursachen – © FU/FB Geowissenschaften) weiterlesen…

Recycling alter Matratzen optimieren

Wuppertaler Studienarbeit über erweiterte Herstellerverantwortung als Instrument zur Kreislaufführung

Wie das Wuppertal Institut mitteilt, werden in Deutschland jährlich über sieben Millionen gebrauchte Matratzen entsorgt, die überwiegend verbrannt und nur zu einem Bruchteil recycelt werden. Das belastet die Ressourcen, erhöht die Emissionen und birgt auch Umweltrisiken. Weil Matratzen heutzutage immer komplizierter designt werden und teilweise über sieben verschiedene Schaumstoffe enthalten, müssen diese alle voneinander getrennt werden. Das macht das Recycling von Matratzen sehr aufwändig und teuer. weiterlesen…

Mit Licht CO2 abscheiden

Neue CCU-Methode

Forschende der ETH Zürich entwickelten eine neue Methode für die CO2-Abscheidung, die mit Licht arbeitet. Sie nutzen lichtreaktive Moleküle, um den Säuregrad einer Flüssigkeit zu beeinflussen und so CO2 abzuscheiden. Damit die lichtreaktiven Moleküle über längere Zeit stabil bleiben, haben die Forschenden eine spezielle Mischung verschiedener Lösungsmittel entwickelt. Herkömmliche Technologien zur CO2-Abscheidung arbeiten mit Temperatur- oder Druckunterschieden und benötigen viel Energie. Das entfällt beim neuen lichtbasierten Verfahren. weiterlesen…

Nachhaltige Tenside – auf Pflanzenölbasis

Zweitgrößte Klasse chemischer Produkte: 18 Mio. t

Tenside für Seifen oder Waschmittel sind mit einer weltweiten Jahresproduktion von über 18 Millionen Tonnen nach Kunststoffen die zweitgrößte Klasse chemischer Produkte. Die TH Köln arbeitet laut einer Medienmitteilung vom 10.01.2024 schon seit mehreren Jahren an biobasierten Chemikalien, um diesen Industriezweig nachhaltiger zu gestalten. Zwei neue Projekte widmen sich nun der Erforschung umweltfreundlicher Tenside. weiterlesen…

ESA will Kreislaufwirtschaft im Weltraum einführen

Suche nach „kreativen Lösungen“

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Satelliten erheblich zugenommen. Millionen von Weltraumschrottobjekten umkreisen die Erde und stellen eine Gefahr für den Betrieb von Raumfahrzeugen dar. Aus diesem Grund bemüht sich die ESA aktiv darum, die Entstehung von Weltraummüll in der Erdumlaufbahn bis 2030 zu begrenzen. Sie plant, bis 2050 eine Kreislaufwirtschaft im Weltraum einzuführen. Um dies zu erreichen, sucht sie „nach kreativen Lösungen, die zu mehr Nachhaltigkeit in der Raumfahrt beitragen„. (Bild: Deutscher Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) ermöglicht präzise Aussagen zum Zustand und zu Veränderungen auf der Erdoberfläche – © DLR – CC BY-NC-ND 3.0) weiterlesen…

Mehrdimensionale Kreislaufwirtschaft in chemischer Industrie möglich

Werner Siemens-Stiftung fördert Forschungszentrum mit 100 Mio. Schweizer Franken

Mit effizientem Recycling von Kunststoffgemischen als erklärtem Ziel will ein Team um Regina Palkovits und Jürgen Klankermayer von der RWTH Aachen in einem WSS-Forschungszentrum katalytisch getriebene Produktionsverfahren entwickeln, die eine mehrdimensionale Kreislaufwirtschaft in der chemischen Industrie ermöglichen. Das „Jahrhundertprojekt“ der Werner Siemens-Stiftung (WSS) wird mit 100 Millionen Schweizer Franken, verteilt auf zehn Jahre, ausgestattet. weiterlesen…

Neues aus der Solarenergie: Spiegel im Weltraum könnten tägliche Laufzeit von Solarparks verlängern

Reflektoren könnten Solarenergie-Ernte verbessern – Künftige gigantische Solarparks könnten bewirken, wie viel Solarstrom auf der anderen Seite der Welt erzeugt werden kann

Wer in einer kalten Nacht 1993 zufällig in den Himmel über Europa schaute, sah möglicherweise einen schwachen Lichtblitz. Dieser stammte von dem russischen Weltraumspiegelexperiment namens Znamya-2 (Znamya ist Russisch und heißt auf Deutsch „Banner“), einer 20 Meter langen, reflektierenden Struktur, die einer Aluminiumfolie ähnelte. Es sollte demonstrieren, dass Sonnenenergie aus dem Weltraum auf die Erde reflektiert werden kann, schreibt Onur Çelik, Postdoktorand im Bereich Raumfahrttechnik, Universität Glasgow, am 11.01.2024 in The Conversation. weiterlesen…

Eiskalte Trennung: Erfolgreiche Kreislaufwirtschaft bei Stahlverbindungen

Das neue „Heiß“ ist „eiskalt“ und dabei „extrem wirtschaftlich und nachhaltig“

Ein modernes Auto enthält 15 bis 18 Kilogramm Klebstoff, der wertvolle Stahlbauteile zusammenfügt. Hochfeste Stahlklebverbindungen materialerhaltend zu trennen, ist aufgrund der hohen Festig- und Zähigkeiten sowohl der Stahlwerkstoffe und auch der Klebstoffe eine große Herausforderung. Das Forschungsteam Prof. Dr.-Ing. Tim Michael Wibbeke und Dr. Aurélie Bartley vom Lehrgebiet Fertigungstechnologie Mechatronik der Hochschule Hamm-Lippstadt sowie Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut und Nick Chudalla vom Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik der Universität Paderborn hat eine „eiskalte“ Lösung entwickelt. weiterlesen…