Pflanzen als Klimafaktor

Neues Bild vom Kohlenstoffkreislauf in Landökosystemen: Niederschlag wichtiger Klimafaktor

Pflanzen spielen im globalen Klimasystem eine entscheidende Rolle – denn sie entnehmen der Luft Kohlendioxid und wandeln es in Kohlenhydrate um. So kann der Kohlenstoff viele Jahre oder gar Jahrzehnte im Ökosystem gespeichert bleiben, bevor er als CO2 erneut in die Atmosphäre gelangt. Im Welt- Durchschnitt dauert das 23 Jahre, berichtet ein internationales Forscherteam unter Leitung von Nuno Carvalhais und Markus Reichstein vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena in der Zeitschrift Nature (Global covariation of carbon turnover times with climate in terrestrial ecosystems). In den Tropen dauert es nur 15 Jahre, bis ein C-Atom wieder freigesetzt wird, in hohen Breiten dagegen 255 Jahre. Eine überraschende Erkenntnis: Der Niederschlag spielt für die Verweildauer eine mindestens ebenso große Rolle wie die Temperatur. Die Forscher stellten zudem fest, dass in Landökosystemen insgesamt mehr Kohlenstoff gebunden ist als bislang gedacht – vor allem im Boden. weiterlesen…

CEC öffnete sich

Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion öffnete seine Pforten

Etwa 800 Besucher konnten am 20.09.2014 das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim einmal direkt in Augenschein nehmen. Mehr als 100 CEC-Mitarbeiter führten beim Tag der Offenen Tür die Gäste durch Labore, Werkstätten und Arbeitsräume und brachten mit interaktiven Experimenten nicht nur Kinder zum Staunen. weiterlesen…

Stefan Glunz erhält Becquerel-Preis

EU-Kommission würdigt Pionierarbeit für hocheffiziente Siliciumsolarzellen

Seit 1989 vergibt die Europäische Kommission den Becquerel-Preis, in diesem Jahr erhielt ihn Dr. Stefan Glunz, Bereichsleiter „Solarzellen – Entwicklung und Charakterisierung“ am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Das Preiskomitee ehrt Stefan Glunz für seine herausragende Pionierarbeit im Bereich der hocheffizienten Siliciumsolarzellen und damit seinen Beitrag zum weltweiten Erfolg der photovoltaischen Stromerzeugung. Der Preis wurde am 22.09.2014 im Rahmen der „European PV Solar Energy Conference“ in Amsterdam überreicht. weiterlesen…

Weltweite Klimawandel-Demonstrationen

Mit 675.000 größter Klima-Protest aller Zeiten – „Weckruf für Politiker“

Zwei Tage vor dem UN-Klimagipfel in New York haben weltweit 2500 Umwelt-Organisationen Hunderttausende Umweltaktivisten in 2.000 Städten für den Klimaschutz auf die Straße gebracht. Die „größte weltweite Klima-Demo aller Zeiten“ hatte das Kampagnennetzwerk Avaaz angekündigt. Die Forderung: Eine komplett [[CO2]]-freie Energieversorgung bis 2050. In Berlin demonstrierten am 21.09.2014 rund 10.000 Menschen für einen effektiveren Klimaschutz. Mit drei Protestzügen zum Brandenburger Tor forderten sie strengere Klimaziele und den Umstieg auf erneuerbare Energien. Das Motto: „Mal schnell die Welt retten“.
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Bio-Kerosin-Jungfernflug

Lufthansa flies Farnesan

Sechs Monate nach der Nachhaltigkeits-Zertifizierung durch den Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) und kaum drei, nachdem die Zulassungsbehörde ASTM International in den USA die neue Biokerosin-Sorte Farnesan für den Flugverkehr zugelassen hat, meldet die Deutsche Lufthansa jetzt deren Ersteinsatz. Der Lufthansa-Flug LH 190 von Frankfurt nach Berlin/Tegel am 15.09.2014 wurde mit einer 10-prozentigen Beimischung der neuen Biokerosinkomponente Farnesan durchgeführt. Es ist der erste Linienflug in Europa, der mit diesem Treibstoff abhob. weiterlesen…

Neues von der CSP-Front

Novatec Solar und BASF nehmen in Spanien solarthermische Demo-Anlage mit neuartiger Flüssigsalz-Technologie in Betrieb

Novatec Solar und die BASF haben eine solarthermische Demonstrationsanlage mit neuartiger Flüssigsalz-Technologie (DMS, Direct Molten Salt) in Betrieb genommen. Die Anlage befindet sich auf dem Gelände des solarthermischen Kraftwerks PE1 in Südspanien. Das Besondere an dieser neuen Anlagenkonzeption ist, dass bereits der solare Kollektor anorganisches Flüssigsalz als Wärmeträgermedium nutzt. weiterlesen…

Bundesrat begrüßt Lockerung des Kooperationsverbots in der Wissenschaft

Bund soll sich aber stärker engagieren

Der Bundesrat hat in seiner 925. Plenarsitzung am 19.09.2014 den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Lockerung des sogenannten Kooperationsverbots im Wissenschaftsbereich begrüßt. Über die darin vorgesehenen erweiterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Wissenschaft hinaus stehe aber der gesamte Bildungsbereich vor großen Herausforderungen und bedürfe insgesamt neuer Formen der Zusammenarbeit und eines stärkeren Engagements des Bundes. weiterlesen…

Meereis: Minimum in Arktis, Maximum in Antarktis

Alfred-Wegener-Institut: Aktuelle Meereis-Situation: Anhaltender Rückgang in der Arktis, größte Ausdehnung in der Antarktis

Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Jahr auf ein Sommerminimum von etwa 5,0 Millionen Quadratkilometern zurückgegangen. Dieser Wert liegt rund 1,6 Millionen Quadratkilometer über dem Negativrekord aus dem Jahr 2012, bestätigt aber nach Einschätzung der Meereisphysiker Marcel Nicolaus vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) und Lars Kaleschke vom Hamburger Exzellenzcluster für Klimaforschung (CliSAP)den langfristigen Abwärtstrend in der Arktis. Die Winter-Eisdecke des Südpolarmeeres dagegen ist auf eine Fläche von 20,0 Millionen Quadratkilometern angewachsen, berichten die Wissenschaftler. Sie übertrifft damit das 30-Jahre-Maximum aus dem vergangenen Jahr. Marcel Nicolaus, Lars Kaleschke und andere führende Meereis-Experten stehen am kommenden Donnerstag, den 18. September 2014, während eines internationalen Meereis-Symposiums in Hamburg für Hintergrundgespräche und Interviews zur Verfügung. weiterlesen…

Geheimcode der Ökosysteme

Blick auf konkrete Pflanzenmerkmale soll Klima-Einfluss auf globale Vegetation verstehen helfen

Der Klimawandel wird die Welt vermutlich sehr verändern – auch die Pflanzenwelt. Nur wie? Das können derzeit weder Klimaforscher noch Biologen einigermaßen gut abschätzen. Mit zwei aktuellen Arbeiten tragen Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena und der Universität Leipzig dazu bei, das zu ändern. Dabei rücken sie erstmals konkrete Merkmale von Pflanzen in den Blickpunkt: etwa die Masse der einzelnen Samen, die Dichte des Holzes oder die Höhe, die ein Gewächs erreicht. Bisher konzentrierten sich Biologen und Biogeografen auf die klimaabhängige Verbreitung von Arten und Pflanzentypen einerseits und die Funktionen von Ökosystemen andererseits. Wie genau die Vegetation etwa durch Anpassungen auf Klimaveränderungen reagiert, blieb bisher ungeklärt. Der Blick auf die Eigenschaften von Pflanzen soll nun helfen diese Frage zu beantworten. So definierte eines der beiden Autoren-Teams abhängig von konkreten Merkmalen klimatische Grenzen, innerhalb derer sich nordamerikanische Bäume verbreiten können. weiterlesen…